NABU kritisiert hohe Luftverschmutzung durch Luxus-Kreuzfahrtschiffe
29.07.2011 | 15:14 Uhr 2011-07-29T15:14:00+0200
Berlin. Neue Luxusschiffe werden häufig noch mit giftigem Schweröl anstatt mit Dieseltreibstoff betrieben. Aus "Umweltschutzsicht ein Alptraum", meint der Naturschutzbund Deutschland. Die eigentlichen Luftverschmutzer sind jedoch die Frachtschiffe.
Berlin. Wieder ist ab Hamburg ein Luxusschiff mit giftigem Schweröl statt Dieseltreibstoff zu seiner Jungfernfahrt in See gestochen. Die Celebrity Silhouette sei aus „Umweltschutzsicht ein Alptraum“, kommentiert daher der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Das so genannte Traumschiff verfüge weder über einen Rußpartikelfilter noch über eine Entschwefelungsanlage. Allein auf ihrer 5000 Kilometer langen Jungfernfahrt stoße das 315 Meter lange Kreuzfahrtschiff „so viel Ruß aus wie 270.000 Autos, so viel Stickoxide wie 4,7 Millionen Autos und sogar so viel Schwefeloxide wie sämtliche Autos in Europa zusammen“.
Skandalöser Schwefelanteil
Mitte Mai hatte die in Berlin ansässige Umweltorganisation ähnlich kritisch die Indienststellung der „Mein Schiff 2 “ begleitet. Es sei mit dem „billigsten und dreckigsten aller Kraftstoffe unterwegs“ und das verfeuerte Rückstandöl sei „Sondermüll mit einem skandalösen Schwefelanteil von bis zu 4,5 Prozent“. Wegen fehlender Abgastechnik blase das „Wohlfühlschiff“ im Hafen pro Tag so viel Schadstoff in die Luft wie 50.000 Autos.
Der NABU beklagt einmal mehr, dass sich Reedereien ihrer Verantwortung bei der Luftreinhaltung nicht stellen. Allerdings schränkt der Verbund gleichzeitig ein, dass nur 0,52 Prozent der weltweit auf den Ozeanen fahrenden Schiffe tatsächlich Kreuzfahrtschiffe sind. Das Hauptproblem seien demnach der Container- und Frachtverkehr. Allein die 15 größten Frachtschiffe der Welt stoßen statistisch jährlich mehr Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit. Dennoch: Kürzlich trat ein Abkommen in Kraft, das mit Schweröl getriebenen Kreuzfahrtschiffen verbietet, in der Antarktis zu kreuzen .
15:22
Von Kenntnis kann man beim NABU nicht ausgehen, wenn er trotz Wissen über DNA zertrümmernde Feinststäube aus den Partikelfiltern aus KFZen, diese auch aus Schiffen fordert.
Der Vergleich, vom Schiff zum Auto, 1:270000 stinkt schon zum Himmel, es gibt noch immer keinen PKW, der auf das Schiff bezogen, 2,85L-3,65/100km Diesel verbrennt.und dazu eine Leistung von ca. 75KW aus nur 900cm³ Hubraum bei Drehzahlen von 78-112 pro min entwickelt.
14:54
Man liest immer von diesem Strom aus Wasserkraft.Wäre das keine Lösung für die Schiffahrt?Wasser haben die doch genug.....
14:09
Neue Luxusschiffe werden häufig noch mit giftigem Schweröl anstatt mit Dieseltreibstoff betrieben.
Eine der mit Abstand dümmsten Aussagen, die ich je zu dem Thema gelesen habe und die von tiefgreifender Unkenntnis in der Sache zeugt.
12:54
Vulkane haben auch keine Partikelfilter.
Wird Zeit das sich die Umweltverbände da einmal drum kümmern.
Ironie aus.
11:29
Zum Glück haben die Schiffe keine Partikelfilter, so bleiben zumindest die Meeresbewohner künftiger Generationen vor irrepablen Erb- und Zellschäden verschont..