Die wichtigsten Urlaubs-Tipps für Wohnmobil-Neulinge
16.02.2012 | 17:23 Uhr 2012-02-16T17:23:00+0100
Essen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Urlaub im Wohnmobil: Rund eine halbe Million dieser rollenden Ferienwohnungen sind allein auf deutschen Straßen unterwegs. Hier erfahren Sie, was Camper-Neulinge beachten sollten - und welche Vorteile der Urlaub im Wohnmobil haben kann.
Motor starten, losfahren, nach Belieben pausieren und dann mal am Meer, mal in der Stadt, mal in den Bergen übernachten – so einfach kann Urlaub sein, wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist. Etwa eine halbe Million dieser rollenden Ferienwohnungen sind allein auf deutschen Straßen unterwegs, Tendenz steigend.
Ein Gutteil von ihnen ist wochenweise zu mieten. Das ganze ist sogar erschwinglich: Ein Wohnmobil für vier Personen kostet – zuzüglich Sprit, Versicherung und Stellplatzgebühren – zwischen 800 und 1000 Euro pro Woche. Ideal für Leute, die einmal Camperluft schnuppern wollen und denen ein Caravan eine Nummer zu groß und zu schwierig ist.
Es sprechen eine Reihe weiterer Gründe dafür, eine rollende Ferienwohnung auszuprobieren. Denn derartige Trips bescheren den Wohnmobilisten neben Unabhängigkeit und Freiheit eben auch eine enorme Vielfalt und erspart das lästige Kofferpacken. Denn es fährt ja immer alles mit, von der Schlafkoje über die Miniküche bis zur Surf- oder Fahrradausrüstung.
Nicht-Sichtverhältnisse bedürfen der Gewöhnung
Inzwischen gibt es für jede Gruppenkonstellation und jeden Anspruch das passende Modell und die passende Größe – vom Reise-Van, zum klassisch-typischen Alkoven-Wohnmobil bis hin zum wahren „Dickschiff“ samt Sitzecke, Dusche und Nobelküche. Derartige Kolosse sind dann eher etwas für Fortgeschrittene.
Für den Anfang begnügen sich Camper-Neulinge lieber mit kleineren Modellen, die leichter zu manövrieren sind. Und selbst hier sind vor dem Reisebeginn ein paar Testrunden auf einem freien Gelände anzuraten, um sich an die größeren Ausmaße, den ungewohnten Kurvenradius, neue Sichtverhältnisse (vor allem Nicht-Sichtverhältnisse) und das fremde Bremsverhalten zu gewöhnen.
Führerschein: Bei den meisten Vermietern gilt beim Anmieten größerer Modelle ein Mindestalter von 21 Jahren. In der Premiumklasse liegt das Minimum mitunter bei 25 Jahren. Generell genügt für Fahrten innerhalb der EU der deutsche Führerschein Klasse III bzw. B – viele Vermieter verlangen jedoch mindestens ein Jahr Fahrpraxis. Bei Modellen über 3,5 Tonnen ist III bzw. C1 erforderlich – meist mit mindestens drei Jahren Fahrpraxis. In den USA, Australien u.a. wird ein internationaler Führerschein nicht zwingend beim Vermieter, wohl aber bei Kontrollen verlangt und ist daher zu empfehlen. Er kostet etwa 15 Euro und muss vorab in Deutschland ausgestellt werden.
Mietkosten: Ein Wohnmobil für vier Personen kostet zwischen 800 und 1000 Euro pro Woche. Tipp: Buchungslücken sparen oftmals bis zu 30 Prozent. Hinzu kommen noch Sprit und die Kosten für den Camping- oder Stellplatz. Diese liegen bei 25 bis 40 Euro pro Tag. Stellplätze sind günstiger, oft gratis.
Die oft knapp bemessene Zuladung stellt einen heiklen Punkt dar. Daher rät Rainer Hillgärtner vom ACE Auto Club Europa: „Ein tief liegender Schwerpunkt stabilisiert den Wagen etwa bei Kurvenfahrten. Deshalb gehören schwere Teile nach unten, idealerweise in den Bereich der Achse.“ Diese und weitere Tipps vermitteln der Vermieter und spezielle Kurse, die von den verschiedenen Automobilclubs und den Herstellern von Freizeitfahrzeugen angeboten werden.
