Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Luxus-Reisen

New Yorker Luxus-Hotel wird von einer Deutschen geleitet

22.09.2014 | 05:45 Uhr
New Yorker Luxus-Hotel wird von einer Deutschen geleitet
Die Deutsche Susanne Hatje ist General Manager des Mandarin Oriental New York.

New York.  New York ist die Stadt, die angeblich niemals schläft. Und so muss auch Susanne Hatje auf viel Nachtruhe verzichten, doch sie tut das gerne. Ein Gespräch mit der Managerin des New Yorker Luxus-Hotels "Mandarin Oriental" über Suiten, die nicht im Katalog stehen, und den Wert von gutem Service.

Die Luxus-Hotellerie ist eine Welt für sich. Eine, die sie besonders gut kennt, ist Susanne Hatje, General Manager des Mandarin Oriental New York. Aus einer Hoteliers-Familie im Norden Deutschlands stammend, arbeitet sie seit 25 Jahren in internationalen Hotels. Ein Gespräch über besonderen Service, Suiten für 28 000 Euro und die Stadt, die niemals schläft.

Frau Hatje, wie viel Schlaf bekommt man, wenn man ein Hotel wie das Mandarin führt?

Susanne Hatje: Gute Frage, vor allem in New York, denn die Stadt schläft eigentlich nie. Aber ehrlich: Ich bin für das Hotel und meine Mitarbeiter immer erreichbar. Und zwar gerne.

Ihr Handwerk haben Sie von der Pike auf gelernt. Ihre Eltern haben ein Hotel Garni in Norderstedt.

Hatje: Das stimmt, ich bin wirklich im Hotel aufgewachsen und habe von klein auf gelernt, dass der Grundstein für ein gutes Hotel der Service ist. Täglich war ich hautnah dabei, wenn sich das gesamte Team und die Eltern um jeden Gast liebevoll gekümmert hat. Dieser persönliche, individuelle Service ist in der Luxushotellerie natürlich noch um so wichtiger, und die große weite Welt mit seinen ehrwürdigen Hotelpalästen zog mich einfach magisch an. Daher war die Karriere bei einer Luxushotelkette für mich der logische Schritt.

Das heimische Hotel lässt Sie aber nie ganz los.

Hatje: Doch. Es wird von meinem Bruder ganz hervorragend geführt. Trotzdem: Wenn ich da bin, stehe ich auch an der Rezeption oder helfe, wo ich gebraucht werde. Ich finde das schön.

Warum reizt Sie die Luxushotellerie?

Hatje: Natürlich sind eine exquisite Ausstattung und ein fantastisches kulinarisches Angebot wichtig, aber der perfekte Service mit dem gewissen Extra macht den Unterschied. Mein Team und ich sind daher ständig im Einsatz, um jedem unserer Gäste einen einmaligen Aufenthalt und oft bei besonderen Anlässen etwas Unvergessliches, Einzigartiges zu kreieren. Egal, ob der Hochzeitsantrag, der runde Geburtstag, der wichtige Firmenabschluss. Und dies alles auf höchstem Niveau. Unser Concierge arbeitet nach dem Motto „geht nicht, gibt es nicht“ – er kann fast alles Unmögliche möglich machen. Das Besondere ist: Unser Gäste-Service beginnt sich mit einem Gast zu beschäftigen, lange bevor er ankommt.

"Der Deutsche ist zwar auch spontan, aber geplant"

Dann hätte man also vorher schon wissen können, welcher Rockstar nachher sein Zimmer zertrümmert.

Hatje: Ich habe viele Gäste kommen und gehen sehen. So etwas kann ich aber bei uns nicht bestätigen. Aber selbstverständlich: Jeder hat seine Bedürfnisse.

Das haben Sie wunderbar diplomatisch formuliert. Es gibt aber auch die stillen Gäste. Die, die wollen, dass man gar nicht weiß, dass sie bei Ihnen sind.

Hatje: Sie spielen auf eine unserer Suiten an, die man nirgendwo auf unserer Website findet, richtig?

Genau. Was würde mich dieses Angebot für eine Nacht kosten?

Hatje: Das fängt bei 28.000 Dollar an.

Zum Weihnachtsshopping also noch etwas mehr.

Hatje: Ja. Aber da ist die Suite schon ausgebucht (lacht).

Artikel auf einer Seite lesen
  1. Seite 1: New Yorker Luxus-Hotel wird von einer Deutschen geleitet
    Seite 2: In einem guten Hotel steht der Gast im Mittelpunkt

1 | 2

Kommentare
Funktionen
article
9839973
New Yorker Luxus-Hotel wird von einer Deutschen geleitet
New Yorker Luxus-Hotel wird von einer Deutschen geleitet
$description$
http://www.derwesten.de/reise/samstag-alle-sind-individualisten-id9839973.html
2014-09-22 05:45
Reise, Hotel, New York, Central Park, Rockefeller Center, Mandarin Oriental Hotels, Hatje,
Reise