Für das Jugendferienwerk NRW ist die Reise zu Ende
28.02.2011 | 10:26 Uhr 2011-02-28T10:26:00+0100Essen/Duisburg. Das Jugendferienwerk NRW löst sich zum 30. September 2011 auf. Dem Verein fehlt Geld. Vor allem, weil der Landessportbund seine Förderung zurückfuhr. Die Betreuer sind empört. Einige von ihnen haben sich bereits abgespalten.
Italien, Spanien, Österreich oder gar Mexiko. Zehntausende Jugendliche flogen seit 1977 mit dem Jugendferienwerk NRW in den Urlaub. Damit ist zum Ende des Jahres Schluss. Per Mitgliederentscheid wurde die Auflösung des Vereins beschlossen.
„Das ist ein schmerzvoller Schritt“, sagt der Vorsitzende des Jugendferienwerks Dirk Mays. „Aber es gibt keine Alternative.“ In den letzten Jahren ist die Zahl der reisewilligen Jugendlichen zurückgegangen. Noch dramatischer allerdings: Der Geldfluss geriet offenbar ins Stocken. „Der Landessportbund bezuschusste uns jährlich mit 450.000 Euro. Diese Förderung ist in diesem Jahr auf 250.000 Euro gesenkt worden“, erklärt Mays. 2012 hätte es nur noch 150.000 Euro geben, so Mays – zu wenig, um den Verein mit seinen über 900 ehrenamtlichen Mitarbeitern und acht Angestellten weiterzuführen. Ihnen wurde gekündigt.
Der Landessportbund äußert sich öffentlich nicht zu dem Thema. „Diese Zahlen kommentieren wir nicht. Ich werde sie weder bestätigen noch dementieren“, sagt der Pressesprecher des Landessportbundes NRW, Stefan Formella.
Verhältnis ist zerrüttet
Das Verhältnis zwischen dem Landessportbund und Teilen des Jugendferienwerks ist zerrüttet. In Duisburg, am Sitz des Landessportbundes, ist man sauer, dass die Diskussion öffentlich wurde. Kritiker holen zum Gegenschlag aus: Probleme mit Alkohol auf Jugendreisen hätte der Verein nie in den Griff bekommen, so eine Quelle. Und weiter: In Sozialen Netzwerken würden Betreuer schreiben, dass „sie Kinder nicht alles vorschreiben wollen“.
Die Diskussion hat sich ins Internet verlagert. In einer geschlossenen Gruppe bei Facebook tauschen sich die ehrenamtlichen Helfer aus. Sie halten die Anschuldigungen des Landessportbundes für vorgeschoben. Matthias Schmidt (Name geändert) ist seit vielen Jahren beim Jugendferienwerk NRW des Landessportbundes aktiv. Er sagt gegenüber DerWesten: „Der LSB will von seinen Fehlern ablenken. Wir haben enge Grenzen beim Alkoholkonsum gezogen . Wahr ist: Wir haben keine schwarze Liste. Jugendliche, die negativ aufgefallen sind, erhalten bei uns eine zweite Chance.“ Das Jugendferienwerk habe immer die „gesamte Bandbreite von Jugendlichen abgedeckt. Vom Professoren- bis zum Problemkind.“
Noch im Dezember keine Anzeichen vom Ende
Besonders sauer sind Betreuer wie Matthias Schmidt über den Vorsitzenden des Landessportbundes, Dr. Christoph Niessen. „Noch in seiner Weihnachtsansprache 2010 hat er nichts über die Kürzung der Fördermittel für das Jugendferienwerk gesagt. Keine vier Wochen später wurde das Aus des Jugendferienwerkes vorangetrieben“, so Schmidt. Dirk Mays, Vorsitzender des Jugendferienwerkes, nimmt den LSB in Schutz. Er sagt: „Wir sind alle von der Entwicklung überrascht worden.“
Er hofft, dass der Landessportbund den Betrieb noch bis zum 30. September dieses Jahres garantiert und finanziell unterstützt. Anderenfalls droht die Insolvenz. 15 bis 20 Reisen sollen bis dahin noch stattfinden.
