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Deutsche Reiseveranstalter boykottieren Delfinarien in der Türkei

12.04.2011 | 15:33 Uhr
Deutsche Reiseveranstalter boykottieren Delfinarien in der Türkei
Das Wal- und Delfinschutz-Forum hat mehrfach in der Türkei dokumentiert, dass Meeressäuger in Delfinarien unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden.

Essen.   Deutsche Reiseveranstalter haben entschieden, bis auf Weiteres keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anzubieten. Das Wal- und Delfinschutz-Forum hatten zuvor dokumentiert, dass die Meeressäuger unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden.

Nach intensiver Intervention des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) bestätigten nun die deutschen Reiseveranstalter TUI, Thomas Cook mit Öger Tours, Neckermann- und Bucher-Reisen, Rewe Touristik mit Jahn und ITS, Schauinsland-Reisen, FTI Touristik und alltours, dass sie zum Beginn der Reisesaison 2011 bis auf Weiteres keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anbieten werden.

Meeressäuger werden unter katastrophalen Bedingungen gehalten

Das WDSF hatte mehrfach in der Türkei dokumentiert, dass Meeressäuger in Delfinarien unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. In Alanya starben im letzten Jahr innerhalb weniger Tage vier Große Tümmler in Gefangenschaft. Das WDSF konnte nachweisen, dass zwölf Delfine aus der blutigen Delfintreibjagd in Taiji in Japan stammten. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Die Delfine verbrennen regelrecht bei über 40 Grad in der prallen Sonne der kleinen Betonbecken. Verstorbene Tiere werden durch Importe aus Russland, dem Mittelmeer und Japan ausgetauscht, die Besucher bemerken die Verluste gar nicht. Überwiegend liegen gar keine Handelsbescheinigungen nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen vor. Ein Millionengeschäft.“Dass das WDSF austrocknen will, betonte Ortmüller gegenüber dem Reise Journal.

Internationale Gäste

Zwar seien die Gäste natürlich international, 50 Prozent kämen aber aus Deutschland, unterwegs mit deutschen Reiseveranstaltern. „Wenn diese Reisen nicht mehr angeboten werden, bedeutet das erhebliche finanzielle Probleme für die Delfinarien.“

DerWesten

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Kommentare
12.04.2011
10:20
Deutsche Reiseveranstalter boykottieren Delfinarien in der Türkei
von Emagic | #2

Ein erster vernünftiger Schritt zum Schutz der Delphine. Leider wird das nicht genügen, im Prinzip müßte man als Privatperson sogar die Delphin-Show im Duisburger Zoo boykottieren. Mit Delphinen und Walen darf kein Geld mehr verdient werden, diese großen Tiere eignen sich überhaupt nicht für die Haltung in Gefangenschaft.

Dringend sollten auch die Delphin-Therapien in der Türkei oder den russischen Staaten unter die Lupe genommen werden. Es reicht nicht aus wenn die Tiere in kleinen Betontümpeln versumpfen. Da sollten aber auch die betroffenen Eltern wenigstens kurz darüber nachdenken, ob es sich rechtfertigt Tiere zu quälen um kranken Kindern/Jugendlichen zu helfen. Das ist ein wirkliches Dilemma und ich habe kein schlechtes Gewissen wenn ich daran zurückdenke das mein Kind eine Therapie am Reef in Eilat hatte. 1998 konnten dort die Delphine wann immer sie wollten ins rote Meer gelangen und dort schwimmen. Sie kamen jedoch an jedem Tag freiwillig wieder zurück um sich Fische abzuholen und einige Sprünge zu absolvieren. Das war meinem Empfinden nach ein guter Deal für Mensch und Tier. Freiheit für die Delphine - Therapie für die Kinder. Möglicherweise sieht Mr. Rick òBarry dies jedoch auch anders. Ich bin kein Wissenschaftler, nur eine Mutter die Besserung für ihr Kind wollte und auch bekam, sowie ein Mensch der mehr als gern Natur und Tiere mag.
Es ist mehr als verkehrt wenn versucht wird mit Delphinen und Walen Geld ohne Ende zu verdienen.

12.04.2011
08:28
Deutsche Reiseveranstalter boykottieren Delfinarien in der Türkei
von The_Rebel | #1

Die deutschen Reiseveranstalter sollten die Türkei komplett(!) aus den Programmen nehmen, bis dort vernünftige und nicht nur billige Angebote bestehen. Wer da freiwillig hin will, kann ja privat buchen.

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