Deutschland als Top-Territorium
Wer seine Wohnmobilpremiere im Ausland feiert, der hat überdies noch mit anderen Verkehrszeichen, -regeln oder gar Linksverkehr zu kämpfen. Das Fahren auf dem US-amerikanischen Highway 1 oder einer australischen Roadtrain-Strecke kann kein Kurs authentisch simulieren, allerdings auch nicht das dort aufkommende Hochgefühl.
Um Glücksgefühle und die große Freiheit zu spüren, muss man beileibe nicht unbedingt ins Ausland. Längst haben die Wohnmobilisten Deutschland noch stärker als bisher als Top-Territorium ausgemacht. Denn nicht nur die Anfahrtskosten sind niedriger, sondern auch die Vermiet- und Unterkunftspreise. Kaum anderswo finden Camper ähnlich günstige Platzmieten bei solch hoher Qualität, zum Beispiel der Sanitäranlagen. Die Zahl der Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen stieg um schätzungsweise zwei Prozent auf rund 24,9 Millionen.
Rechtzeitig reservieren
Neben klassischen Campingplätzen steuern Wohnmobilcamper immer häufiger ausgewiesene Stellplätze an. Darunter fallen gemeindeeigene Flächen bei Sportstadien, Parkplätze auf Autohöfen, an Hotels, Gaststätten oder beim Weinbauern. Deren Angebot lautet oft: Kehrst du bei mir im Restaurant ein, ist der Stellplatz kostenfrei. Den geringen Obolus zahlt man gerne, nicht nur wegen des Stromanschlusses und der Möglichkeit, Abwasser gegen Frischwasser zu tauschen, sondern auch wegen der sozialen Komponente. „Camping- und Stellplätze sind ein beliebter Treffpunkt für Gleichgesinnte und ein Ort, wo nützliche Tipps und Erfahrungen ausgetauscht und Reisefreundschaften geschlossen werden“, so Hillgärtner.
Wichtiger Tipp: Wunschmobil und Campingplatz rechtzeitig reservieren. Gerade mit Kindern ist nicht nur der Weg das Ziel, sondern auch das Ziel der Weg – zu einem entspannten Urlaub für alle.
14:46
Auch wir haben vor einigen Jahren angefangen, genauer im Jahr 2006, damals sind wir mit einem Mietmobil gleich komplett rauf nach Skandinavien und über Schweden unf Finnland bis zum Nordkapp! Die Tour und die Art dieser freiheitlichen Urlaubsform hat uns derart gefallen, dass wir gleich im Folgejahr ein eigenes Wohnmobil gekauft haben! Budget? Unter 5tausend Euro! Klar wurde es ein Uralt- Wohnmobil, aber mit diesem waren wir überall in Europa, von Italien über Ungarn, Kroatien bis hin zu Deutschland, Dänemark Frankreuch und auch wieder Norwegen!
In dieser Zeit haben wir viel zum Thema Wohnmobil gelernt, woran wir Interessierte gerne teilhaben lassen, denn schon seit Jahren führen wir online Reisetagebuch und unterhalten einen umfangreichen Blog, der auch neben den Reisen allerlei zum Thema Wohnmobil zu berichten weiß.
Wer neu im Thema ist möchten wir unsere "Wohnmobiltipps für Anfänger" ans Herz legen, hier zu finden: http://www.transitfrei.de/Wohnmobilausruestung.html
10:53
ist super ! Wir haben uns 2007 ein Mietmobil bei einem kleinen Vermieter geholt, 2400 € für knapp 5 Wochen alles inclusive. Wir beide plus unsere Töchter, damals 17 und 18. Anschließend fuhren wir nach Skandinavien, Schweden, Finnland, Norwegen, alles dabei. Zuerst standen wir noch auf Campingplätzen, dann nur noch frei. Es war traumhaft, wir wollten noch ein paar Tage verlängern, ging aber nicht, da das Womo weiter vermietet war. Sofort nach Ankunft legten wir uns bei eBay ein eigenes kleines altes zu für 7000 € und fuhren zu zweit nochmal los nach Polen. Mit diesem ollen Mobil sind wir in den folgenden Jahren fast 50.000 km nach Frankreich, Spanien, Polen, Schweden, Finnland, Norwegen gefahren sowie viel in Deutschland rum. Dann haben wir es verkauft, da keine Umweltplakette vorhanden. Wieder bei eBay, war schnell weg für 3500 €. Jetzt haben wir ein modernes ehemaliges Mietmobil, war zwar ziemlich teuer, aber wir sind jedes Jahr an die 120 Tage weg. Diesmal 3,5 Monate Skandinavien.