Kind stirbt auf Fähre mit vielen Touristen in Thailand

Der Motor der Fähre, die vor der thailändischen Ferieninsel Phuket unterwegs war, ist explodiert.
Der Motor der Fähre, die vor der thailändischen Ferieninsel Phuket unterwegs war, ist explodiert.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Auf einer mit vielen Touristen besetzten Fähre zwischen Krabi und Phuket in Thailand ist der Motor einer Fähre explodiert. Ein Kind starb.

Phuket.. Bei einem Fährunglück vor der thailändischen Ferieninsel Phuket ist ein zwölfjähriges Mädchen aus Israel ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen, darunter Dutzende Touristen, wurden gerettet, nachdem die Fähre "Ao Nang Princess 5" zwischen den Ferienregionen Krabi und Phuket in Brand geraten und gesunken war, berichtete die Polizei am Donnerstag. Das Mädchen war mit seiner Familie zum Urlaub in Thailand.

Deutsche Touristen nicht an Bord

Nach ersten Erkenntnissen war niemand aus Deutschland an Bord, wie aus diplomatischen Kreisen verlautete. Das Nachrichtenportal "Phuketwan" berichtete von Passagieren unter anderem aus China, Ungarn, Ägypten, der Ukraine und Litauen. Die Angaben konnten nicht geprüft werden, da keine Passagierliste veröffentlicht wurde.

Überlebende Touristen sprachen von Panik und Chaos an Bord. Es habe am Mittwoch einen lauten Knall gegeben, nach verbranntem Gummi gerochen und starke geraucht. Das Feuer habe sich in Windeseile ausgebreitet. "Der Brand brach im Maschinenraum aus", sagte der Polizeisprecher. "Wir werden das Wrack heben, um der Ursache auf den Grund zu gehen." Es wird in etwa 20 Metern Tiefe vermutet.

Touristen mussten um Schwimmwesten bitten

"Die Crew hat keine Anweisungen gegeben", sagte eine Passagierin aus London laut Nachtrichtenportal. "Wir mussten um Schwimmwesten bitten." "Bis auf zwei Leute sprang die gesamte Mannschaft und überließ die Passagiere ihrem Schicksal", zitierte das Portal einen anderen Briten.

Weil alle aufsprangen, seien die Eingänge verstopft gewesen. Passagiere hätten Fenster eingeschlagen. Es sei sofort unerträglich heiß geworden. Die Leute seien vom Deck aus zu Dutzenden ins Wasser gesprungen. Fischerboote und andere Fähren waren schnell zur Stelle und nahmen die Schiffbrüchigen an Bord.

Die Zwölfjährige war offenbar kurz vor dem Unglück zur Toilette gegangen. Ein Überlebender berichtete, dass der Vater vergeblich versuchte, die Tür zu der Toilettenkabine zu öffnen. Die Familie aus Israel machte mit drei Kindern Urlaub in Thailand. Die anderen wurden gerettet. (dpa)