Reise-Messen begeistern Besucher mit Menschlichkeit

Anders als im Internet können Besucher einer Reisemesse die Menschen und Bräuche ferner Länder schon vor dem Urlaub kennen lernen.
Anders als im Internet können Besucher einer Reisemesse die Menschen und Bräuche ferner Länder schon vor dem Urlaub kennen lernen.
Foto: Stephanie Pilick
Was wir bereits wissen
Reise-Messen bieten ähnliche Informationen wie das Internet und sind dennoch gut besucht. Woran das liegt, erklärt Christian Leetz.

Essen.. Ein bisschen scheinen sie wie aus einer anderen Zeit: Reise-Messen. In Essen beginnt in der nächsten Woche die „Reise+Camping“ mit mehr als 1000 Ausstellern. Und in Berlin startet in der ersten März-Woche die weltgrößte Reisemesse ITB mit rund 10.000 Ausstellern aus aller Welt.

Dabei scheint es in Zeiten des Internets fraglich, ob sich der Weg in die oft übervollen, lauten Messehallen überhaupt noch lohnt. Bekommt man doch an den Ständen meist auch nur die Prospekte, die man sich im Netz auf den Seiten der jeweiligen Fremdenverkehrsämter gratis herunterladen kann.

Einen eigenen Reiz

Mit Glück trifft man natürlich auf einer Messe auf einen Touristiker, der für seine Region brennt, und der einem ein paar Tipps aus erster Hand gibt. Doch oft genug haben Informationsgespräche auf Messen nicht mehr Hand und Fuß als die Beratung in einem guten Reisebüro.

Dennoch: Reisemessen haben ihren ganz eigenen Reiz. Man sieht zum Beispiel wie die Menschen eines Landes aussehen und wie sie gekleidet sind. Oft kann man an den Ständen Kulinarisches kosten. Und kleine Shows zu kulturellen Besonderheiten, zum Beispiel traditionelle Tanzeinlagen, runden das Ganze ab. Zumindest das, dieses Menschliche, kann das Internet noch nicht.