Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Winter

Großer Ansturm beim Alstereisvergnügen in Hamburg

14.02.2012 | 11:45 Uhr
Großer Ansturm beim Alstereisvergnügen in Hamburg
Am Wochenende fand auf der Eisdecke des Binnengewässers im Herzen Hamburgs das erste Alstereisvergnügen seit 15 Jahren statt. Foto: dapd

Hamburg/Hannover.  Hunderttausende Besucher zogen die Eispartys in Norddeutschland am Wochenende an. In Hamburg tummelten sich 500.000 Ausflügler beim Alstereisvergnügen während sich in Hannover rund 150.000 Menschen auf den Maschsee drängelten.

Die Eispartys im Norden haben am Wochenende Hunderttausende Besucher angezogen. Der größte Ansturm herrschte am Samstag mit geschätzten 500.000 Ausflüglern beim Hamburger Alstereisvergnügen. In Hannover drängelten sich am Samstag und Sonntag insgesamt etwa 150.000 Menschen auf dem Maschsee. Auf dem nahe gelegenen Steinhuder Meer wurden für diesen Zeitraum 80.000 Besucher geschätzt.

Die Sanitäter hatten mit der Versorgung von Verletzten allerhand zu tun. Auf der zugefrorenen Außenalster in Hamburg gab es ein großes Gedränge und zahlreiche Krankentransporte. Die Feuerwehr verzeichnete von Freitag bis Sonntag rund 265 Hilfseinsätze, wie ein Sprecher am Sonntagnachmittag sagte. Mindestens 120 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das glatte Eis führte zu vielen Stürzen und somit zu Knochenbrüchen oder Prellungen.

Im Voraus waren zu dem ersten offiziellen Alstereisvergnügen seit 15 Jahren eine Million Besucher erwartet worden. Der U-Bahn-Verkehr wurde eigens dafür verstärkt. Imbiss- und Getränkestände am Ufer sorgten für Volksfestatmosphäre. Sogar eine mobile Sauna mit Freiluft-Whirlpool gehörte zum Angebot.

Großer Andrang auch in Hannover

In Hannover war der Andrang auf dem größten Binnensee der Stadt, dem Maschsee, ebenfalls groß. Die Besucher wichen teilweise auf die benachbarten kleineren Teiche aus, sagte ein Polizeisprecher. Es war das erste Mal seit 2009, dass die Stadt den zugefrorenen See für Eisläufer freigegeben hatte. "Es war ein großer Spaß für viele Menschen", sagte ein Stadtsprecher zum Abschluss.

Die Sanitäter des Roten Kreuzes brachten am Wochenende 41 Menschen ins Krankenhaus und versorgten weitere 60 Verletzte am Ufer, wie ein Sprecher am Sonntagnachmittag sagte. Ob der Maschsee weiterhin betreten werden darf, soll jeweils nach den Eismessungen in den kommenden Tagen entschieden werden.

Temperaturen sollen leicht steigen

In der Region Hannover zogen das Eisfest und die Deutschen Meisterschaft im Eissegeln viele Touristen ans Steinhuder Meer. Geschätzte 80.000 Menschen schlitterten von Steinhude bis Mardorf über das Eis, sagte der Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH, Willi Rehbock. "Wir sind sehr zufrieden", resümierte er am Sonntag.

Skifahrer kamen auch im Harz auf ihre Kosten. An der Wurmberg-Seilbahn in Braunlage gab es wegen des Andrangs von rund 2.000 Menschen am Samstag lange Wartezeiten. Optimale Bedingungen für eine Ski-Abfahrt herrschten ebenso am nördlichsten Skilift Deutschlands im schleswig-holsteinischen Schönwalde, wie Betreiber Horst Schnoor sagte. Möglicherweise war das Wochenende für Winterfans die vorerst letzte Gelegenheit auf einen Eisspaziergang. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes erwarten für die kommenden Tage leicht steigende Temperaturen sowie gefrierenden Regen. (dapd)

Eiszeit auf Flüssen und Kanälen

 

Von Karina Scholz

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6347913/create

Aktuelle Fotos und Videos
AIDAmar-Taufe
Bildgalerie
Leser-Aktion
Die legendäre Titanic
Bildgalerie
Titanic
James Cameron taucht ab
Bildgalerie
Rekord
Orangenschlacht an Karneval
Bildgalerie
Brauchtum
Aus dem Ressort
Die Hälfte der Züge im Bahn-Fernverkehr bleibt leer
Bahn
Die Bahn will ihre Auslastung steigern: Sie liegt im Fernverkehr derzeit bei 48 bis 49 Prozent. Zweites Problem: Derzeit sind die Züge zwar pünktlich wie nie - jedenfalls nach Darstellung des Unternehmens. Das wird aber mittelfristig kaum so bleiben, sagt Bahnchef Grube
Die Golden Gate Bridge ist das Goldene Tor ins Jenseits
Brückenjubiläum
Die berühmte Brücke in San Francisco fasziniert Millionen Menschen. Und lockt Verzweifelte aus aller Welt. Zum 75. Geburtstag der Golden Gate kehrt eine alte Frage zurück: Warum macht man es Selbstmördern hier so leicht?
Foto