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Kreuzfahrt-Konzepte

„Mein Schiff” wird kommen

17.04.2009 | 15:26 Uhr
„Mein Schiff” wird kommen

Essen. Er ist der Shootingstar der deutschen Schifffahrt. Richard J. Vogel, Geschäftsführer von Tui-Cruises, über die Premiere des ersten Tui-Kreuzfahrtschiffes und die Zukunftspläne seiner jungen Reederei.

Richard J. Vogel, Geschäftsführer der jungen Reederei Tui-Cruises, will ab Mai mit einem neuen Kreuzfahrtkonzept deutschsprachige Gäste an Bord holen. Wir sprachen mit ihm über die mit Spannung erwartete Premiere.

Vor einigen Wochen haben Sie den Namen für das erste Kreuzfahrtschiff von Tui-Cruises bekannt gegeben. Wie wichtig war dieser Schritt?

Noch ist Richard J. Vogel in der Warteposition. Doch ab Mitte Mai will er beweisen, dass sein Kreuzfahrt-Konzept aufgeht.

Vogel: Die Namenswahl ist für unser Projekt ein bedeutender Meilenstein. Über viele Monate hinweg konnten wir nur mit einem Arbeitstitel und einer Idee werben. Jetzt wird die Idee erlebbar und sichtbar. Auch deshalb, weil wir gleichzeitig das Außendesign des Schiffs vorgestellt haben. In Schreibschrift haben wir emotionale Schlagwörter auf den Bug platziert. Mit dieser Botschaft unterstreichen wir die individuelle Klasse, die wir mit dem Gesamtkonzept verbinden.

Wie kam es zu „Mein Schiff”?

Vogel: Der Name bringt unsere Philosophie exakt auf den Punkt. Wir haben ja immer gesagt, dass wir ein Kreuzfahrtprodukt anbieten möchten, was es so auf dem deutschen Markt noch nicht gibt. Ein deutschsprachiges Schiff nämlich, welches die Mitte zwischen den bestehenden Segmenten Club- und Traditions-Schiff einnimmt.

„Mein Schiff” klingt zunächst etwas gewöhnungsbedürftig?

Vogel: Es gehört sicher Mut dazu, sich für einen solch außergewöhnlichen Namen zu entscheiden. Wir glauben aber, dass wir damit den Nerv der Zeit getroffen haben. Auch unsere künftigen Schiffe werden das „Mein” im Titel tragen. Die Individualität, die wir mit dem „Mein-Gedanken” unterstreichen, strahlt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen Sicherheit und Vertrauen aus. Und „Mein” schafft Identifikation und Wohlgefühl.

Apropos Krise. Können sie angesichts der aktuellen Wirtschaftslage an den ursprünglichen Plänen festhalten, bis 2012 mit insgesamt drei Tui-Cruises-Schiffen unterwegs zu sein?

Vogel: Ja, daran halten wir auch weiterhin fest.

Nachdem „Mein Schiff” kein neues, sondern lediglich ein umgebautes Schiff ist, sollen - so ihr ursprünglicher Plan - ja zwei werftneue Schiffe folgen. Bleibt es auch dabei?

Vogel: Wir sammeln zunächst unsere Erfahrungen und sehen uns natürlich ganz genau an, wie unsere Kreuzfahrten angenommen werden. Bezüglich der neuen Schwesterschiffe prüfen wir alle Optionen.

Bereits vor einem Jahr haben sie eine recht klare Vorstellung ihrer Zielgruppe entwickelt. Angesprochen fühlen sollte sich vor allem die Generation der Baby-Boomer, Menschen also, die zwischen Mitte der 1950er und Ende der 1960er Jahre geboren wurden. Hat sich ihre Prophezeiung erfüllt?

Vogel: Je nach Abfahrtstermin und Route ist das recht unterschiedlich. Teilweise haben auch wesentlich jüngere und auch ältere Gäste gebucht. Aber uns kommt es auch weniger auf einen speziellen Jahrgang an. Wenn der Geist und die Idee verstanden wird, ist die „Mein Schiff” genau richtig und das Alter weniger relevant.

Und wie ist der Stand der Buchungen insgesamt?

Vogel: Der Sommer ist sehr gut gebucht, sehr viele unserer Gäste kommen übrigens aus NRW. Für die Herbst- und Wintermonate spüren wir noch eine gewisse Zurückhaltung. Wir rechnen, wie die ganze Branche, mit vielen Kurzfristbuchungen in diesem Jahr.

Gibt es eine Rabattschlacht?

Vogel: Nein, definitiv nicht. Wir wollen den Gästen an Bord alles bieten, was wir ihnen im Katalog versprochen haben. Auf dieser Basis sind unsere Preise kalkuliert und daran ändern wir nichts. Für mich ist das auch eine Frage der Glaubwürdigkeit.

Was passiert jetzt noch alles mit „Mein Schiff”, ehe es Mitte Mai in See sticht?

Vogel: Ende März ging es in die Werft, dort wird unser Konzept architektonisch umgesetzt. Also neue Balkone, ein neuer Wellness-Bereich und ganz viel Fläche und Freiraum, der zusätzlich geschaffen wird. Übrigens auch in den Service-Restaurants, die wir so gestalten, dass jeder Gast jederzeit einen Sitzplatz erhält. Ach ja, und natürlich spannen wir die Hängematten vor den Verandakabinen auf.

Die Taufe ist in Hamburg. Gibt es ein Spektakel?

Vogel: Nein, wir steigen nicht in den Wettbewerb „höher, schneller, weiter” ein. Aber es wird ein dem Anlass angemessenes Fest. Als Taufpatin konnten wir Ina Müller verpflichten, die zudem als Live-Act auf der Veranstaltung singen wird. Außerdem werden auch die Hamburger mit einer Party auf dem Fischmarkt mit in die Tauffeierlichkeiten einbezogen. Damit es für alle ein großartiges Fest wird.

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Pascal Brückmann

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Kommentare
26.03.2009
02:18
„Mein Schiff” wird kommen
von Cuewalda | #4

Wieso? der Name liegt nah: Wo ist denn Mein Schiff?
Im schlimmsten Falle am Horizont! Aber ob die Frage am Hafen auch so weiter hilft ;-)

24.03.2009
13:21
„Mein Schiff” wird kommen
von Roush | #3

Mein Schiff kommt auch irgendwann.
Allerdings ist das dann ein kleiner Flusskahn mit dem Fährmann. Dann liege ich bequem und habe jeweils einen Euro auf den Augen.

20.03.2009
12:47
„Mein Schiff” wird kommen
von theFan | #2

kleine Anmerkung: man plaziert Schlagwörter auf DEM Bug, nicht auf den.

04.03.2009
04:33
„Mein Schiff” wird kommen
von hamicha | #1

Mein´s auch.
Ab 26.4. wieder von MH -Wasserbahnhof nach Kettwig oder umgekehert.
Das kreuzt auch schonmal von dem linken zum rechten Ruhrufer- Anleger.

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