TUI-Chef Frenzel hält "Last-Minute-Reisen" nicht für zukunftsfähig
07.11.2012 | 11:45 Uhr 2012-11-07T11:45:00+0100
Berlin. Die klassischen Last-Minute-Reisen wird es in Zukunft nicht mehr geben, so der designierte Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft und Tui-Chef Michael Frenzel. Die Preise würden tagesaktuell festgelegt. Damit gäbe es keinen festen Zeitpunkt für günstige Buchungen mehr.
Die deutsche Tourismus-Industrie läutet das Ende der Last-Minute-Reisen ein. Der designierte Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BWT), Michael Frenzel , sagte der Zeitung "Bild am Sonntag": "Klassische Last-Minute-Reisen , die Sie drei oder vier Wochen vor Abflug buchen, wird es bald nicht mehr geben."
Mittlerweile würden die Preise tagesaktuell festgelegt. "Es gibt also keinen festen Zeitpunkt, wann Buchungen am günstigsten sind", erläuterte Frenzel, der auch Chef des Reisekonzerns TUI ist.
Anstieg der Online-Buchungen
Er kündigte zugleich einen deutlichen Anstieg der Online-Buchungen an. "Rund 20 Prozent unserer deutschen Kunden buchen schon ihren Urlaub im Internet. In den nächsten fünf Jahren wollen wir auf 40 Prozent hoch", sagte der Manager, der in drei Wochen an die Spitze des BTW rücken und im Februar bei TUI abtreten soll. (reuters)
08:05
... wenn die Kontingente auch tagesaktuell verbraucht werden.
Auch wenn es keine Last-Minute-Reisen mit mehrwöchiger Buchungsfrist mehr geben soll - die Planung ist ja trotzdem da. Die Hotelliers müssen sich ja auch darauf einstellen können, wieviele Kundenwochen sie im Jahr zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung stellen müssen.
Das Ganz kann eigentlich nur heißen, dass viele Reisefreudigen entweder wieder zur klassischen Buchung lange vor dem Reisetermin zurückgeführt werden sollen.
Der Rest der an Kontingenten übrig bleibt, wird dann mit täglich erniedrigten Preisen an die schnäppchenjagende Internetgemeinde verschachert.
Anscheinend haben sich die Reisenden für den Geschmack der Reiseunternehmen zu sehr auf das Risikospiel Last-Minute mit relativ spontanem Reiseziel versteift, so dass die Unternehmen zu viele Rabatte geben müssen.
Schade, dass das Internet immer mehr buchungsrelevant wird. Die Beratung im Reisebüro ist doch irgendwie ein neckischer Teil des Ganzen, finde ich.
21:41
Das ist doch eine Neuverwurstung des Artikels darüber, daß der Herr Frenzel gerne die Flugsteuer abschaffen möchte. Ist das hier eine Werbekampagne für den Herrn?
13:22
Das erzählt man uns auch schon seit 5 Jahren!!