Germanwings-Airbus entging 2010 in Köln offenbar knapp Katastrophe
28.09.2012 | 08:12 Uhr 2012-09-28T08:12:05+0200
Berlin. Gift in der Kabinenluft? Bei Germanwings hat es im Jahr 2010 mindestens zwei Fälle von Gasaustritt gegeben. Beim Landeanflug auf den Flughafen Köln-Bonn verloren Piloten einem Bericht zufolge fast ihr Bewusstsein. Germanwings soll den Zwischenfall angeblich zunächst vertuscht haben. Am Freitag soll das Thema auf Antrag der Grünen im Bundestag debattiert werden.
Ein mit 149 Menschen besetzter Airbus 319 der Lufthansa -Tochter Germanwings ist im Dezember 2010 offenbar knapp einer Katastrophe entgangen. Beide Piloten der Germanwings-Maschine bemerkten beim Landeanflug auf Köln einen "außergewöhnlichen Geruch" und "eine deutliche Beeinträchtigung ihres körperlichen und kognitiven Leistungsvermögens", wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Bundesstelle für Fluguntersuchungen (BFU) hervorgeht. Sie hätten ihre Sauerstoffmasken aufgesetzt und "Luftnotlage" erklärt.
Germanwings-Piloten fühlten sich "surrealistisch"
Beide hätten ihre Verfassung kurz vor der Landung auf dem Flughafen Köln-Bonn "als surrealistisch und wie in einem Traum" beschrieben, hieß es. Das Radioprogramm "NDR Info" und die Tageszeitung "Die Welt" berichteten, Germanwings habe der BFU zunächst wichtige Informationen zu dem Zwischenfall vorenthalten.
Erst nachdem die Behörde Ende 2011 weitere Informationen erhalten hätte, habe die Lufthansa-Tochter die Untersuchung mit gut einjähriger Verspätung aufgenommen und nun einen Zwischenbericht erstellt.
Germanwings-Sprecher bestätigt zweiten Vorfall mit Gas im Cockpit
Wie am Freitag bekannt wurde, gab es bei der Lufthansa-Tochter 2010 mindestens noch einen zweiten Vorfalle mit Gasaustritt im Cockpit. Der Sprecher der Fluggesellschaft, Heinz Joachim Schöttes, berichtete von einem Zwischenfall in Dublin, der dem vom Dezember 2010 in Köln ähnele. Einzelheiten über den zweiten Zwischenfall nannte Schöttes nicht; er sei aber auch folgenlos für Passagiere und Besatzung geblieben.
Luftfahrtexperten sehen den Germanwings-Fall den Medienberichten zufolge vor dem Hintergrund einer seit Jahren geführten Diskussion über Giftstoffe in der Kabinenluft von Passagierflugzeugen.
Zwischenfall soll Thema im Bundestag werden
Das Thema solle am Freitag auf Antrag der Grünen auch im Bundestag debattiert werden, hieß es. Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, Langzeitmessungen zur Belastung der Kabinenluft mit Schadstoffen zu veranlassen.
Mutmaßliche Gasentwicklung an Bord eines Germanwings-Airbus beschäftigt Grüne
Der konkrete Fall bei der Fluglinie Germangwings führe die "Dramatik des Problems vor Augen", sagte der Luftfahrtexperte der Grünen-Fraktion, Markus Tressel: "Das ist eine schwere Gefahr für Leib und Leben der Menschen, die im Flugverkehr beschäftigt sind, aber auch der Passagiere. Und im schlimmsten Fall kann dies zu einem Absturz des Flugzeugs führen." (mit dapd)
13:07
So und was ist jetzt genau passiert? Gas. Woher? Welches Gas? Und warum nur im Cockpit? Also liebe Waz. Was soll diese Meldung bewirken? Panik? Fliegt bloß nicht mehr mit "Billig-Fliegern"?
Ein bisschen mehr als Worthülsen hätte ich schon erwartet.
Übigens: Was nicht so alles "im schlimmsten Fall" passieren kann, haben wir beim Flug 447 der Air France von Brasil nach Paris gesehen...
Immer diese Berichterstattung für KIKA!
11:21
Vielleicht saßen im Cockpit nur Jackie und Simon, Austauschpiloten von Great British Air, die sich bis zur Besinnungslosigkeit gestritten haben.
11:11
Da wird nichts aufgebauscht das Problem ist den Fluggesellschaften und Flugzeugherstellern seit zig Jahren bekannt , die Luft für die Druckkabinen wird über die Triebwerke angsaugt und dabei mit giftigen Bestandteilen( Nervengift) einer Getriebeflüssigkeit kontaminiert . Dazu gibt es heute im Bundestag eine Anhörung im übrigen die zweite dieser Art es gab schon mal eine Nichtöffentliche.
