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Fünf Länder, 14 Tage - Eine Afrika-Reise mit dem Shongololo

28.05.2013 | 11:45 Uhr
Fünf Länder, 14 Tage - Eine Afrika-Reise mit dem Shongololo
Trotz 15 Dienstjahren noch ein "Underdog": der Shongololo.

Afrika.  Der Shongololo durchquert in 14 Tagen auf rund 3000 Schienenkilometern das südliche Afrika: Von Südafrika geht es durch Swaziland, Mozambik und Zimbabwe bis nach Botswana. Wer mit dem Nostalgiezug reist, bekommt interessante Einblicke in die Geschichte und Kultur und kann tierische Abenteuer erleben.

Eigentlich müsste er eine Inventarnummer tragen. Groß und stattlich ist er, im Gesicht fast immer ein Lächeln. Ein Südafrikaner, wie er im Buche steht. Rudi Ahrens ist der Chef auf dem Shongololo. Während die Gäste ihre Abteile suchen, hat er etwas Zeit zum Luft holen. Bar-Lady Sjila setzt ihm ein Wasser auf den Tresen. Er kommt ins Erzählen. „Während Rovos-Train und Bluetrain feste Größen sind, ist unser Shongololo trotz 15 Dienstjahren noch immer ein Underdog“, sinniert er.

Shongololo heißt so viel wie Tausendfüßler. Fast kann es der altehrwürdige Zug , Baujahr 1951/52, mit diesem Tierchen aufnehmen. Auf 1000 Räder kommt er nicht, doch Rudis Zahlen sprechen für sich. „Die 15 Waggons rollen auf 52 Achsen. Wir sind also zumindest ein Hundertfüßler.“

Kleinbusse für Besuchstouren

Es ist eine lange Schlange, die sich in den nächsten 14 Tagen auf 3000 Schienenkilometern durchs südliche Afrika schlängeln wird. Noch bevor sich der Zug von seinem Stellplatz am Rande von Johannesburg auf den Weg macht, rollen die sechs Kleinbusse, die auf separaten Waggons immer dabei sind, zu ersten Besuchstouren in die Stadt. Das Apartheidmuseum gehört dabei ebenso zum Programm wie ein Abstecher nach Soweto zu Mandelas ehemaligem Wohnhaus, heute natürlich Museum.

Zum Eingewöhnen bleibt der Shongololo in der ersten Nacht noch gemütlich im Bahnhof stehen. Am nächsten Morgen trifft man sich pünktlich im „Dining Waggon“ zum Frühstück. Dann beginnt sie, die Abenteuertour.

In Richtung Osten rollt der Zug seinem ersten Ziel entgegen. Am nächsten Morgen hat er in Kaapmuiden Halt gemacht.

Portugiesische Küche mitten in Afrika

Mit dem Abstecher nach Swaziland steht authentisches Afrika auf dem Plan. Hohe Berge und sanfte, weite Täler strahlen Ruhe aus. Kunstgewerbestände unterbrechen den Landschaftsgenuss. Schnitzereien, Glas- oder Batikarbeiten – an typischen Souvenirs gibt es keinen Mangel. Interessant auch das, was Tourguide und Fahrer Jörg über Sitten und Gebräuche des Zwergstaates zu erzählen weiß. Im Gegensatz zu seinem großen Nachbarn spielte hier Apartheid nie eine Rolle. Während sich Südafrikas Präsident Jacob Zuma mit „nur“ drei Frauen begnügen muss, hat Swasilands König mit einem Dutzend Frauen deutlich mehr „Auswahl“.

Andere Sitten auch am nächsten Tag, als der Zug in den Bahnhof von Maputo einfährt. In Mosambik sind die Einflüsse der ehemaligen Herrscher unverkennbar. Portugiesisch ist Trumpf, in der Sprache, aber auch beim Essen. Die an den kleinen Ständen am Strand des Indischen Ozeans gebratenen Hähnchen sind nach portugiesischer Art und extrem lecker. Ein erfrischendes Bad an einem der weiten Strände nördlich Maputos sorgt für Abkühlung ehe in den nächsten Tagen die Tierwelt das Zepter übernimmt.

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