Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Winterreisen

Frühstart in den Alpen

22.11.2007 | 15:29 Uhr
Frühstart in den Alpen

Dank der ergiebigen Schneefälle in den vergangenen Wochen konnte vielerorts die neue Wintersaison eröffnet werden.

Dank der ergiebigen Schneefälle in den vergangenen Wochen konnte vielerorts die neue Wintersaison eröffnet werden. Die Schneehöhen sind bis in tiefen Lagen weit über dem langjährigen Schnitt. In der Region Toggenburg in der Schweiz zum Beispiel liegt der Schnee über zwei Meter hoch - höher als je zuvor um diese Zeit seit Beginn der Messungen 1952. Auf der gesamten Alpennordseite sind die Schneehöhen deutlich über dem langjährigen Mittel.

Viele Skigebiete haben schon reagiert

Viele Skigebiete in der Schweiz haben auf die frühen Schneefälle reagiert und bereits den Betrieb aufgenommen. Einige werden bis zum offiziellen Saisonstart nur an den Wochenenden geöffnet sein, die Gebiete Saas Fee, Zermatt, 4 Vallées - Mont Fort, Champéry, Davos, St. Moritz und Frutigen haben bereits durchgehend Betrieb. „Wir freuen uns über diesen fantastischen Saisonstart. In mittleren und hoch gelegenen Gebieten dürfte der nun gefallene Schnee bereits ausreichen, dass über Weihnachten und Neujahr sehr gute Pistenbedingungen herrschen. Und für das kommende Wochenende sind bereits neue Schneefälle angekündigt”, sagte Lukas Hammer, Sprecher von Schweiz Tourismus.

Ähnlich euphorisch klingt's aus Österreich: Als „Grundlage für den diesjährigen Wintersport” bezeichnet man in Tirol die aktuelle Schneedecke, die in Serfaus 150 cm dick ist, und die vielerorts bis in die Täler reicht. Kitzbühel und Sölden sowie sieben weitere Tiroler Skigebiete haben bereits eröffnet, alle übrigen würden „wie geplant oder gar früher den Winterbetrieb aufnehmen”, heißt es bei der Tirol Info. Die Auftakt-Parties, im letzten Jahr oftmals vor grüner Kulisse, scheinen heuer eigenartig spät zu kommen, in Kitzbühel erst Mitte Dezember. Im Salzburger Land haben selbst tiefer gelegene Skigebiete den Saisonauftakt vorgezogen, an diesem Wochenende wirft man in 18 Gebieten die Lifte an, unter anderem in Saalbach-Hinterglemm, Leogang und Mühlbach am Hochkönig.

Im Süden ist die Schneedecke noch dünn

Je weiter man nach Süden kommt, desto dünner wird's mit der Schneedecke. In Südtirol liegt der Schnee am Berg höchstens mal einen halben Meter hoch, gerade mal am Reschenpass kommen 90 cm zusammen. Saisoneröffnungen finden planmäßig - je nach Gebiet - ab dem 1. Dezember statt. Nicht viel anders schaut's in Kärnten aus, die Ausnahme freilich: auf dem Mölltaler Gletscher liegt der Schnee schon über zwei Meter hoch.

Auch die deutschen Alpen-Regionen haben einiges von der frühen weißen Pracht abbekommen, und vielerorts nutzt man die Gunst der Stunde. Einen um vier Wochen vorgezogenen Winterstart melden zum Beispiel einige Skiorte im Allgäu, darunter Oberstdorf, Nesselwang und Ofterschwang. Insgesamt seien bereits 150 Pistenkilometer befahrbar.

Andernorts hat die Liftbetreiber der frühe Wintereinbruch aber offenbar kalt erwischt: Beispielsweise in Rossfeld (Berchtesgaden) liegt zwar sogar im Tal der Schnee 25 cm hoch, bis Ende November laufen die Lifte aber lediglich an Wochenenden.

Pascal Brückmann, Thomas Sell

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1735809/create

Aktuelle Fotos und Videos
AIDAmar-Taufe
Bildgalerie
Leser-Aktion
Die legendäre Titanic
Bildgalerie
Titanic
James Cameron taucht ab
Bildgalerie
Rekord
Orangenschlacht an Karneval
Bildgalerie
Brauchtum
Aus dem Ressort
Die Hälfte der Züge im Bahn-Fernverkehr bleibt leer
Bahn
Die Bahn will ihre Auslastung steigern: Sie liegt im Fernverkehr derzeit bei 48 bis 49 Prozent. Zweites Problem: Derzeit sind die Züge zwar pünktlich wie nie - jedenfalls nach Darstellung des Unternehmens. Das wird aber mittelfristig kaum so bleiben, sagt Bahnchef Grube
Die Golden Gate Bridge ist das Goldene Tor ins Jenseits
Brückenjubiläum
Die berühmte Brücke in San Francisco fasziniert Millionen Menschen. Und lockt Verzweifelte aus aller Welt. Zum 75. Geburtstag der Golden Gate kehrt eine alte Frage zurück: Warum macht man es Selbstmördern hier so leicht?
Foto