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Bahnreisen

Mit Hochgeschwindigkeitszügen schnell und bequem durch Europa reisen

03.06.2012 | 05:45 Uhr
Geschwindigkeit trifft Luxus und bleibt trotzdem auf dem Boden.

Köln.  Eine attraktive Alternative zum Reisen mit dem Flugzeug bieten Züge wie der ICE, TGV und Italo. Letzterer ist erst seit kurzem im Einsatz und bringt die Insassen mit Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h zum Reiseziel. Eine kurze Präsentation der verschiedenen Hochgeschwindigkeitszüge Europas.

Mit 200, 240, 270 und schließlich 300 Stundenkilometern rauscht der nagelneuen „Italo“ durch die Landschaft auf Rom zu. Draußen fliegen im schnellen Wechsel Wiesen, Felder und Ortschaften vorbei. Drinnen ist nur gedämpftes Rauschen zu hören und das leise Tastenklackern des Nachbarn auf seinem Laptop. Nicht nur in Italien hat ein neues Zeitalter auf Schienen begonnen, auch in vielen anderen Ländern fliegen die Hochgeschwindigkeitszüge tief – und bieten interessante Alternativen zu Flügen oder langen Autofahrten. Sie heißen TGV, ICE oder Thalys. Wir stellen hier die wichtigsten Hochgeschwindigkeitszüge in Europa vor.

Nuovo Trasporti Viaggiatori: Italo

Der elegante Italo ist schnell und soll mit viel Service die Kunden anlocken. Betreuung am Bahnhof im Service-Center „Italo Casa“, eigene Parkplätze, Mietwagenvermittlung und videoüberwachte Gepäckplätze – an alles hat man bei den Betreibern des Italo gedacht, und selbstverständlich haben alle Wagen im Reisepreis inkludierte WiFi-Verbindungen. Für die Strecke Mailand-Rom braucht der Italo, dessen Markenzeichen ein rasendes Kaninchen ist, gerade einmal drei Stunden und 31 Minuten.

In der günstigsten Preisklasse „Smart“ kostet die einfache Fahrt ab 45 Euro, in „Prima“ ab 88 Euro und in der Luxusklasse „Club“ 130 Euro. Zuschläge sind zu entrichten, wenn das Ticket umbuchbar oder stornierbar sein soll. Aktuell bietet der Betreiber reichlich Sparpreise für die schnellen Züge an.  Sie gehören zur neuen, privaten Eisenbahngesellschaft Nuovo Trasporti Viaggiatori (NTV) unter der Leitung des Ferrari-Chefs Luca di Montezemolo , die damit den Hochgeschwindigkeitszügen der staatlichen Trenitalia Konkurrenz machen will. So fahren die Züge die einfache Fahrt von Bologna in die italienische Hauptstadt Rom im Juni für nur 25 statt 60 Euro.

SNCF und Deutsche Bahn: TGV und ICE

Mit 320 Stundenkilometern nach Paris. Wer in Köln einsteigt, der kann bereits nach drei Stunden und 14 Minuten zum Eiffelturm bummeln und zahlt für die einfache Fahrt in der 2. Klasse ab 35 Euro. Möglich macht dies der Hochgeschwindigkeitszug TGV der französischen Bahngesellschaft SNCF . Seit Ende März besteht außerdem eine schnellere Direktverbindung von Frankfurt nach Marseille. Die Fahrt zum Mittelmeer dauert keine acht Stunden und kostet ab 49 Euro, Abpfiff ist täglich um 14 Uhr.

SNCF betreibt die Strecken zwischen Frankreich und Deutschland in Kooperation mit der Deutschen Bahn , die den ICE einsetzt. Die zwei größten Bahnunternehmen Europas sorgen so für die reibungslose Abwicklung und hohe Mobilität zwischen den beiden Ländern. TGV und ICE bringen Reisende fünfmal täglich von Frankfurt nach Paris (ab 39 Euro, Fahrzeit drei Stunden und 49 Minuten), viermal täglich von Stuttgart nach Paris (ab 39 Euro, Fahrzeit drei Stunden und 39 Minuten) und einmal täglich von München nach Paris (ab 39 Euro, Fahrzeit sechs Stunden und acht Minuten).

Belgisch-französische Koop: Thalys

Thalys, ein weiterer Hochgeschwindigkeitszug, verbindet die Städte Köln, Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen, Brüssel und Paris miteinander. Dem Gemeinschaftsprojekt der französischen und belgischen Staatsbahnen gehörte bis vor kurzem auch noch die Deutsche Bahn an. Nach ihrem Ausstieg wird nun ein stärkerer Konkurrenzkampf zwischen Thalys und den ICE-Zügen erwartet.
Die Strecke Köln-Paris wird von Thalys mit fünf Zügen pro Tag angefahren (ab 45 Euro, Fahrzeit: drei Stunden und 14 Minuten), ebenfalls fünfmal täglich fahren Züge von der Domstadt am Rhein nach Brüssel in einer Stunde und 47 Minuten (ab 25 Euro).

Seit vergangenem Jahr fährt der bordeauxrote Flitzer auch einmal täglich ins Ruhrgebiet – von Paris direkt über Düsseldorf und Duisburg bis nach Essen (ab 61 Euro, Fahrzeit: vier Stunden und 18 Minuten). Angeboten werden zwei Reiseklassen: Die Reiseklasse Comfort 1 bietet bequemere Sitze, eine kostenlose WiFi-Verbindung sowie Mahlzeiten am Sitzplatz. Comfort 2 bietet den Internet-Zugang nur in bestimmten Tarifkombinationen an oder zusätzlich beim Kauf eines WiFi-Guthabens. Getränke und Snacks werden in einer Bar im Zug gereicht.

ICE-Taufe in Schwerte

Sybille Boolakee


Kommentare
03.06.2012
19:53
Mit Hochgeschwindigkeitszügen schnell und bequem durch Europa reisen
von Bahl | #4

Mehrmals von Köln nach Paris Gare du Nord und auch retour gefahren.
Klasse, ruhig, kein Stress, nur Resevierungen können Zug betreten. An jeden Wagen ein freundlicher Kontrolleur. Empfehlenswert, morgens hin, Paris bebummeln und 17 Uhr? zurück,.21 Uhr zu Hause.
Rechtzeitig Internet gebucht, immer sehr preiswert. Nicht billiger wie Flug: Düsseldorf- Paris Orly. aber von der Zeit her effektiver.

03.06.2012
16:34
Mit Hochgeschwindigkeitszügen schnell und bequem durch Europa reisen
von Klubchef | #3

Der ICE ist am unbequemsten. Lange Reisen werden damit zur Qual.

03.06.2012
16:28
Mit Hochgeschwindigkeitszügen schnell und bequem durch Europa reisen
von larix | #2

Essen, Duisburg und Düsseldorf werden vom Thalys auch angefahren.

03.06.2012
08:30
Au Backe
von bearny | #1

"So kostet in der „Smart“-Klaen zwischen Mailand, Bologna, Florenz, Rom und Neapel die rotglitzernden Italo-Züge über die Schienen."

Frage 1: Was hat der Autor geraucht?
Frage 2: Ist noch was über?

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