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Mini-Reise-Apotheke mindert manches Malheur

10.03.2010 | 13:26 Uhr

Für den Notfall gut gerüstet: Besonders bei Fernreisen und Urlaub mit Kindern gehören einige Medikamente unbedingt in den Koffer

Der Urlauber wird krank, fern der Heimat und weit weg vom Hausarzt: Daran mag vor Freude auf Sonne, Strand und Palmen niemand denken, aber leider passiert es doch immer wieder. Deshalb sorgen Reiseprofis vor und packen außer Sonnencreme auch eine gut sortierte Reiseapotheke in den Koffer. Das ist besonders ratsam bei Fernreisen oder Touren in abgelegene Regionen, wo nicht immer gleich ein Arzt erreichbar ist.

Grundsätzlich bestimmt das Reiseziel den Inhalt der Reiseapotheke. Auf einer Tropen-Insel oder bei einer Trekkingtour durchs Gebirge benötigt man in der Regel mehr und andere Medikamente als beim Badeurlaub auf den Kanaren. Am besten lässt man sich bei der Zusammenstellung vom Hausarzt oder Apotheker beraten.

Eine kleine, aber effektive Grundausstattung könnte so aussehen: ein Präparat gegen Durchfall und andere Magen- und Darmbeschwerden, Pflaster, Mullbinden, Schere und Sicherheitsnadeln, Mittel gegen die Reisekrankheit, Schmerz-, Fieber- und Einschlafmittel, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und kühlende Salben gegen Sonnenbrand, Insektenstiche und kleine Wunden sowie ein Mückenschutzmittel. Bei einer Fernreise sind Wasserentkeimungstabletten und Insektenschutzmittel sinnvolle Ergänzungen. Wer mit Kindern reist, muss berücksichtigen, dass die Kleinen eigene Medikamente benötigen, weil ihr Organismus auf Arzneien wesentlich stärker reagiert. Ein Fieberthermometer sollte ebenso wenig fehlen wie Fieberzäpfchen und Nasentropfen. Ein Mittel zum Elektrolytersatz bei Durchfall und Erbrechen hilft Kleinkindern rasch auf die Beine.

Die Reiseapotheke verstauen vorausschauende Urlauber nicht im Koffer, sondern im Handgepäck. Dann sind die Medikamente im Notfall sofort griffbereit, selbst wenn das Gepäck erst ein paar Tage später am Urlaubsort ankommt. Am besten eignet sich dazu ein kleiner, gut verschließbarer Behälter. Viel Platz spart, wer auf die Tablettenschachteln verzichtet. Ein Gummiband hält die folienverschweißten Pillen genauso gut zusammen.

Auf keinen Fall vergessen werden sollte jedoch der Beipackzettel; so kann der Apotheker das Medikament leichter beschaffen, wenn es im Urlaubsland unter einem anderen Namen bekannt ist. Grundsätzlich sollten chronisch Kranke jedoch Tabletten oder Tropfen, die regelmäßig eingenommen werden müssen, in ausreichender Menge mitnehmen. Denn viele Präparate sind im Ausland nur schwer zu bekommen, und eine Nachsendung aus Deutschland kostet Zeit und ist meist teuer.

Rudi Stallein

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