Urlaub in Südosteuropa - Ärzte raten zum Schutz vor Mückenstichen
07.09.2011 | 05:15 Uhr 2011-09-07T05:15:00+0200
Wiesbaden. Aus Griechenland, Rumänien, Albanien und Russland wurden in den letzten Wochen mehrere Fälle von Malaria und West-Nil-Fieber gemeldet. Es gab bereits zwei Todesfälle. Ärzte raten zum guten Schutz vor Mückenstichen, denn: Eine Therapie gibt es nicht.
Vor Mücken beziehungsweise ihren Stichen sollten sich Urlauber in Südosteuropa gut schützen. Dazu raten Reisemediziner, da in Griechenland in letzter Zeit mehrere Menschen an der aus den Tropen bekannten Virusinfektion West-Nil-Fieber erkrankt sind. Zwei Betroffene sind bislang gestorben.
Auch aus Rumänien, Albanien und Russland wurden Fälle gemeldet. Nun wurden zudem vom griechischen Gesundheitsministerium auch sechs Malariaerkrankungen vom südlichen Peleponnes gemeldet. 'Bei den Malaria-Erkrankungen handelt es sich um die Malaria tertiana, das sogenannte Dreitagefieber.
Im Gegensatz zur Malaria tropica, verläuft die Tertiana meist nicht lebensbedrohlich. Vom Mückenstich bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen mindestens zwölf Tage (Inkubationszeit), gelegentlich sogar Monate.
Mensch ab 50 besonders gefährdet
Die Erkrankung ist durch Fieberschübe charakterisiert, die typischerweise in einem 48 Stunden-Rhythmus auftreten, das heißt am ersten und dritten Tag und so weiter. Beim West-Nil-Fieber ist die Inkubationszeit in der Regel etwas kürzer.
Vor allem bei Menschen ab 50 Jahren kann die Krankheit schwer verlaufen und zu einer Hirnentzündung führen. Da es keine Therapie gegen diese Virusinfektion gibt, ist ein guter Mückenschutz die beste Vorbeugung', rät Professor Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
Guten Schutz bietet unter anderem helle, möglichst hautbedeckende Kleidung. Da die Mücken, die diese Krankheiten übertragen, meistens nachts und in der Dämmerung aktiv sind, ist die Anwendung von moskitoabweisenden Mitteln (Repellentien) auf unbedeckten Hautstellen vor allem abends wichtig. Zudem sollte man in mückensicheren Räumen oder gegebenenfalls unter einem Moskitonetz schlafen. (mp)
07:53
Aha, da kommt sie wieder nach Europa, die Malaria ... war ja bis zum MIttelalter hier bekannt, bis man dann die meisten Sümpfe trocken legte ...