Reiseveranstalter sollen verbindliche Abflugzeiten anbieten

Laut einem noch nicht rechtskräftigen Urteil des Landgerichts Düsseldorf müssen Flugveranstalter künftig auf die Angabe unverbindlicher Abflugzeiten verzichten: Wer lange im Voraus einen Flug am Morgen gebucht hat, soll diesen auch bekommen. Bislang war das nicht immer so.
Laut einem noch nicht rechtskräftigen Urteil des Landgerichts Düsseldorf müssen Flugveranstalter künftig auf die Angabe unverbindlicher Abflugzeiten verzichten: Wer lange im Voraus einen Flug am Morgen gebucht hat, soll diesen auch bekommen. Bislang war das nicht immer so.
Foto: dapd
Wenn Fluggesellschaften bei der Buchung einen Frühflug versprechen, muss noch lange kein Frühflug herauskommen - das ist bisher gängige Praxis. Das Landgericht Düsseldorf setzt dieser Praxis jetzt aber ein Urteil entgegen, das Reisenden Enttäuschungen ersparen soll. Das ist freilich noch nicht rechtskräftig.

Düsseldorf.. In den Herbstferien starten wieder unzählige Urlauber in den Urlaub. Wohl dem, der früh gebucht und somit bestimmt ein Schnäppchen gemacht hat. Die Freude ist besonders groß, wenn der Reisende auch noch einen Morgenflug ergattern konnte. Schließlich gewinnt er fast einen kompletten Urlaubstag. So die Vorstellung.

In der Praxis sah dies bislang jedoch häufig anders aus. Der versprochene Frühflug fand plötzlich am Abend statt. Dies ist auch rechtmäßig, da im Kleingedruckten zu lesen war, dass die tatsächlichen Abflugzeiten dem Ticket entnommen werden könnten und die angegebenen Zeiten unverbindlich seien.

Dies soll sich nun ändern, berichten ARAG-Experten und verweisen auf die allerdings noch nicht rechtskräftigen Urteile des Düsseldorfer Landgerichts. Steht die Abflugzeit Monate im Voraus noch nicht fest, darf demnach keine Uhrzeit angegeben werden. Somit sollen den Reisenden zukünftig Enttäuschungen dieser Art erspart bleiben (LG Düsseldorf, Az.: 12 O 223/11 und 12 O 224/11). (wid)