Emissionen - Droht ein Krieg über den Wolken?
30.01.2012 | 05:44 Uhr 2012-01-30T05:44:00+0100
Essen. Zum 1. Januar trat die EU-Richtlinie zum Emissionshandel für europäische Flüge in Kraft. Auch nicht-europäische Fluglinien müssen CO2-Zertifikate vorhalten, notfalls kaufen. Das Ausland droht EU-Fluglinien nun mit Strafsteuern und anderen Gegenmaßnahmen. Ein Kommentar von Pascal Brückmann.
Die Lage spitzt sich zu. Immer mehr Staaten üben massiven Druck auf die Europäische Union aus, um eine Rücknahme des neu eingeführten EU-Emissionshandels zu erzwingen. Denn auch nicht-europäische Airlines müssen für ihre Starts und Landungen in Europa CO2-Zertifikate vorhalten und notfalls zukaufen.
Und das passt den amerikanischen, chinesischen und russischen Fluggesellschaften überhaupt nicht, da sie mit Belastungen in Millionenhöhe rechnen müssen. Nachdem die Amerikaner auf juristischem Wege mit ihrer Klage gegen den Emissionshandel vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitert sind, tut sich nun eine ganz andere Drohkulisse auf. So hat Indien ganz andere Gegenmaßnahmen ins Gespräch gebracht. Zum einen ist von künftigen Strafsteuern gegenüber EU-Fluggesellschaften die Rede. Wesentlich heftiger ist jedoch die Option, Airlines wie Lufthansa , British Airways oder Air France , die Start- und Landerechte an indischen Flughäfen zu entziehen.
Airlinemanager fürchten nun, dass die europäischen Fluggesellschaften unmittelbar vor einem Handelskrieg stehen. So weit ist es sicher noch nicht. Aber es zeigt sich, mit wie viel Risiko europäische Alleingänge in einer globalisierten Welt behaftet sind.
21:59
Ich kann nur noch hoffen, dass solche Kommentaoren wie z.B "freier_Buerger zu den ersten gehören die in das Land mit der größten Umweltverschutzung, den USA; auswandern und das möglichst bald.
Bitte schreibt uns dann auch nicht mehr diese fachlichen Kommentaren von dort.
14:33
bezahlt das alles*? Der deutsche!!!! Steuerzahler!!!
* alles: in diesem fall sowohl die EU-Bürokratie und die demnächst teureren Flugpreise.
Wie schon jemand weiter unten schrieb, die EU hat uns nichts gebracht, irgendwann wandern alle nach USA aus und zurück bleiben nur die Ökos in ihrer Steinzeit-Welt.
11:07
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Wenn nicht die Europäer mit dem Umweltschutz anfangen werden es die anderen Nationen wohl kaum tun.
Es ist doch wohl kaum zu glauben das sich Länder wie Russland, Indien, China und die USA, die als die größten Umweltverschmutzer gelten, hier den ersten Schritt zum Klimaschutz tun würden.
Wenn z.B. Indien die Landeerlaubnis verweigert so sollte dies auch umgekehrt gelten. Waren aus den Länder sollten dann auch mit Strafzöllen belegt werden. Auf Touristen wird dieses Land dann wohl auch verzichten müssen.
Es ist doch wohl kaum zu glauben dass z.B. Russland kein Gas mehr nach Europa leiten und Indien und China keine Waren mehr liefern würden. Diese Länder leben davon.
Wie sollten mit den Energien die uns zur Verfügung stehen schon mit Sicht auf die nächsten Generationen sparsam umgehen und versuchen den bereits begonnen Klimawandel
aufzuhalten.
Ich finde auch, dass gerade die Fliegerei stark eingeschränkt werden sollte. Der Flugverkehr und die Seeschifffahrt gehören zu den größten Umweltverschmutzern überhaupt.
Müssen den Flügen innerhalb Deutschland oder innereuropäische Flüge sein wenn die Ziele auch anders erreichbar sind.
Müssen die Menschen z.B. Shopping in andere Städte oder sich zum Komasaufen Richtung
Ballenmann fliegen?
Wenn die Menschen mal etwas weiter denken würden als nur bis zum nächsten Urlaub wäre auch der erste Schritt zum aufhalten des begonnen Klimawandels gemacht.
09:54
Die EU sollte langsam einmal aufhören anderen Ländern vorzuschreiben wie sie ihren Umweltschutz zu händeln haben.
Das man im bezug auf Umwelt zu keinem gemeinsamen Nenner kommt hat man doch beim Kyoto Nachfolgeprotokoll gesehen. Solange keine weltweite Einigung besteht,wird es keine Lösung geben. Insellösungen wie sie jetzt die EU durchführen will sind keine !
Es sollte doch langsam auch dem dümmsten einmal klar werden das Umweltprobleme nicht an den Staatsgrenzen halt machen. Es wäre Ratsam seitens der EU,wenn sie wirklich etwas zum Umweltschutz leisten will,nicht müde zu werden mit allen Ländern zu verhandeln,auch wenn es im Augenblick nicht erfolgreich aussieht. Aber jetzt über diese unsinnige Emmisionsabgabe Druck auszuüben,kann nur schiefgehen und kostet Arbeitsplätze . Ich glaube kaum, das ein Motto lieber arbeitslos,dafür aber eine saubere Umwelt den Menschen hilft . Im Gegenteil,es zieht nur Gewalt nach sich. Wer hungert und friert dem ist die Umwelt egal ! Da sollten sich die ganzen Öko,s mal Gedanken drüber machen. Was alle wohl auch vergessen,wir sind in "Sachen" Energie abhängig von den ausländischen Anbietern und so erpressbar. Wenn also die Eu meint Länder wie Russland zb. mit der Luftverkehrsabgabe unter Druck setzen zu wollen,dann bezahlen wir ganz schnell die Rechnung dafür in Form von eh schon fast nicht mehr bezahlbaren Gaspreisen oder was noch besser kommt ,die Russen drehen uns den Gashahn zu .
Ich kann nur sagen lasst den EU-Klüngel explodieren und alle Länder machen wieder ihr eigenes Ding.Bis jetzt hat uns die EU außer immer höhere Preise und permanente Gängelung nichts gebracht .
07:53
Bleiben die Airlines diesen Ländern fern, wird sich das Gewicht des fehlenden Tourismuses zeigen. Viel richtiger und nachhaltiger für die Umwelt wäre es, Fliegen wieder von seinem Billigtouch zu einem Luxusgut zu bekommen.