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Hochwasser bremst in Teilen Deutschlands auch Radurlauber aus

09.06.2013 | 08:45 Uhr
Hochwasser bremst in Teilen Deutschlands auch Radurlauber aus
Das Hochwasser bremst auch Radurlauber aus.Foto: dpa

Bremen.  Die Hochwassser-Katastrophe in Teilen Deutschlands hat auch Auswirkungen auf die Tourismus-Branche. So sind einige Radwanderwege an Hochwasser-Flüssen überflutet und nicht zu benutzen. Wegen Unterspülungen der Radwege kann es noch länger dauern, bis alle Wanderwege wieder befahrbar sind.

Das Hochwasser macht auch Radurlaubern zu schaffen: Mehrere Fernradwege sind derzeit streckenweise nicht befahrbar. Betroffen sind vor allem die Routen entlang Elbe, Donau und Mulde sowie der Oder-Neiße-Radweg, sagt Wolfgang Richter vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Informationen zum aktuellen Stand auf einzelnen Teilstrecken erfragen Urlauber am besten bei regionalen Tourismusverbänden: "Die kennen die Abschnitte am besten".

Eine Liste der Tourismusverbände der Bundesländer hat der Deutsche Tourismusverband (DTV) unter online gestellt. Eine interaktive Karte mit regionalen Anlaufstellen bietet die Deutsche Zentrale für Tourismus unter - dort müssen Surfer unter dem Menüpunkt "Reise Informationen" den Punkt "Touristinformation" anklicken.

Hinweise zu einzelnen Abschnitten der Elbe

Auch die Webseiten der Radwege bieten Informationen zur aktuellen Situation. Auf der Homepage des Elbe-Radwegs finden Touristen zum Beispiel Hinweise zu den einzelnen Elb-Abschnitten. In einigen Gebieten wie Dessau-Roßlau und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge herrscht Katastrophenalarm. Die Radwege in den Gebieten Elbsandsteingebirge, Dresden, Meißen, Riesa und Torgau sind überflutet.

 In Richtung Nordsee ist die Situation hingegen entspannter, Radfahrer müssen dort mit weniger Einschränkungen wegen Hochwasser rechnen. Eine Ausnahme ist der Raum Hitzacker: Dort können Urlauber den Elbe-Radweg derzeit beidseitig nicht befahren. Achtung gilt auch beim Überqueren der Flüsse: In Dresden sind derzeit alle Elbfähren außer Betrieb. Auch in Schnackenburg fahren die Fähren nicht, warnt Richter. Das sei für Radfahrer besonders wichtig, wenn sie Unterkünfte auf der anderen Flussseite gebucht haben.

Dauer der Einschränkungen noch nicht absehbar

Informationen zur Donau finden Radfahrer auf www.deutsche-donau.de. "Aufgrund des Hochwassers in den letzten Tagen wurde der Donauradweg schwer beschädigt", hieß es dort am Mittwoch. So ist zum Beispiel die Strecke zwischen Günzburg und Reisensburg überflutet und wurde von der Feuerwehr gesperrt. Auf den Webseiten des Muldental-Radweg und des Oder-Neiße-Radwegs stehen momentan noch keine Informationen zum Hochwasser. In diesem Fall empfiehlt Richter, die dort aufgelisteten Tourismusverbände zu kontaktieren. Dazu zählen zum Beispiel Tourismus Region Anhalt-Dessau-Wittenberg oder der Tourismusverband Seenland Oder-Spree.

Wie lange Urlauber noch mit Einschränkungen auf den Radwegen rechnen müssen, sei noch nicht abzusehen, sagt Richter. Wenn das Wasser abfließt, müssen die Einsatzkräfte zunächst Schlamm und Treibgut von den Wegen räumen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Wege vom Wasser unterspült wurden. Dann dauert es noch länger, bis Touristen den Radweg wieder nutzen können. (dpa/tmn)



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