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Ostrog ist ein bedeutender Pilgerort

Die Insel Sveti Stefan vor Montenegro soll Touristen anlocken
VIPs wie Orson Wells, Sophia Loren, Sylvester Stallone und Claudia Schiffer verbrachten ihre Ferien auf der Insel.

Den Sprung von Meereshöhe bis auf 2000 Meter schafft Montenegro an seiner Nordküste auf kürzester Distanz. Mit bis zu 1300 Metern Tiefe ist die Tara-Schlucht, die sich in der Landesmitte quer durch Montenegro frisst, die tiefste Schlucht Europas. Das in den Berg gebaute Kloster Ostrog ist nicht nur für Gläubige der christlich-orthodoxen Kirche ein bedeutender Pilgerort.

Und in Kotor schließlich, der in der gleichnamigen, heute zum Unesco-Welterbe gehörenden Bucht gelegenen Hafenstadt, baute man die Stadtmauer rund um die Altstadt gleich so hoch in den Berg hinein, dass die Feinde vor dem Stadttor am Ende des südlichsten Fjords Europas schier in Verzweiflung gerieten. Vorausgesetzt, sie schafften es überhaupt bis vor die Tore Kotors. Denn viele der Seefahrer, denen es gelang, sich mit ihren Barken seeseitig um die Halbinsel Lustica durch das Becken von Herzec Novi in die trichterförmige Bucht von Tivat zu schlängeln, mussten – so die Legende – ihre Eroberungsabsichten spätestens hier an einer unüberwindbaren Kettenkonstruktion abbrechen.

Die findigen Anrainer der inneren Becken von Vrmac Risan und Kotor hatten diese an der engsten Stelle des Trichterausgangs gespannt. Da kommt man mit viel Geld heute schon weiter: Peter Munk hat sich für seine Investition in den Porto Montenegro die Hafenstadt Tivar ausgesucht. 100 Millionen Euro hat der Kanadier in den Aufbau seines exklusiven Hafen Edens investiert.

Porto Montenegro war bei vielen Deutschen bekannt

Ankommen, die Yacht einparken, die Tür zum Apartment aufschließen und am Abend nach der Shoppingtour zum Essen einkehren – so lautet die mittlerweile bereits größtenteils fertiggestellte Vision des Kanadiers. Der Porto Montenegro bildet gemeinsam mit der Hotelinsel Sveti Stefan die beiden kostspieligen Enden der nördlichen montenegrinischen Adriaküste – einer Region, deren Schönheit bis zum Beginn der 1990-er Jahre bei vielen Deutschen bekannt war.

Und wo die Montenegriner auch zwischen Sveti Stefan und Porto Montenegro, in Budva, Bicici, Kotor und in den kleinen Küstenortschaften ihre Gastgebertradition aus der Jugoslawien-Zeit wiederentdeckt haben. Montenegro könnte in den kommenden Jahren zu einem Trendreiseziel am Mittelmeer werden.

Thorsten Keller

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