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So buhlen Reiseunternehmen um Senioren als Zielgruppe

03.06.2013 | 05:45 Uhr
So buhlen Reiseunternehmen um Senioren als Zielgruppe
Die klassische Kaffeefahrt reicht vielen Senioren nicht mehr. In ihren besten Jahren wollen sie noch einmal etwas von der Welt sehen.

Essen.  Reiseanbieter haben es schwer: Die größte Kundengruppe rekrutiert sich aus Senioren, die aber keine speziellen Senioren-Angebote wollen. Stattdessen sollen es Bildungsreisen mit komplett-Versorgung sein. Die Best Ager von heute fühlen sich nämlich um einiges jünger als die Rentner von einst.

Es ist ein echtes Dilemma. Mit jeder neuen Studie werden der Reisebranche erneut die Auswirkungen des demografischen Wandels vor Augen geführt: Senioren sind die wichtigste Zielgruppe der Zukunft. Doch wie geht man mit den so genannten Best Agern bloß um? Wie spricht man sie am besten an?

Wie verunsichert die Branche im Umgang mit der reisefreudigen und zahlungskräftigen Klientel ist, zeigt sich schon an der Tatsache, dass Begriffe wie „Senioren“ oder „55+“ aus den Katalogen der großen Reiseveranstalter verschwunden sind. Der Versuch, mit speziellen Seniorenprogrammen neue Kunden zu gewinnen, darf als fehlgeschlagen betrachtet werden.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Alte Menschen wollen nicht wie alte Menschen behandelt und angesprochen werden. Die Menschen fühlen sich heute in der Regel deutlich jünger als sie es nach dem Kalender sind und wollen sich nicht in eine Schublade stecken lassen. Schon gar nicht in eine, auf der dick „Senioren“ steht.

Den einen Senior gibt es nicht mehr

Dass es keine Erfolgsgarantie gibt, wenn ein Reiseveranstalter sein Programm älteren Semestern auf den Leib schneidert , zeigt das Beispiel des Münchner Studienreiseveranstalters Studiosus. Der hatte schon im Jahr 2002 unter der Marke Klingenstein einen Katalog „Reiseträume“ aufgelegt. „Urlaub für Aktivgebliebene“, beschreibt Frano Ilic von Studiosus das damalige Programm: 64 ausgewählte Ziele für über 70-Jährige.

Nach „zwei starken Jahren“ brach die Nachfrage – vielleicht auch als Folge von Rentendiskussion, Sars-Hysterie und Irak-Krieg – so stark ab, dass die „Reiseträume“ wieder in der Schublade verschwanden. Rund 40 Reisen mit speziellen Serviceleistungen für die Generation „65+“ finden sich heute in den Studiosuskatalogen unter dem Stichwort „Service Plus“: „Die geruhsamste Form der Studienreise: Wenn Sie Anstrengungen meiden wollen und Komfort wünschen, aufmerksamen Service und Freiraum zur Entspannung“, heißt es in München.

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So buhlen Reiseunternehmen um Senioren als Zielgruppe
So buhlen Reiseunternehmen um Senioren als Zielgruppe
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http://www.derwesten.de/reise/so-buhlen-reiseunternehmen-um-senioren-als-zielgruppe-id8007153.html
2013-06-03 05:45
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