Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Ägypten

Kairo: Metropole der Gegensätze

01.02.2008 | 12:28 Uhr
Blick vom Cairo Tower auf das nächtliche Kairo und...
Blick vom Cairo Tower auf das nächtliche Kairo und...

Eine Bilder-Reise durch die chaotische und geschichtsträchtige Millionenstadt am Nil.

Wer Kairo nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen. Ihre Erde ist aus Gold, ihr Nil ist ein Wunder, ihre Frauen sind wie schwarzäugige Jungfrauen, ihre Häuser sind Paläste, ihre Luft ist weich und duftend wie Aloeholz. Und wie könnte Kairo anders sein, ist es doch die Mutter der Welt.“

So verheißen die Geschichten aus Tausend und einer Nacht. Zugegeben: Zum Duft von Aloeholz mischen sich heutzutage in Kairo auch andere Eindrücke, wie es bei einer Stadt mit ca. 15 Millionen Einwohnern nicht anders denkbar ist.

Doch auch zwei Jahrtausende nach Entstehung der Geschichten aus 1001 Nacht übt die größte Stadt der arabischen Welt einen einzigartigen Reiz auf Besucher aus allen Teilen der Welt aus.

Zur Einstimmung auf die Kultur Ägyptens kommt man um einen Besuch des Ägyptischen Museums nicht herum. Es besitzt die größte und bedeutendste Sammlung pharaonischer und byzantinischer Kunst und beeindruckt mit Kult- und Gebrauchsgegenständen aus fünf Jahrtausenden. Kenner sagen, man brauche 365 Tage, um die kompletten Kunstschätze des Museums angemessen zu würdigen. Belohnt wird aber auch, wer sich fürs Erste mit den Grabbeigaben Tutanchamuns begnügt – darunter der 225 Kilogramm schwere Goldsarg, Schmuckstücke und Goldmasken – und die bis zu 4000 Jahre alten Mumien auf sich wirken lässt. Auch der beeindruckende Gebäudekomplex des Museums verdient mehr als einen flüchtigen Blick.

Nach der ersten Tuchfühlung mit dem Erbe der Pharaonen, stehen die 4500 Jahre alten Pyramiden von Gizeh auf dem Programm, die weltberühmten Grabstätten der Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos. Kairo aber hat noch mehr zu bieten als Gräber, die auf 50 Jahrhunderte zurückblicken: Die chaotische Metropole am Nil lockt mit beeindruckenden Sakralbauten islamischer und koptischer Tradition. Berühmt sind die Alabastermoschee in der Zitadelle von Kairo und die 879 n. Chr. errichtete Ahmed-ibn-Tulun-Moschee. Sie  ist nicht nur die größte Moschee Kairos; weltweit wird sie nur von der Moschee Hassan II in Casablanca und dem Heiligtum in Mekka überragt.

Unter den mehreren hundert Moscheen zählen die Ibn-Tulun-Moschee sowie die im 10. Jahrhundert errichteten Azhar- und Al-Hakims-Moscheen  zu den bekanntesten. Sultan Salah ad-Din ließ  um 1176 n. Chr. die Zitadelle im östlichen Teil der Stadt auf einer Anhöhe bauen. Ihre verzierten Gebäude sind heute fester Bestandteil der Silhouette Kairos. Von den beiden Moscheen in der Zitadelle sticht die Mohammed-Ali-Moschee deutlich durch ihre mehrstöckigen Kuppeln und ein Doppelminarett hervor.

Der Metro-Station Mar Girgis gegenüber befindet sich die „Hängende Kirche“ Kanisa Mu'allaqa. Diese Bezeichnung verdankt sie ihrer Lage oberhalb des Eingangs zu einem römischen Fort, was optisch einen 'hängenden' Eindruck vermittelte. Die Kirche wurde im 4. Jahrhundert gebaut und der Jungfrau Maria geweiht. Im 7. Jahrhundert wurde sie schließlich zum Bischofssitz. Nach Zerstörung im 9. und Wiederaufbau im 11. Jahrhundert wurde Kanisa Mu'allaqa zum Sitz des koptischen Patriarchen erhoben und bietet sich heutigen Besuchern mit einer Fassade aus dem 19. Jahrhundert dar.

