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Jeder Passagier der "Costa Concordia" soll 11.000 Euro Entschädigung erhalten

27.01.2012 | 11:49 Uhr
Jeder Passagier der "Costa Concordia" soll 11.000 Euro Entschädigung erhalten
Die Passagiere des havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" sollen Entschädigungszahlungen erhalten.Foto: reuters

Rom.  Traumata, Tränen, verlorenes Gepäck: Der Kreuzfahrt-Anbieter Costa Crociere bietet jedem Passagier des havarierten Kreuzfahrschiffes "Costa Concordia" 11.000 Euro Entschädigung. Zudem sollen die Passagiere 3000 Euro für die Reisekosten zurückerstattet bekommen.

Die Reederei der vor zwei Wochen havarierten Concordia" hat sich mit einer Vereinigung von Passagieren auf die Zahlung von Schadenersatz geeinigt. Wie die italienische Verbraucherschutzorganisation Adoc, die an der Seite der Schiffbrüchigen mit Costa Crociere verhandelt hatte, am Freitag mitteilt, soll jeder Passagier 11.000 Euro Schadenersatz sowie 3000 Euro für den Reisepreis und die Rückreisekosten erhalten.

Diese Regelung gelte für rund 3000 der 3200 Passagiere aus 60 Ländern, teilte die Organisation mit. Die Hinterbliebenen der Opfer und die Verletzten sollen demnach gesondert entschädigt werden.

Die italienischen Verbraucherschützer sprachen von einem "historischen Abkommen", der einer "dramatischen Angelegenheit" ein Ende setze. Zugleich lobte Adoc, dass bei der Entschädigungszahlung kein Unterschied zwischen der sozialen Herkunft und den Heimatländern der Passagiere gemacht werde. "Wir schätzen, dass rund 85 Prozent (der Passagiere) der Einigung zustimmen", teilte Adoc mit. Costa Crociere drohen also weiterhin Klagen, auch von deutschen Urlaubern.
 

Reederei weist Schuld an Manöver von sich

An Bord des Kreuzfahrtschiffs waren etwa 3.200 Menschen. Bis Donnerstag wurde der Tod von 16 Menschen bei dem Unglück bestätigt. Zuletzt wurde am 15. Januar ein Mensch lebend von der "Costa Concordia" geborgen. Das Schiff war am 13. Januar vor der Insel Giglio auf Grund gelaufen und gekentert.

Derweil wies die Reederei des Kreuzfahrtschiffes die Verantwortung für die Havarie zurück. Kapitän Francesco Schettino habe nicht die Erlaubnis gehabt, die Route der "Costa Concordia" zu ändern, zudem sei er mit 16 Knoten viel zu schnell unterwegs gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende Pier Luigi Foschi.

Havarierte "Costa Concordia"

(afp/dapd)

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