Malediven - Bald verbotenes Land statt Paradies?
05.01.2012 | 16:28 Uhr 2012-01-05T16:28:00+0100
Malediven.Hoch her geht es derzeit auf den Malediven. Die Inselgruppe im Indischen Ozean gilt eigentlich als Paradies, als Ort der Ruhe. Doch in der vergangenen Woche war es auf den 200 Atollen alles andere als ruhig. Die oppositionelle Islamistenpartei hatte die Regierung dazu aufgefordert, Wellnessbereiche und Spas von Hunderten Hotels zu schließen , da diese der Prostitution förderlich seien und somit mit dem streng sunnitischen Glauben der 400.000 Einwohner nicht einher gingen.
Die Regierung habe sich dem gebeugt, um zu zeigen, dass „der Wille des Volkes respektiert wird“, wie Staatschef Mohammed Nasheed sagte. Die Tourismusbranche reagierte empört, schließlich stellt sie mit jährlichen Einnahmen von rund 1,2 Milliarden Euro gut 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Mittlerweile hat die Regierung zurückgerudert und alle Spa-Einrichtungen wieder geöffnet – eine „Untersuchung“ hatte ergeben, dass es dort nichts zu beanstanden gäbe. Das Ganze birgt auch eine gewisse Ironie, denn viele Oppositionsmitglieder wären selbst von den Sanktionen betroffen, da viele Spa-Besitzer sind.
Kein Grund zur Sorge
Michael Caspar, deutscher Manager des Reethi Rah One & Only-Resorts auf dem Nord-Male-Atoll, sieht keinen Grund zur Besorgnis. „Bei uns ist kein Aufruhr, denn unser Spa ist nie geschlossen worden.“ Dennoch erhielt das Hotel jetzt ein offizielles Rundschreiben, dass das Spa wieder öffnen dürfe. Caspar sieht die derzeit politisch laufende Diskussion zwischen Regierung und Islamistenpartei unter einem „taktischen Charakter“. Im Dezember hatten Tausende Inselbewohner bei Protesten der Opposition „anti-islamische Aktivitäten“ im Land beklagt. Die Schließung der Wellness-Bereiche war nicht die einzige Forderung der Islamisten. Unter anderem verlangen sie ein generelles Alkoholverbot auf den Malediven sowie eine Abkehr vom Plan, Direktflüge nach Israel zuzulassen.
„Wir können uns nicht vorstellen, dass die Anweisung durchgezogen wird. So unintelligent kann keine Regierung sein“, bleibt Caspar locker und verweist auf die Wichtigkeit des Tourismus für das Land.
11:47
Die Frage sollte lauten: Tourisnus weg, und was dann? Da die Inseln sonst keine Produkte im Sinne von Rohstoffen hat und keiner mehr -bis auf eine reiche Minderheit- sich was kaufen/ leisten kann, werden sich die Gemüter vermutlich schnell wieder abkühlen. Wir können die Entwicklung beschleunigen, indem alle die Malediven konsequent meiden. Mal sehen, was passiert.
15:39
Leider kenne ich nur den Flughafen von Male und die Inseln nur aus der Luft. Sieht toll aus. Nur ein paar (leider immer mehr) "Menschen" sehen Probleme und Sex, wo keiner ist...... Schade
15:37
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18:57
So muss denn jedes Volk selbst entscheiden, was es will und was nicht. Und - es muss dann auch mit den Folgen leben lernen. Der Anstieg des Ozeans aufgrund der weiter laufenden Erderwärmung - die Gründe seien einmal dahin gestellt - wird von den Maledivis weder entschieden noch beeinflusst - aber - sie werden auch damit leben müssen, was andere - mutmasslich - ihnen da einbrocken.
Und - keine Prostitution, keine offene Homosexualität und kein Alkohol und Drogen im Hotel und dafür weiter pardisische Strände und Tauchreviere - ist das keine Alternative oder Anreiz für einen Urlaub auf den Malediven?
13:34
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13:33
Malediven, Malediven.., ist das nicht eine der Inselketten die in nicht allzu ferner Zukunft im Ozean versinken wird, wenn die Erderwärmung und das damit in Verbindung stehende Abschmelzen des „ewigen Eises“an den Polen, bzw. in Grönland so weitergeht?
Spätestens dann sind die vermeintlich sündigen Wellnessbereiche oder Spas Geschichte.
12:43
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12:24
@ Vatta
Ja, religiöse Extremisten sind überall auf dem Vormarsch. Und nicht nur islamistische. In den USA feiern protestantische Fundis fröhliche Urstände. Selbst hier in Deutschland gibt es erste Bemühungen, Kreationismus zu unterrichten - also die Idee, dass es z.B. keine Evolution gibt, sondern alle Tiere und Menschen so wie sie sind vor 4000 Jahren von Gott erschaffen wurden.
Ein anderes Extrembeispiel ist der Kindermörder aus Norwegen, der sich in der Tradition der Templer auf einem Kreuzzug für das Christentum, gegen den Islam sah.
Wir müssen wachsam sein, sehr wachsam. Und die Augen in alle Richtungen offenhalten, sonst brennen eines Tages wieder die Scheiterhaufen und wir stehen oben drauf, weil wir den Einen oder den Anderen nicht demütig genug aus der Wäsche geschaut haben.
11:59
Habe ich nur das Gefühl, dass sich in einigen Ländern die Interessen und die Machtverhältnisse in Richtung Islamisten verschieben, oder wie sieht die mittelfristige Zukunft diesbezüglich aus?
Religion ausgelebt in extremer Form ist eine Bedrohung für den Weltfrieden. Was im Mittelalter die kath. Kirche angerichtet hat, möchten wir nicht noch extremer durch den Islam erleben. Daher heißt es: rauf mit dem Bildungsstand in diesen Ländern! Solange die Bildung dort dem des Europäischen Mittelalters entspricht brauchen wir uns über Islamisten nicht zu wundern.
11:33
Es gibt doch auch andere, nicht so extreme, paradiesische Urlaubsregionen.
Zu empfehlen sind die Skandinavischen Länder - ein Genuss für alle Ruhe- und Entspannungssuchenden.
Einfach mal hinfahren und probieren.