Lawinengefahr in deutschen Alpen nicht zu unterschätzen

Verschneites Tal in der Schweiz. An mehreren Orten in den Alpen haben Lawinen Menschen in den Tod gerissen. 
Verschneites Tal in der Schweiz. An mehreren Orten in den Alpen haben Lawinen Menschen in den Tod gerissen. 
Foto: Peter Klaunzer
Was wir bereits wissen
Auch in den bayrischen Alpensollte die Lawinengefahr nicht unterschätzt werden. Wie man sich richtig verhält erklärt der Deutsche Alpenverein.

München.. Kurz vor Ostern herrscht in den bayerischen Alpen wegen starker Regenfälle große Lawinengefahr. Wer über die Feiertage noch in den Winterurlaub aufbricht, sollte entsprechend vorsichtig sein. Von Lawinenabgängen sind besonders Skifahrer und Snowboarder bedroht, die abseits der ausgewiesenen Pisten unterwegs sind. Der Deutsche Alpenverein (DAV) erklärt, was wichtig ist:

- Die richtige Ausrüstung mitnehmen: In jeden Rucksack gehören ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), eine Sonde und eine Schaufel - das ist der absolute Standard. Der Lawinen-Piepser weist auf die Lage des Verschütteten hin. Eine schnelle Ortung ist aber erst mit einer Lawinensonde möglich. Die Schaufel braucht man zum Ausgraben.

- Über die Tourenbedingungen informieren: Das Studieren des Lawinenlageberichts gehört neben der Wetterkunde zur Planung jeder Tour abseits der ausgewiesenen Pisten. Es reicht aber nicht, bloß die Warnstufe zu kennen. Wichtig ist auch zu wissen, wovon die Gefahr ausgeht: Welche Hänge sind besonders gefährdet? Und in welcher Höhenlage? Derzeit ist unterhalb von 2000 Metern mit Lawinen vor allem aus den noch schneereichen Schattenseiten der Bergkämme zu rechnen, teilt die Lawinenwarnzentrale Bayern mit.

- Die eigene Erfahrung berücksichtigen: Je höher die Warnstufe ist, umso größer müssen das eigene Können und die Erfahrung sein. Eine angemessene Selbsteinschätzung entscheidet maßgeblich über das sichere Gelingen einer Skitour oder Freeride-Abfahrt. (dpa)