Germanwings-Passagiere müssen Handy nicht mehr ausschalten

Flughafen Stuttgart
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Foto: dpa (Archiv)
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Kunden der Fluggesellschaft Germanwings dürfen ihre Handys ab März auf allen Flügen auch während Start und Landung angeschaltet lassen. Telefonate will das Unternehmen aber nicht gestatten. Eine Umfrage ergab indes, dass zwei Drittel der Deutschen gerne in der Luft Telefonieren und Surfen würden.

Köln/Bonn.. Ab März dürfen Passagiere von Germanwings auf allen Flügen Handys und andere mobile Geräte auch während Start und Landung angeschaltet lassen. Das teilt die Fluggesellschaft mit. Damit die Passagiere Tablets, Smartphones und E-Reader während des gesamten Flugs benutzen dürfen, müssen sie lediglich den sogenannten Flugmodus aktivieren. Telefonate mit privaten Mobilgeräten will das Unternehmen jedoch mit Rücksicht auf die Passagiere auch künftig nicht an Bord gestatten.

Zwei Drittel der Deutschen wollen im Flugzeug Handy nutzen

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will ihr Mobiltelefon jedenfalls auch im Flugzeug nutzen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des IT-Verbandes Bitkom ergeben. Zwei Drittel der Deutschen sprechen sich demnach dafür aus, dass Telefonieren und Surfen zumindest eingeschränkt möglich sein soll. Das übrige Drittel fordert jedoch, dass die Geräte weiter ausgeschaltet bleiben müssen. Vor drei Jahren noch hatte eine klare Mehrheit von 55 Prozent der Befragten die Handynutzung an Bord abgelehnt.


"Heute sind Handys, Smartphones und Tablets unsere alltäglichen Begleiter. Viele Menschen wollen sie unterwegs privat oder beruflich einsetzen und so die Reisezeit sinnvoll nutzen", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Technisch spricht schon lange nichts mehr für das generelle Handy-Verbot an Bord." So prüft unter anderem die US-Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (FCC), das Telefonieren während des Fluges künftig zu erlauben.

Zustimmung zum Telefonieren und Surfen im Flugzeug altersabhängig

Die Zustimmung zum Telefonieren und Surfen im Flugzeug hängt stark vom Alter ab. Während bei den 14- bis 49-Jährigen etwa drei Viertel für eine Lockerung der Bestimmungen sind, ist die Skepsis bei Älteren größer. Bei den Menschen ab 65 Jahren ist knapp die Hälfte gegen die Nutzung.


Das Marktforschungsinstitut Aris hatte im Auftrag des Bitkom 1.006 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragung ist repräsentativ. (dpa)