Kulinarisch hat Kairo übrigens weitaus mehr zu bieten als Fladenbrot: Zu den lokalen Spezialitäten gehört eine große Auswahl an Vorspeisen (mezze), die dem Gast auf kleinen Tellern gereicht und nach Landessitte mit dem Fladenbrot statt Besteck (aiesh balladi) verzehrt werden. Unter den mezze finden sich häufig auch 'tamaya' oder Gemüsefrikadellen sowie'ful', ein Bohnenbrei. Während Schweinefleisch für Muslime und Kopten gleichermaßen tabu ist, wird das Fleisch von Rind, Huhn und Lamm vorwiegend auf offenem Feuer gegrillt. Oder es brutzelt zur Zubereitung von 'kebab' oder den Hackfleischbällchen 'kofta' im Ofenrohr.

Leicht und schmackhaft ist auch die Fischküche von Mittelmeer und Rotem Meer. Je nach Küstenregion verschieden zubereitet, landen dort Garnelen, Hummer, Krabben, Tintenfische und Barrakudas auf den Tellern.

Infos:  Ägyptisches Fremdenverkehrsamt,  Kaiserstraße 66, D-60329 Frankfurt/M., Tel: 069/25 21 53, 25 23 19, Fax: 069/23 98 76, E-Mail:  staatlich@aegyptisches-fremdenverkehrsamt.de , Internet: www.touregypt.net 

Reise Journal

Empfehlen
Neueste Fotostrecken aus dem Ressort
Orangenschlacht an Karneval
Bildgalerie
Brauchtum
Polarlichter in Skandinavien
Bildgalerie
Natur
Havarierte "Costa Concordia"
Bildgalerie
Unglück
Weihnachtsdorf in Rovaniemi
Bildgalerie
Weihnachten
Weihnachtsdorf in Rovaniemi
Bildgalerie
Weihnachten
Populärste Fotostrecken aus dem Portal
Die wichtigsten Fotos der Woche
Bildgalerie
Bilder des Tages
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Abriss des RWE-Stadions
Bildgalerie
RWE
Musiker im ESC Finale
Bildgalerie
ESC 2012
Tanz-Queen Magdalena Brzeska
Bildgalerie
Let's Dance
Neueste Fotostrecken aus dem Portal
Über 500 Sportler beim Borsig-Meeting
Bildgalerie
Leichtathleten
Musik und Sonne pur
Bildgalerie
Moers Festival
Schweden gewinnt ESC
Bildgalerie
Fotostrecke
Deutschland patzt vor EM
Bildgalerie
DFB-Team
Super Sommerwetter lockte tausende ins Bremenstadion
Bildgalerie
Spax Cup 2012 Samstag
Facebook
 
Kommentare
13.02.2008
16:25
Kairo: Metropole der Gegensätze
von Statist | #1

Warum wird nicht mal über die negativen Seiten geschrieben?
In den Prospekten ist alles nur schön Malerei.
Was sich jetzt entlang des Nils abspielt von Abu Simbel bis Kairo,mit ihren Tempeln und Reiseunternehmen ist doch manchmal der nackte HORROR

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1587770/create

Aus dem Ressort
Die Hälfte der Züge im Bahn-Fernverkehr bleibt leer
Bahn
Die Bahn will ihre Auslastung steigern: Sie liegt im Fernverkehr derzeit bei 48 bis 49 Prozent. Zweites Problem: Derzeit sind die Züge zwar pünktlich wie nie - jedenfalls nach Darstellung des Unternehmens. Das wird aber mittelfristig kaum so bleiben, sagt Bahnchef Grube
Massentourismus fordert Tote am Everest
Nepal
Am höchsten Berg der Welt ist erneut ein Deutscher gestorben. In der letzten Woche kamen vier Menschen, darunter ein deutscher Arzt und ein 69-jähriger Bergsteiger aus Bayern ums Leben. Experten kritisieren den Massentourismus am höchsten Berg der Welt.