Warum tragen wohl Kampfpiloten permanent Sauerstoffmasken !!!!
Ah, auch WDR2 gehört ? *gg
"Warum tragen wohl Kampfpiloten permanent Sauerstoffmasken !!!!"
Na, jedenfalls nicht wegen der schlechten Atemluft. Ein Kampfjet hat keine Druckkabine und deswegen ist die Maske - übrigens nebst Kompressionsoverall - erforderlich. Bitte erst sich schlau machen, dann posten.
Ein kampfjet hat eine Druckkabine selber mal schlaumachen
Die tragen Sauerstoffmasken, weil diese Kampfjets deutlich höher fliegena als Passiermaschinen. Sollten es dann zu einem Druckabfall kommen, hätten die Piloten keine Sekunde Zeit überhaupt zu den Masken zu greifen, da man in diesen großen Höhen auf der Stelle bewusstlos werden würde. - von daher bleiben die permanent aufgesetzt.
10:55
... Hallo,
anbei fuer weitere Interessierte an diesem Vorfall
http://avherald.com/h?article=434e753b/0000&opt=0
10:14
Bei aller Ernsthaftigkeit: Da die meisten Maschinen heutzutage vollautomatisch landen, kann von "knapp an einer Katastrophe vorbei" wohl kein Rede sein. Auch ist unerklärlich, das die Piloten nach der Landung nach "Luft ringen" wenn sie Sauerstoffmasken trugen. Noch unerklärlicher, das dieses Verhalten nicht aufgefallen sein soll. Vielleicht sollte man das ganze etwas tiefer hängen, oder noch besser, fliegen...
Ihr Halbwissen ist mal wieder atemberaubend. Landungen mit dem Autopiloten, das sogenannte "Autoland" werden bei schlechter Sicht durchgeführt, da man dem Piloten nicht noch zumuten will, Landelichter zu suchen UND noch zu steuern. Landungen bei Normalsicht werden in den meisten Fällen per Hand durchgeführt.
10:13
Sie haben die Sache geheim gehalten, und es ist ja auch seitdem nichts mehr passiert.
Wahrscheinlich haben sie einfach die Zwiebeln bei der Bordverpflegung gestrichen...
10:10
"Aufbauschen" ist die eine Geschichte, Vertuschen bzw. Kleinreden die andere.
Ich denke weder das eine noch das andere ist korrekt.
Nur, wenn die "menschliche" Steuerung/Führung eines Fahrzeuges/Flugzeuges warum auch immer ausfällt, ist das eine Geschichte die nicht ohne ist...
Zum Thema Planespotter: Was hören/mitbekommen ist die eine Geschichte, diese Informationen aber weitertragen die andere, insbesondere wenn man "Fan" von irgendetwas ist;-)))))
09:51
Ach, du liebe WAZ: Haben sie wirklich so dramatische aufmacher nötig, damit sich der Ott-Normalbürger und BILD der Lage machen kann.
Da würde mein ehemaliger Deutschlehrer im Grabe rotieren, der gute Gerd aus Gerthe.
09:47
Naja, irgendwie wird da eine Mücke zum Elefanten gemacht, um das Sommerloch zu füllen. Laut WDR2-Bericht haben die Piloten direkt nach der Landung "die Cockpitfenster aufgerissen und panisch nach Luft geschnappt", einer der Piloten sei nach dem Zwischenfall sechs Monate dienstunfähig gewesen. Und das alles soll von der Öffentlichkeit unbemerkt passiert sein? Fast ständig sind passionierte Planespotter an den Airports, denen wäre das nicht durchgegangen, schon gar nicht ihren Kontakten im Flughafen. Alles in allem also ziemlich fraglich, ob das alles so passiert sein kann oder ob man mal wieder ein paar Zeilen füllen will, weil sonst wenig geschieht.
Noch etwas, was nicht passt: die Piloten haben Sauerstoffmasken aufgesetzt und sind trotzdem noch durch den Geruch belästigt worden, so dass sie benommen waren? Und haben trotzdem nach der Landung das Fenster aufgerissen? Sollte man ja eigentlich nicht brauchen, wenn man über die Masken mit Sauerstoff versorgt wird, oder? Weswegen genau war der Pilot dienstunfähig, etwa wegen einer Atemwegsvergiftung??? Langsam bin ich der Meinung, dass die Grünen mal wieder ein Lebenszeichen senden wollen, die Diskussion über "Gift in der Kabinenluft" nach diesem "außergewöhnlichen Vorfall" stelle ich mir äußerst unterhaltsam vor.
09:00
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...das ist die Zensur, die es lt. Grundgesetz natürlich nicht gibt... Willkommen in der politisch korrekten Realität. Wetten, dass diese Antwort auch gleich wieder verschwindet?
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