Eine Reise durch die Zeit

„Slow Food“ im wahrsten Sine des Wortes: Kochen ist in Südamerika noch echte Handarbeit.
„Slow Food“ im wahrsten Sine des Wortes: Kochen ist in Südamerika noch echte Handarbeit.
Foto: Contzen
Was wir bereits wissen
Wer sich in Peru zum Kochen verabredet, sollte ein wenig Zeit mitbringen.

Lima..  Ich bin ein Landei, aufgewachsen in einem Dorf mit rund 2000 Einwohnern. Trotzdem habe ich noch nie auf dem Feld gearbeitet, geschweige denn eine Kuh gemolken. Das beschwerliche Landleben kenne ich nur aus den Erzählungen meiner Großmutter. So wird die Reise durch Peru zu einer Reise durch die Zeit, als ich mit Sonia am Rand des Titicacasees stehe. Wir sind zum Kochen verabredet, doch ich bin völlig ahnungslos, welch’ harte Arbeit die Zubereitung einer Mahlzeit sein kann.


Die Köchin setzt auf „Slow Food“ im wahrsten Sinne des Wortes: Ihr Vater erntet die Kartoffeln, baut einen Erdofen und gräbt das Gemüse Stunden später wieder aus. Die Frauen melken derweil die Kühe, selbstverständlich in Handarbeit, um aus der Milch den Käse fürs Mittagessen herzustellen. Sonia knetet den Brotteig, ihre Mutter schiebt unablässig Holz und Papier in den Ofen. Acht Stunden später steht das Essen auf dem Tisch - es schmeckt köstlich.


Ihre
Mona