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Südtiroler vertreiben den Winter mit alten Bräuchen

10.01.2012 | 17:02 Uhr
Südtiroler vertreiben den Winter mit alten Bräuchen
In der Region Vinschgau versuchen die Männer jedes Jahr, die Wintergeister zu vertreiben und das Korn für eine gute Ernte zu wecken.Foto: dapd

Schlanders.  In vielen Südtiroler Regionen werden noch heute traditionelle Bräuche gepflegt, um Wintergeister zu verjagen. So laufen die Männer in Vinschgau beispielsweise mit kiloschweren Kuhkellen durch die Straßen, um das Korn aufzuwecken. Im Februar geht's los.

Mit Schellen und Feuerscheiben werden in der Südtiroler Region Vinschgau die Wintergeister verjagt. Dafür sorgen zum Beispiel in der Gemeinde Prad die "Zussln" - ganz in weiß gekleidete Männer, die mit bunten Schleifen und Blumen geschmückt sind. Um die Hüften tragen sie kiloschwere Kuhschellen, mit denen sie beim "Zusslrennen" am 16. Februar stundenlang lärmen. Dieser Fastnachtsbrauch soll die Kälte vertreiben und das Korn aufwecken.

An das bäuerliche Leben von einst erinnert die Tradition des "Pfluagziachn" in der Gemeinde Stilfs. In diesem Jahr findet das närrische Pflugziehen am 18. Februar statt. Bei einem Umzug durch das Dorf wird ein altes Spiel über den Kampf Gut gegen Böse aufgeführt.

Reim über Fruchtbarkeit

In vielen Dörfern im Vinschgau werden am 26. Februar, dem ersten Sonntag in der Fastenzeit, die "Scheiben geschlagen". Dafür hält man nach Einbruch der Nacht an langen Stangen Holzscheiben ins Feuer. Sind die Scheiben genügend angesengt, holt man sie heraus und schwingt sie so lange mit dem Stock, bis sie vollends aufglühen. Währenddessen wird ein Reim über die Fruchtbarkeit und den Erntesegen für das Jahr aufgesagt.

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Kommentare
11.01.2012
00:33
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

11.01.2012
00:26
Südtiroler vertreiben den Winter mit alten Bräuchen
von g.kont | #1

Cool, wir vertreiben den Winter mit dem Klimawandel.

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