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Costa Concordia

Sechstes deutsches Todesopfer nach "Concordia"-Unglück identifiziert

31.01.2012 | 10:47 Uhr
Sechstes deutsches Todesopfer nach "Concordia"-Unglück identifiziert
Mehr als zwei Wochen nach der Havarie der "Costa Concordia" ist ein sechstes deutsches Todesopfer identifiziert worden.Foto: dapd

Biberach.  Mehr als zwei Wochen nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" ist eine weitere Leiche einer Deutschen identifiziert worden. Es handelt sich laut Polizei um eine 66-jährige Frau aus dem Landkreis Biberach. Die Suche nach weiteren Vermissten wurde eingestellt.

Nach der Havarie der "Costa Concordia" vor der toskanischen Mittelmeerinsel Giglio ist ein sechstes deutsches Todesopfer identifiziert worden. Es handele sich um eine 66-Jährige Frau aus dem Landkreis Biberach, teilte die Polizeidirektion Biberach am Dienstag mit. Damit gelten nach Angaben des Auswärtigen Amtes noch sechs Deutsche als vermisst.

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Die Bergung der havarierten "Costa Concordia" dürfte bis zum Jahresende oder sogar länger dauern, sagte am Sonntag Katastrophenschutz-Chef Franco Gabrielli. Die Zahl der Todesopfer stieg inzwischen auf 17, darunter fünf Deutsche.

Am Samstag war die fünfte deutsche Leiche identifiziert worden . Das Opfer stammt laut Landeskriminalamt aus dem Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Offenbar handelt es sich dabei um eine 71-Jährige aus dem Raum Nürtingen. Zuvor waren bereits vier Opfer aus Deutschland identifiziert worden, darunter ein 72-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen, ein 66-Jähriger aus Berlin, ein 74-Jähriger aus Hessen und eine 52-jährige Frau aus Mittelfranken in Bayern.

Suche wurde eingestellt

Die Suche nach Vermissten im Wrack der "Costa Concordia" ist am Dienstag endgültig eingestellt worden. Die Suchaktionen im Inneren des Schiffs würden aus Sorge um die Sicherheit der Taucher beendet, sagte ein Sprecher der italienischen Feuerwehr.

Der Zivilschutz informierte nach eigenen Angaben die betroffenen Familien und Botschaften über die Entscheidung. Bislang wurden 17 Tote aus dem am 13. Januar vor der Toskana-Insel Giglio havarierten Schiff geborgen.

Sorge um Einkünfte aus Tourismus

Die langwierigen Bergungsarbeiten an dem havarierten Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" haben bei den Bewohnern der italienischen Insel Giglio Besorgnis ausgelöst. Rund 200 Bewohner der Insel kamen am Montag zusammen, um ein "Bürgerkomitee" zu gründen, das der vom Tourismus abhängigen Insel in der Sommersaison helfen soll.

Costa-Concordia-Unglück
Costa Concordia - Kreuzfahrt in die Katastrophe

Der Urlaub wurde zum Alptraum: Am 13. Januar gegen 22 Uhr kenterte das Kreuzfahrt-Schiff Costa Concordia vor der Küste der italienischen Insel Giglio. Noch Tage später wurden Vermisste gesucht, Tote geborgen. Auf dieser Seite haben wir Nachrichten, Berichte und Hintergründe für Sie zusammengestellt.

Der italienische Krisenstab hatte angekündigt, dass es bis zu einem Jahr dauern könne, bis das Wrack gehoben wird . Zunächst müssten der Auftrag vergeben werden und das ausgewählte Unternehmen einen Plan ausarbeiten, sagte der Leiter des italienischen Krisenstabs, Franco Gabrielli. Allein dies werde rund zwei Monate dauern. Für die Bergung der "Costa Concordia" veranschlagte Gabrielli weitere "sieben bis zehn Monate" - je nach Wetterlage und Wellengang.

Die "Costa Concordia" war am Abend des 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bislang wurden 17 Tote geborgen, von denen 16 identifiziert wurden, darunter fünf Deutsche. Unter den verbliebenen 15 Vermissten befinden sich nach Angaben des Auswärtigen Amts sieben Deutsche. (dapd, afp)

Havarierte "Costa Concordia"

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