Viele ehrenamtliche Helfer wollen sich mit dem Ende des Jugendferienwerkes nicht abfinden. Einige von ihnen haben am 13. Februar in Essen den „Betreuerverein Jugendferienwerk des Sports“ gegründet. „Wir wollen viele schöne und gute Traditionen fortsetzen, und Euch die hervorragende Arbeit in den Ferienfreizeiten weiterhin ermöglichen“, sagen sie im ersten Grußwort auf ihrer Homepage. Mit dem Landessportbund will man nichts mehr zu tun haben.
03:51
Na,
ob es die reisewilligen
oder die zahlungsfähigen sind,
die zurückgegangen sind?
22:27
Schade.
Ich erinnere mich gerne noch an eine Sprachreise nach England Ende der 70-Jahre mit dem Jugendferienwerk, die positiven Eindrücke und Erfahrungen begleiten mich heute noch.
Warum bei den Jugendlichen heute nicht mehr der Ehrgeiz besteht, mal über den Teller-Rand zu schauen und relativ preisgünstig Erfahrungen und Eindrücke in anderen Ländern zu sammeln, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Mir wird übel, bei diesem Kaputt-Sparen sozialer immens wichtiger Bereiche.
Wenn die Jugendlichen heute nicht mehr die Möglichkeit bekommen, relativ preisgünstig und in jungen Jahren, Ihren Horizont in anderen Ländern zu erweitern, sehe ich die Gefahr einer überwiegend nationalen Prägung und ein Abdriften dieser noch labilen Spezies ins rechte Lager.
12:26
eins vorneweg:es ist erschreckend , wenn man hierzulande , egal um welches thema es sich handelt, ANONYM diskutieren muß . - die LANDESSPORTBÜNDE finanzieren sich zum größten teil aus den abgaben der LOTTOGESELLSCHAFTEN . da die umsätze für LOTTO und ODDSET in den vergangenen jahren extrem rückläufig waren - GLÜCKSSPIELSTAATSVERTRAG- sind die abgaben der LOTTOGESELLSCHAFTEN an die LSB naturgemäß in den keller gerauscht . als folge davon konnte die LSB ihren verpflichtungen gegenüber dem JUGENDFERIENWERK NRW nicht mehr nachkommen . sehr schade , aber letztendlich schuld an dieser misere haben die ROT(LINKENROT)-GRÜNEN POLITIKER in DÜSSELDORF !
12:03
Das ist eine sehr bedauerliche Entwicklung. Denn die Jugendreisen waren sehr wertvoll für die jungen Leute, zum Kennenlernen und besseren Verständnis für andere. Dass dabei vor allem auch Sport betrieben wurde, war ebenfalls sehr nützlich. Schade, dass so viel Geld an anderer Stelle unnütz verbraten wird, anstatt es in die Förderung junger Menschen zu investieren.
11:52
Ob sich der LSB damit einen Gefallen tut? Der Verein hatte übrigens nicht wie vom Vorsitzenden gesagt 900 ehrenamtliche Betreuerinnen sondern weit mehr. Ob die angegebenen Summen der Zuschüsse so stimmen sollte mal hinterfragt werden. Denn dann hätte das Jugendferienwerk ja jeden seiner Teilnehmer (in einem früheren Artikel wurde mal 5000 genannt) mit fast 100 Euro unterstützt. Und das bei den Preisen die die immer genommen haben. Unsere Kinder werden das Jugendferienwerk jedenfalls schmerzlich vermissen. Sie hatten dort tolle Freizeiten. Und das (angebliche) Alkoholproblem, dass angeführt wurde, hatten die Betreuer dieser Freizeiten eigentlich immer im Griff, da wurden sogar Teilnehmer/innen nach Hause geschickt. Was man von anderen Veranstaltern von Jugendreisen nicht sagen kann, Auch da haben wir einschlägige Erfahrungen. Sorry, aber ich meine, dass das Thema Freizeiten für Kinder und Jugendliche des LSB gut zu Gesicht gestanden hat und auch weiterhin dort gut aufgehoben wäre. Vielleicht müsste man nur die Vermarktungsstrategien und Ziele etwas ändern, etwa mehr hin zu den Vereinen und deren Mitgliedern. Vielleicht kann Frau Kraft, die dem LSB ja zusätzliche Mittel in Millionenenhöhe für Jugendarbeit zugesagt hat, da noch ein Machtwort sprechen. Sie fährt ja auch mit dem LSB auf Freizeiten nach Sundern-Hachen.
