Heimatliebe

Nachmittags um vier in einer kleinen Eckkneipe irgendwo nahe der Altstadt von Havanna.
Nachmittags um vier in einer kleinen Eckkneipe irgendwo nahe der Altstadt von Havanna.
Foto: Contzen
Was wir bereits wissen
Mona ist unterwegs in Havanna – und trifft auf Heimatliebe.

Nachmittags um vier in einer kleinen Eckkneipe irgendwo nahe der Altstadt von Havanna: Über den eingebauten Kühlschränken aus den 50er-Jahren prangt ein St.-Pauli-Aufkleber, etwas weiter abseits hängt das obligatorische „Che“-Bildchen, in den Regalen dahinter steht eine ganze Batterie an verschiedenen Rum-Sorten – vom Billigfusel aus der Plastikflasche bis zum guten „Havanna Club“.

Alexej ordert aus der Plastikflasche und erzählt, sein Name habe irgendwas mit Gorbatschow zu tun. Politischer wird es auf Kuba kaum. Ob mir das Land gefalle, fragt er. Klar, sage ich. Das einzigartige Retro-Flair, das Authentische, die lebenslustigen Kubaner – „me gusto mucho“.

Ob ihm Kuba denn auch gefalle, frage ich, und erwarte ein Loblied auf Fidel oder Klagen über die schlechte Wirtschaftslage. Je nachdem. Alexej grinst. „Kuba ist meine Heimat“, sagt er und greift noch einmal zur Plastikflasche.

Ihre
Mona