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Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool

29.04.2013 | 17:13 Uhr
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
Statt die Natur zu genießen, springen Jugendliche lieber vom Balkon in den Pool.Foto: Ingram Publishing

Palma de Mallorca.   Auf den spanischen Urlaubsinseln stürzen sich immer wieder betrunkene Touristen in die Tiefe. Regelmäßig müssen die Sanitäter in den touristischen Partyzentren Spaniens ausrücken, weil junge betrunkene Touristen mit zerschmettertem Körper in den Hotelanlagen gefunden werden. Einige überleben schwer verletzt.

Sie glauben, dass sie fliegen können. Und deswegen springen manche nach einer durchzechten Nacht vom Hotelbalkon Richtung Swimming-Pool. Regelmäßig müssen die Sanitäter in den touristischen Partyzentren Spaniens auf Mallorca, Ibiza oder auch an der Costa Brava ausrücken, weil junge betrunkene Touristen mit zerschmettertem Körper in den Hotelanlagen gefunden werden. Einige überleben schwer verletzt. Andere müssen im Sarg die Heimreise antreten.

Wie nun ein 35-jähriger Deutscher, der in Cala Rajada im Nordosten Mallorcas nach einer durchzechten Nacht zu Tode kam. Der Urlauber wurde tot im Hotelhof gefunden. Er war aus dem zweiten Stockwerk in die Tiefe gestürzt. Da es offenbar keine Zeugen gibt, kann die Polizei bisher nur vermuten, dass es sich um einen neuen Fall von „Balconing“ handelt. Mit dieser englischen Wortbildung wird die Serie von Balkon-Todesdramen bezeichnet, welche die Hoteliers zunehmend besorgen.

Niemand redet auf Mallorca gerne über dieses Thema. Aus Angst, mit Negativ-Schlagzeilen das schöne Urlaubsimage anzukratzen. Aber es ist kein Geheimnis, dass es jedes Jahr Dutzende Balconing-Unfälle gibt. Einige Übermütige rutschen ab, wenn sie versuchen, von Balkon zu Balkon zu klettern. Oder sie verlieren volltrunken auf der eigenen Terrasse das Gleichgewicht und kippen übers Geländer. Andere versuchen tatsächlich im umnebelten Zustand, aus großer Höhe in den Pool zu springen – in der Internetplattform YouTube zirkulieren sogar Videos von „Balkonspringern“.

Jugendliche sind „völlig außer Kontrolle“

„Ich habe schon alles gesehen“, berichtet ein Hotelangestellter in Mallorcas Urlaubs-Hochburg Magaluf. „Wir haben am nächsten Morgen leblose Leute auf dem Vordach gefunden. Oder auf Autodächern.“ Auch auf dem Betonboden neben dem Pool. Manche junge Gäste, die vollgepumpt mit Alkohol und Drogen nachts ins Hotel zurückkehrten, seien „völlig außer Kontrolle“. Oft sind es junge Deutsche oder Briten, die für Probleme sorgen. Was schlicht daran liegt, dass Deutschland und Großbritannien die größten Urlauberheere nach Spanien schicken.

Aber nicht nur auf den Vergnügungsmeilen Mallorcas ereignen sich immer wieder „Balconing“-Todesfälle. Auch von der Partyinsel Ibiza, der Kanaren-Insel Teneriffa und aus den Costa-Brava-Orten Lloret de Mar und Salou an der Mittelmeerküste werden jedes Jahr tödliche Balkondramen gemeldet.

Reiseveranstalter informieren

Nun versuchen Reiseveranstalter und Behörden mit Informationskampagnen gegenzusteuern. Vor allem Großbritannien ist bei der Aufklärung sehr aktiv. In einem Video des britischen Reiseverbandes ABTA und des Außenministeriums in London berichtet sogar ein Balkon-Opfer namens Jake Evans über seinen Albtraum. Jake überlebte einen Sturz aus dem siebten Stock in Magaluf nur, weil ein Sonnenschirm seinen Aufprall etwas bremste.

Ralph Schulze



Kommentare
01.05.2013
12:13
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Name von Moderation entfernt | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.04.2013
21:33
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
von gatagorda | #10

Wer sich mit Alk und anderen Drogen derart zsudröhnt und dann vom Balkon springt, ist es doch selbst schuld. Mitleid hab ich mit den Typen keines, allenfalls mit deren Hinterbliebenen.

30.04.2013
20:46
?
von udmay1 | #9

und bevor jemand schreibt ich könnte eine andere zeitung lesen.
welche regionale hat der verlag nicht aufgekauft?

hallo waz,hier draußen gibts wirklich noch denkende menschen
und die leute die ihr mit solchen artikeln anzusprechen versucht wissen nicht was ein printmedium ist

sind eure schreiber auch leserreporter? oder haben die alle die haare schön?

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #9-1

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30.04.2013
20:24
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
von udmay1 | #8

na ja wenigstens "geißelt" der bericht dummheit als drama.

gott ne,da hab ich jahrelang die 4buchstabenzeitung verflucht
jetzt erlange ich das gleiche mit 3
das ist gelebter fortschritt :)

30.04.2013
18:38
Sprung vom Balkon in den Hotelpool .....
von vonStransky | #7

..... ist eine moderne Form der Evolution. Die kräftigeren und glücklicher landenden Springer überleben dabei - leider sind es dadurch immer noch nicht die Schlauen.Aber - was kann man auch anderes von Leuten erwarten, denen medial per Qualitätsprodukten wie der BLÖD-zeitung oder per Dauerberieselung mit "privaten" TV-Sendern regelrecht das Hirn verödet wurde.

30.04.2013
18:00
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
von wohlzufrieden | #6

Da steigen ja die Unfallzahlen geradezu sprunghaft an...Vielleicht hatten die ja das Sprungbrett vom Pool schon vor dem Sprung vor dem Kopf...

30.04.2013
16:38
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
von Emagic | #5

Wer auf so einen Unfug kommt, muß die Konsequenzen tragen -;- Da wird wohl alle Initiative zur Vorbeugung nichts nutzen. Wenn die Leute berauscht sind, setzt sicherlich das normale Denken aus. So traurig das ist, das sind doch alles selbst verschuldete Unfälle ..... Keiner hat sie dazu gezwungen und die Hoteliers können sicher nicht dazu verdonnert werden ihre Balkons zu vergittern.

30.04.2013
16:23
Jugendliche sterben BEIM SPRUNG vom Balkon in den Hotelpool
von Boisfeuras | #4

Wer beim Sprung bereits stirbt, spürt den Aufprall nicht mehr. Journalismus vom Feinsten eben, wie schon #1 richtig festgestellt hat.

30.04.2013
11:52
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
von Knuddelkater | #3

...Anwärter auf den Darwin-Award ?

1 Antwort
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
von ferdi23 | #3-1

War auch mein erster Gedanke. Blöd, dass es keine entsprechende App für das I-Phone gibt.

29.04.2013
23:17
Jugendliche sterben beim Sprung vom Balkon in den Hotelpool
von lwbo | #2

Als mahnendes Beispiel auf einem Haufen liegen lassen !!!

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