Ein wonniges Paradies - Urlaub auf den Kapverdischen Inseln

Die Vegetation ist auf fast allen kapverdischen Inseln eher karg und zeichnet sich durch ihren rauen Charme aus.
Die Vegetation ist auf fast allen kapverdischen Inseln eher karg und zeichnet sich durch ihren rauen Charme aus.
Was wir bereits wissen
Wer in seinem Urlaub Strand, Meer und Sonne sucht, ist auf Sal genau richtig. Die sonnenreichste Insel der Kapverden ist auch für Surfer ein Eldorado.

Kapverden.. Flink schafft Nivaldo Lopes vier leere Cocktailgläser vom kleinen Holztisch und zaubert schon Sekunden später die neue Bestellung mit einem vereinnahmenden Lächeln herbei. Der Mitinhaber vom Ocean Café in Santa Maria versteht es, seine Gäste mit der ihm und seinen Landsleuten typischen Herzlichkeit zu umgarnen. „Wir dürfen nicht klagen, das Geschäft läuft vor allem abends gut, wenn auch fast alle Hotels All inclusive-Service anbieten.“ Das überschaubare, aber intensive wie bunte abendliche Treiben in Santa Maria lockt die Urlauber durchaus aus den Komfortzonen der umliegenden Hotels. Denn obwohl Santa Maria vom Tourismus geprägt ist, hat sich das kleine Städtchen an der Südspitze der Insel Sal eine gewisse Urwüchsigkeit bewahrt.

Sal gilt nicht nur als sonnenreichste, sondern ist auch die touristisch am stärksten frequentierteste Insel der Kapverden. Der afrikanische Inselstaat, bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahre 1975 unter portugiesischer Herrschaft, mit seinen neun bewohnten Eilanden gut 400 Kilometer vor der Westküste Afrikas ist beinahe noch ein „kleiner Geheimtipp“. Zumindest unter den Reisenden aus Deutschland, die hier noch klar in der Minderheit sind. Auf Sal geben die Franzosen, Engländer und die Italiener den Ton an.

Ein Eldorado für Surfer aus aller Welt

Im Gegensatz zu manchen der kanarischen Inseln ist die Vegetation auf fast allen kapverdischen wenig üppig, eher karg und von einem rauen Charme. Beim Landeanflug auf Sal scheint man auf einer gold-gelben Perle mitten im türkisblauen Meer zu landen. Denn hier gibt es erst einmal nur eines: Sand, Sand und nochmals Sand.

Wer bereit ist, sich auf die Insel einzulassen, entdeckt jedoch bald einiges mehr das: kleine Oasen, stille Vulkane und natürlich Salinen. Schließlich war die Insel mit den zahlreichen Meeresschildkröten lange Zeit Zentrum des Salzabbaus, der mittlerweile quasi nur noch für den Eigenbedarf und touristisch genutzt wird. Hängengeblieben ist der Name Sal (Salz). Ein paar weitere Attraktionen hält die Natur trotz der herben Wüstenlandschaft dann doch bereit. Wie zum Beispiel das „Blaue Auge“: In einem Loch im Vulkanfelsen schimmert das Wasser in spektakulärem Blau, wenn die Sonne mittags im richtigen Winkel steht. Und das Meeresschwimmbecken direkt neben dem „Blauen Auge“ ist bei den Ausflüglern natürlich ebenfalls hoch im Kurs.

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Moderate Preise

Durch den starken Passatwind, der von November bis Juni weht, ist Sal auch längst zum Eldorado für Surfer aus aller Welt geworden. Das ganzjährig milde ozeanische Klima mit Durchschnittstemperaturen zwischen 23 und 28 Grad und die extrem geringen Niederschlagsmengen (mit knapp 350 Sonnentagen im Jahr gilt sie als eine der trockensten Inseln der Erde) ziehen die Sommer-Sonne-Sand-Anhänger an.

Und: Trotz des aufstrebenden Tourismus ist das Eiland nicht überlaufen. Selbst die großen Bettenburgen wirken nicht erschlagend, da sie in weitläufigen Gartenlandschaften angelegt und nie höher als zweigeschossig gebaut sind. Wie das Riu Funana, das zusammen mit dem direkt angrenzenden Riu Garopa immerhin 2000 Betten bietet. „Selbst in der Hochsaison zwischen Oktober und April, wenn wir nahezu ausgebucht sind“, sagt der stellvertretende Direktor Pablo Paris Pérez, „hat man tatsächlich nicht den Eindruck, hier sei es zu voll“. Entspannung in jeder Hinsicht ist also angesagt. Das kapverdische Motto „No stress“ nimmt von den Gästen sehr schnell Besitz.

Einfach nur Sommer, einfach nur Strand und ganz viel Ruhe – die Anhänger dieser Art von Urlaub sind auf den Kapverden genau richtig. Und das zu durchaus moderaten Preisen.