Ein Blick ins Herz

Eine Weltreise funktioniert nicht ohne Herzschmerz – Mona hat sich verliebt.

Kigoma..  Ich bin verliebt. Mein Neuer heißt Ferdinand, hat tiefschwarze Augen und ist am ganzen Körper stark behaart. Wir sind uns im Gombe Stream Nationalpark in Tansania begegnet, dem Ort, an dem sich schon die berühmte Forscherin Jane Goodall in die Schimpansen verguckte.

Der Weg zu Ferdinand war lang und beschwerlich. Wir kletterten über Bäume, schlitterten matschige Abhänge hinunter, stolperten über Geröll. Und dann war er plötzlich da, im tiefsten Dschungel.

Ein herzhaftes Gähnen hier, ein genüsslicher Snack da, ein eleganter Schwung in den nächsten Baum – jede Pose, die Ferdinand einnahm, ließ mich verzückt auf den Auslöser meiner Kamera drücken. Gut nur, dass jemand da war, der mir den Fotoapparat weggenommen und ganz einfach gesagt hat: „Genieße den Augenblick.“ Und da saßen wir, Ferdinand und ich, Auge in Auge – und es war um mich geschehen. Als wir den Schimpansen nach einer Stunde wieder verlassen mussten, flossen mir Tränen der Rührung übers Gesicht.

Ihre Mona