Schatzjäger beschädigen alten Tempel in Indien
26.09.2012 | 11:46 Uhr 2012-09-26T11:46:00+0200
Bangalore. Das Tor eines Jahrhunderte alten Tempels im südindischen Bundesstaates Karnataka wurde von skrupellosen Schatzjägern zerstört. Diese vermuteten Gold- und Silbermünzen unter dem Tor der Touristenattraktion. Die Täter sind flüchtig. Archäologen untersuchen aktuell den Schaden an dem UNSECO-Welterbe.
Skrupellose Schatzjäger haben in Indien das meterhohe Tor eines jahrhundertealten Tempels zerstört, weil sie darunter ein Vermögen vermuteten. Die Täter hätten am Samstag eine der vier Säulen des gut viereinhalb Meter hohen Eingangstores in den Ruinen von Hampi freigelegt und versucht, diese anzuheben, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. So sei das Tor zum Einsturz gebracht worden.
Die Täter seien offenbar gemäß eines Volksglaubens davon ausgegangen, dass unter den Fundamenten ein Schatz versteckt sei. Die Polizei habe zwei Teams gebildet, um nach den Schuldigen zu fahnden, sagte der Sprecher. Die staatliche Archäologiebehörde prüfte derweil, ob tatsächlich Schätze wie Gold- oder Silbermünzen unter dem Tor versteckt waren, wie es der Volksglaube besagt.
Attraktion für Touristen, Historiker und Pilger
Etwa ein Dutzend Sicherheitsleute bewachte das niedergerissene Bauwerk. Die Ruinen von Hampi aus dem 16. Jahrhundert befinden sich am Ufer des Tungabhadra-Flusses, 350 Kilometer von Bangalore, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Karnataka, entfernt. 1986 wurde die archäologische Stätte wegen ihrer Größe und der beeindruckenden Architektur zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Die Ruinen sind eine Attraktion für Touristen sowie für Pilger und Historiker. Hampi war einst das Machtzentrum des Vijayanagara-Reiches, das vom 14. bis zum 16. Jahrhundert das wohlhabendste und mächtigeste Hindu-Königreich im Süden Indiens war. (afp)
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