DB möchte mit eigener Busflotte aus der Sackgasse

Die Deutsche Bahn sieht einen 120 Millionen Euro Verlust im Jahr 2014 durch die Konkurrenz  der Fernbusse.
Die Deutsche Bahn sieht einen 120 Millionen Euro Verlust im Jahr 2014 durch die Konkurrenz der Fernbusse.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die DB hat 2014 rund 120 Millionen Euro Verlust gemacht. Grund dafür, die Fernbusanbieter. Nun möchte Bahn-Chef Grube dagegen steuern. Ein Kommentar.

Essen.. Der Handlungsdruck bei der Deutschen Bahn ist enorm. Nachdem der Staatskonzern die neuen Fernbusanbieter zunächst schlichtweg ignorierte, gibt Bahn-Chef Grube jetzt offen zu, dass die Bus-Konkurrenz sein Unternehmen im Jahr 2014 rund 120 Millionen Euro gekostet habe. Problem erkannt, immerhin! Aber gebannt?

Noch lange nicht. Zwar kündigt der oberste Bahn-Manager an, u.a. mit einer eigenen Busflotte den neuen Marktteilnehmern Paroli zu bieten. Und auch beim Schienenverkehr setzt er erste Nadelstiche gegen die neuen Buslinien. Doch ein wirkliches Gesamtkonzept ist bislang nicht erkennbar. Dies will Grube im März vorstellen.

Fast ein revolutionärer Rabatt

Durchaus interessant sind die ersten Einzelmaßnahmen, die ab sofort greifen. Grube attackiert die Busanbieter auf der umkämpften Strecke Hamburg – Berlin über den Preis. Die einfache Fahrt wird aktuell für 19,90 Euro und die Hin- und Rückfahrt für 29,90 Euro angeboten. Für die Deutsche Bahn schon fast ein revolutionärer Rabatt. Denn regulär beträgt der Preis mit dem ICE 78 bzw. 156 Euro. Allerdings gilt das Schnäppchenangebot nur für Regionalzüge, die ungefähr genauso langsam wie die Fernbusse sind.

Der Preiskampf ist also eröffnet. Und dies ist erst Runde eins. Aktuell ist der Bus selbst im Vergleich zum Rotstiftpreis der DB auf dieser Strecke immer noch um die Hälfte günstiger. Der Handlungsdruck für die Bahn bleibt enorm.

Ihre Meinung? Die Bahn eröffnet den Preiskampf – ziehen Sie nun die Schiene dem Bus vor?
Schreiben Sie an: p.brueckmann@funkemedien.de