07:41
Jahren natürlich
07:41
Dass Kleingeister aber auch alles für ihren faschistoiden Mist nutzen, ist unfassbar. Wahrscheinlich würden die auch an einem Rezept für Kartoffelsalat noch paranoid Merkmale von Überfremdung feststellen...
Die Jugendarbeit in Deutschland ist schon lange ein Stiefkind der Lobbyisten, schon vor zwanzig Kahren wurde Jugendarbeit gekürzt, dementsprechend haben sich auch die Geburten verringert. Zum Kotzen.
18:22
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18:21
Sehr geehrte Damen und Herren,
nun nutze ich die Anonymität des Internets, um einige Daten,Fakten und weitere Ungereimtheiten los werden kann.
Seit Amtsantritt Herrn Rüttgers und der CDU wird das Land NRW vor allem im sozialen Bereich so sehr vernachlässigt das selbst die Bandbreite des Spots dort nicht unbeschadet weg kommt. Der Präsident Herr Walter Schneeloch brachte den rein wirtschaftlich fundierten Dr. Christoph Niessen als Vorstandsvorsitzenden zum Landessportbund NRW. Hierbei sollte bitte berücksichtigt werden, das die Wirtschaftlichkeit in einer GEMEINNÜTZIGEN E.V / Organisation sicherlich funktionieren sollte, dennoch sollte nicht ein reines Wirtschaftsunternehmen mit einer Mittelvergabestelle Landessportbund verglichen werden. Die Gelder des Jugendferienwerks E.V waren zum großen Teil Durchlaufgelder des LandesSportBundes. Diese Durchlaufgelder hat der Landessportbund immer wieder als eigene Zuschüsse angepriesen, obwohl diese Beträge aus der Lottogesellschaft NRW stammen. Vorstandsmitglieder wie beispielsweise Herr Horst Winter, der sich schützend vor das Jugendferienwerk und der Sportjugend gestellt hat, wurde vom Landessportbund als Vorstandsmitglied abberufen, da die vorrangenannten Ziele des Abschaffens vom Jugendferienwerk anders nicht eingehalten werden konnten. Herr Dr. Christoph Niessen vergisst, das es um nachweislich wichtige Jugendarbeit geht, doch diese ist mit seinem Auftag einfach nicht vereinbar.Langjährige Strukturen des Sports wurden binnen kürzester Zeit zerstört. Das Jugendferienwerk war der Hauptreiseveranstalter für Jugendliche aus NRW. Ein Herr Niessen geht mit der Brechstange durch den Landessportbund.
Der Landessportbund geht so etwas von negativ aus der Geschichte des Jugendferienwerks, das dieser eigentlich nicht mehr tragbar ist.
NACH mehr als 30 Jahren funktionierender,engagierter und wichtiger Jugendarbeit wird das Kapitel Jugendferienwerk wegen einer kurzen Liaison von C. N. wird das Unternehmen in Schutt und Asche verlassen.
Das fatale an dieser Geschichte ist nur, das früher Vorstandsmitglieder selbst, die Vorteile des Jugendferienwerksgenutzt haben.Diese könnte ich später noch weiter ausführen.
Der Landessportbund steht am Scheideweg.
Für die Wirtschaftlichkeit oder für die Jugendarbeit.
Das Jugendferienwerk hätte weiter geführt werden können und das Definitiv, doch dies ist von den Herren und das Präsidium des Landessportbundes nicht gewollt worden. Jugendarbeit ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil des Landes NRW.
Und diese wird nun traurigerweise und versucht stillschweigend n kürzester Zeit zerstört.
Ihr Machtgehabe stört jeden einzelnen Mitarbeiter des Landessportbundes!
Mitarbeiter haben Angst, das Sie mit zu wenigen Überstunden als Faul abgestempelt werden.
Der Laden hat sich zu sehr verändert.
Und Herr Niessen : Beileibe ist das Jugendferienwerk vom Landessportbund nicht getrennt. Letztes Jahr war das Jugendferienwerk bei Präsentation des neuen Logos doch noch unsere Tochter.
Die Mitarbeiter denen dies vorgegaukelt wird, werden dies noch früh genug erfahren.
Auf die Jugendarbeit.
P.S. Es kann nicht sein, das ein fantastischer Laden in kurzer Zeit aufgelöst wird, und das mit gierigem Machtgehabe und versuchtem Stillschweigen.
Ein Hoch auf die Pressefreiheit!
18:10
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