Darth Vader, Luke Skywalker und Co. im Pariser Louvre

Hinter diesen Mauern befinden sich rund 450 Figuren aus der Star-Wars-Saga. Im Louvre in Paris gibt es eine Ausstellung zu den Sci-Fi-Filmen.
Hinter diesen Mauern befinden sich rund 450 Figuren aus der Star-Wars-Saga. Im Louvre in Paris gibt es eine Ausstellung zu den Sci-Fi-Filmen.
Foto: Getty
Im Louvre können Touristen in die Welt von Star Wars eintauchen. Das berühmte Pariser Museum stellt rund 450 Star-Wars-Spielzeuge aus. Die Sci-Fi-Saga in einer der heiligsten Stätten der Kunst ist kein Widerspruch: Schließlich gilt Star Wars als Meilenstein der Populärkultur.

Paris.. Die Mona Lisa, die Venus von Milo - und jetzt auch Star-Wars-Bösewicht Darth Vader. Paris-Besucher können im weltberühmten Louvre nicht nur einige der wichtigsten Werke der Kunstgeschichte bestaunen, sondern auch eine Reise in eine Lichtjahre entfernt liegende Filmwelt unternehmen: Rund 450 Star-Wars-Spielzeuge sind in einer neuen Ausstellung in dem in einem Louvre-Flügel untergebrachten Musée des Arts Décoratifs ausgestellt.

Drei Räume voller Star-Wars-Erinnerungen - die Ausstellung präsentiert einige der ersten Spielfiguren, die nach dem ersten Star-Wars-Streifen von 1977 in die Läden kamen, Skizzen, Hohlformen, in denen die Spielsachen hergestellt wurden, und auch nagelneue Modelle.

Star Wars war eine Revolution

Masken des Jedi-Meisters Yoda stehen neben Lichtschwertern aus Plastik, über Bildschirme flimmern mehrere Generationen von Star-Wars-Computerspielen, an den Wänden hängen alte Filmplakate.

Spielzeug aus einer Science-Fiction-Saga an einer der heiligsten Stätten der Kunstwelt? Für Dorothée Charles ist das kein Widerspruch. "Star Wars war eine Revolution in der Spielzeugindustrie", sagt die Kuratorin der Spielzeug-Abteilung des Museums, das ansonsten Art-Nouveau-Möbel und historische Schmuckstücke ausstellt. "Es ist die Geschichte der graphischen Entwicklung der Darstellung eines Universums."

Ein gigantisches Vermarktungs-Imperium

Zur Verfügung gestellt hat das Spielzeug Arnaud Grunberg, ein Spielwarenhändler und Sammler, der tausende Star-Wars-Figuren sein eigen nennt. "Wir wollten ein Panorama der Star-Wars-Saga vorstellen", sagte Grunberg. "Star Wars ist ein wahres Jugendphänomen, ein Ausdruck der Kindheit. Aber die Ausstellung ist etwas für jeden."

Tatsächlich tummeln sich dort nicht nur zahllose Kinder mit ihren Eltern, sondern auch einige ältere Besucher, die selbst nostalgische Erinnerungen mit der frühen Star-Wars-Zeit verbindet. Die beiden Film-Triologien, die zwischen 1977 und 1983 und zwischen 1999 und 2005 in die Kinos kamen, waren nicht nur absolute Publikumshits. Filmmacher George Lucas schuf neben der faszinierenden Science-Fiction-Welt auch ein gigantisches Vermarktungs-Imperium.

Einsteigs-Ausstellung für junge Museumsbesucher

Millionen Spielfiguren wurden verkauft, die frühen Exemplare werden heute für tausende von Euro gehandelt. Geld machte Lucas aber nicht nur mit Spielzeug. Im Musée des Arts Décoratifs ist auch eine Chewbacca-Kaffetasse für die Fans von Han Solos Co-Piloten ausgestellt und ein Tesafilm-Spender in Form des Roboters C-3PO.

Die größte Begeisterung bei den jungen Besuchern lösen aber die detaillierten Nachstellungen von Filmszenen mit Star-Wars-Figuren aus, etwa der Angriff auf den Todesstern, die Schlacht von Geonosis mit dutzenden Jedi-Rittern, oder Filmheld Han Solo, der mit einer Laserpistole auf den Kopfgeldjäger Greedo zielt.

Mona Lisa und die Venus von Milo

"Das ist der Wahnsinn! Das ist die beste Ausstellung aller Zeiten", freut sich der zehn Jahre alte George Sykes. Seine Mutter Amanda hofft, ihrem Sohn über die Star-Wars-Ausstellung auch andere Museumsbesuche schmackhaft machen zu können. "Das ist so ein Thema, das ihn interessiert", sagt die in Paris lebende US-Designerin. "Es ist eine tolle Möglichkeit, bei meinem Sohn Interesse für Museen zu wecken."

Vielleicht wird George sich ja für andere Ausstellungsobjekte interessieren, wenn er sich an Han Solo, Luke Skywalker und Darth Vader sattgesehen hat - die Mona Lisa und die Venus von Milo beispielsweise sind schließlich um die Ecke ausgestellt. (afp)

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