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Reisemedizin

Dengue-Fieber ist in vielen Reiseländern auf dem Vormarsch

19.09.2012 | 15:54 Uhr
Dengue-Fieber ist in vielen Reiseländern auf dem Vormarsch
In den Tropen und Subtropen kann ein Mückenstich schnell gefährlich werden.Foto: dapd

Düsseldorf.  Das von Mücken übertragene Dengue-Fieber ist auf dem Vormarsch. Der Virus wird vor allem von der aus Südostasien stammenden Tigermücke übertragen. Doch auch in Afrika und Lateinamerika besteht das Risiko angesteckt zu werden Eine Impfung zum Schutz gegen die Krankheit gibt es bisher nicht.

Ein Mückenstich ist in unseren Breiten vor allem lästig, in den Tropen und Subtropen kann er gefährlich werden. Es droht nicht nur Malaria , sondern durch manche Mückenarten auch das Dengue-Fieber , eine durch Viren verursachte Erkrankung. Hat man sich infiziert, treten in der Regel etwa 3 bis 14 Tage nach dem Stich grippeähnliche Symptome auf, wie Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf erläutert: "Typisch sind starke Gliederschmerzen und Fieber, häufig kommt noch ein Hautausschlag hinzu." Nach rund zwei Wochen sei das Schlimmste überstanden, häufig leiden Betroffene jedoch noch mehrere Wochen lang unter Erschöpfung.

Mückenart breitet sich aus

Übertragen werde das Virus von der Tigermücke, die ursprünglich im südostasiatischen Raum heimisch sei, erläutert Jelinek. "Diese Mückenart reist sehr gerne und hat sich vor allem mit Hilfe von Frachtschiffen in andere Regionen ausgebreitet." Darüber hinaus sei sie ein Kulturfolger, der sich in der Nähe von Menschen und in verschmutzten Gewässern sehr wohlfühle.

Derzeit besteht die Gefahr einer Infektion besonders in Südostasien, Lateinamerika und im tropischen Afrika. Aber auch aus den US-amerikanischen Südstaaten, Australien, Ägypten oder Südeuropa seien Fälle von Dengue-Fieber bekannt, sagt der Reisemediziner. Selbst in Deutschland wurden im Rheingebiet bereits Tigermücken entdeckt. "Diese gehörten allerdings zu einer Art, die das Virus nur schlecht auf den Menschen übertragen", betont Jelinek. Ohnehin sei nicht jede Tigermücke Trägerin des Virus, dazu müsse sie erst jemanden stechen, der bereits infiziert sei.

Linderung der Symptome

Eine Impfung oder spezielle Medikamente gegen das Dengue-Fieber gibt es nach Auskunft von Jelinek bisher nicht. Er rät, bei auftretenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen, auch um gegebenenfalls eine Malaria-Infektion auszuschließen. Zur Linderung der Gliederschmerzen können Schmerzmittel wie Paracetamol genommen werden. Allerdings, betont der Mediziner, sollte man auf keinen Fall zu Mitteln mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure wie beispielsweise Aspirin greifen: "Das Dengue-Fieber kann unter Umständen zu einer erhöhten Blutungsneigung führen, die durch diesen Wirkstoff noch verstärkt wird."

Da man sich nicht durch Medikamente vor einer Infektion schützen kann, ist es besonders wichtig, sich nicht stechen zu lassen. Das gelte auch für diejenigen, die bereits einmal am Dengue-Fieber erkrankt sind: "Es gibt vier verschiedene Erreger-Typen. Erkranke ich durch den einen, habe ich noch keine Immunität gegen die anderen drei." Im Gegenteil, bei einer zweiten Infektion steige sogar die Gefahr, dass die Erkrankung einen schweren Verlauf nehme.

Kein Grund zur Panik, aber zur Vorsicht

Grund zur Panik gebe es in Sachen Dengue-Fieber trotz der wachsenden Verbreitung nicht. Urlauber sollten sich vor ihrer Reise darüber informieren, inwieweit am Zielort eine Übertragungsgefahr durch Mückenstiche besteht, und entsprechende Vorkehrungen treffen . Der Reisemediziner rät zu einem Insektenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET, der den besten Schutz vor Stichen biete. Dabei gelte es zu beachten, dass die Tigermücken tagaktiv und vor allem morgens und nachmittags unterwegs sind. Auch mit der richtigen Kleidung lassen sich Mückenstiche vermeiden. Sie sollte hell und möglichst geschlossen sein. Aber Achtung: Die Mücken sind in der Lage, durch dünne Materialien hindurchzustechen. Deshalb sollte man auch unter Hemd oder Bluse das Insektenschutzmittel auftragen. (dapd)



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