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Fake-Markenklamotten

Plagiate aus dem Traumurlaub können teuer werden

12.07.2012 | 05:45 Uhr
Plagiate aus dem Traumurlaub können teuer werden
Markenfälschungen aus dem Urlaub sind meist nicht nur schlechter verarbeitet, sondern können auch mit Bußgeldern bestraft werden.Foto: Ingo Otto

Köln.  Handtasche von Gucci, Uhr von Armani: Im Urlaub können Fälschungen zu günstigen Preisen und meist minderer Qualität erworben werden. Allerdings ist den wenigsten Touristen bewusst, dass sie das Einfliegen von Fake-Ware teuer zu stehen kommen kann.

'Schnäppchenkäufe' in Urlaubsstimmung erfreuen sich großer Beliebtheit, sei es zur eigenen Freude oder als günstige Mitbringsel für Freunde und Bekannte. Besonders wenn im Urlaub schicke Handtaschen, Turnschuhe oder Uhren begehrter Marken mit unschlagbaren Niedrigpreisen locken, fällt es manchem schwer, zu widerstehen.

Aber leider handelt es sich bei diesen Preishits häufig nicht um reduzierte Ware, sondern schlicht um Produktfälschungen . 'Von klassischen Konsumgütern wie Film- und Tonträgern, Textilien, Schmuck, Kosmetik bis hin zu Nahrungsmitteln und zu Medikamenten sind alle Produkte und Marken betroffen', berichtet Saskia Roth, Markenschützerin beim TÜV Rheinland.

Und die Zahl der gefälschten Artikel nimmt Jahr für Jahr zu. Besonders besorgniserregend ist der hohe Zuwachs an gefälschten Arzneimitteln. 'Produktpiraten finden immer wieder Wege, Fälschungen auf den Markt zu bringen. Sie kopieren und fälschen sogar Seriennummern, die eigentlich zum Schutz vor Fälschungen angebracht werden', erklärt Roth.

Fast immer mindere Qualität

Verbraucher werden so nicht nur irregeleitet, sondern erhalten fast immer Fake-Ware minderer Qualität. Wenn der Zoll bei der Einreise das Plagiat entlarvt, wird auch noch ein Bußgeld fällig. Schlimmer noch: Bei vielen Produkten besteht Gefahr für die Gesundheit, denn diese entsprechen bestenfalls dem optischen Anspruch der Markenhersteller, aber erreichen nicht deren Qualitätsansprüche.

Fälscher verzichten auf Qualitätstests und kümmern sich auch nicht um die Einhaltung gesetzlicher Normen oder Grenzwerte. Die Herstellung gefälschter Produkte liegt zudem vornehmlich in den Händen des organisierten Verbrechens: 'Kinderarbeit und unmenschliche Arbeitsbedingungen sind weit verbreitet', gibt Saskia Roth zu bedenken.

Holo-Pacs gegen Fälschungen

Um Unternehmen im Kampf gegen Fälschungen zu unterstützen, bietet der TÜV Rheinland gemeinsam mit der Hologram Company Rako eine innovative und sichere Lösung im Kampf gegen Produktfälschungen an: Holo-Pacs. Dabei kommen Codes in Kombination mit Hologrammen zum Einsatz. Anhand von Holo-Pacs können Endverbraucher, Händler oder der Zoll die Echtheit der Produkte einfach und schnell per Smartphone oder Computer überprüfen. 'Ein aufgedruckter QR-Code macht das möglich', sagt Roth. (sid)

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