Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Kommentar

Lippenbekenntnisse aus der Politik zum Welt-Klimagipfel

10.12.2011 | 10:30 Uhr
Lippenbekenntnisse aus der Politik zum Welt-Klimagipfel
Nichts als Lippenbekenntnisse brachte der Welt-Klimagipfel in Südafrika. Besonders bedenklich findet Kommentator Christian Leetz die von der Reiseindustrie geplante Verdopplung des Luftverkehrs bis 2030.

Durban.  Die Welt-Klimakonferenz hatte keinen Gewinner, nur einen großen Verlierer: das Klima. Außer reinen Lippenbekenntnissen wurde in Durban nichts beschlossen. Dazu ein Kommentar von unserem Reise-Redakteur Christian Leetz.

Als die 17. Welt-Klimakonferenz in Südafrika zu Ende ging, stand der Verlierer schon längst fest – unser Klima. Die 20.000 Delegierten aus 191 Ländern bewiesen einmal mehr ihre Unfähigkeit, an einem Strang zu ziehen. Ganz anders die Reiseindustrie: Allein die Fluggesellschaften Europas streben bis 2030 eine Verdopplung des Luftverkehrs an.

Aus klimapolitischer Sicht der totale Wahnsinn – aber sowohl der Großflughafen Berlin-Brandenburg als auch die vierte Landebahn in Frankfurt werden und wurden mit millionenschweren Subventionen der regierenden Parteien vorangetrieben. In NRW wäre es nicht anders. Was auch immer also in Durban beschlossen wurde – alles nur Lippenbekenntnisse.

Ziele mit langer Fluganreise werden intensiv beworben

Auch die Tourismusindustrie glänzt mit Scheinheiligkeit: Kein Chef eines Reisekonzerns wird müde zu betonen, dass doch gerade die Tourismus-Industrie an einer intakten Umwelt interessiert sei. Saubere Luft und Ozeane seien doch das, was sich der Kunde im Urlaub wünscht.

Es sei also ureigenstes Interesse, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen. Gleichzeitig aber haben die Großen im Geschäft das Jahr 2012 zum „Fernreisejahr“ ernannt. Heißt: Besonders Ziele mit langer Fluganreise werden intensiv beworben. Echtes Engagement sieht anders aus.

Nachhaltiges Reisen ist nicht immer teurer

Und trotzdem: Es blüht ein zartes Pflänzlein Nachhaltigkeit im Reisesektor . Oft sind es Nischenveranstalter, die sich wirklich engagieren. Im Forum „anders Reisen“ zum Beispiel haben sich 130 Veranstalter zusammengeschlossen, die ausschließlich nachhaltige Angebote in ihren Katalogen haben. Bei den Konzernen marschiert die TUI mit einem eigenen Umwelt-Management zumindest auf dem Papier vorweg. Jetzt sind die Verbraucher gefragt.

Werden mehr „grüne“ Reisen gebucht, steigt automatisch auch das Angebot. Und nachhaltiges Reisen ist oft noch nicht einmal teurer als die gewöhnliche Katalogreise – bietet aber oftmals viel mehr. Auch für kommende Generationen.

Christian Leetz


Kommentare
Spezial
Mit dem Hund auf die holländischen Nordseeinseln
Anzeige
Urlaub

Vierbeiner sind auf den holländischen Inseln Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog herzlich willkommen. Hundefreundliche Strände und Strandpavillons, viele Wander- und Waldwege und auf Haustiere ausgerichtete Unterkünfte machen den Urlaub mit dem Hund hier besonders angenehm.

Holland-Freunde aufgepasst!
Anzeige

Ab sofort könnt ihr bei unserer „Pimp Your Bike“ Aktion einen mehrtägigen Hollandurlaub (im Wert von 649,- Euro) oder auch zwei hochwertige Koga Fahrräder (im Wert von je 999,- Euro) gewinnen. Einfach euren alten Drahtesel fotografieren, per Mail einsenden und Daumen drücken. Mehr Infos hier!

Genussradeln auf der sonnigen Südseite der Alpen
Anzeige

Wer genussvolle Begegnungen in einer traumhaft schönen Berge-Seen-Landschaft sucht, sich auf aktive Entspannung und grenzenloses Entdecken freut und seinen Urlaub ganz nach dem Motto „Lustvoll leben und gelassen genießen“ verbringen möchte, ist in Kärnten richtig.

Finnlines
Anzeige
Reise
Die Reederei Finnlines ist aktuell der einzige Anbieter von direkten Fährverbindungen von Deutschland nach Finnland.  Das Anbord-Konzept bei Finnlines ist wie Urlaub im hohen Norden selbst: Ruhig und entspannt! Ganz bewusst verzichtet Finnlines auf Unterhaltungsshows, Animation und Entertainment.
Korfu aktiv entdecken
Anzeige
Reise
Wikinger-Reisen, der Aktivreiseveranstalter, zeigt Ihnen Korfus schönste Plätze!
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

 
Fotos und Videos
Soldatenfriedhöfe in Nordfrankreich
Bildgalerie
Fotostrecke
Wallfahrt nach El Rocío
Bildgalerie
Fotostrecke
Katowice im Wandel
Bildgalerie
Fotostrecke
Familie Bach in Thüringen
Bildgalerie
Fotostrecke