Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Reise

Auswärtiges Amt warnt wegen Unruhen auf den Malediven

07.02.2012 | 13:27 Uhr
Auswärtiges Amt warnt wegen Unruhen auf den Malediven
Sand, Palmen und Meer: Die Malediven gelten als Urlaubsparadies.

Male.   Auf den Malediven gibt es seit Wochen eine Regierungskrise. Nun ist der Präsident nach gewalttätigen Demonstrationen zurückgetreten. Touristen sollten die Hauptinsel Male meiden, so die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Das Urlaubsparadies Malediven wird seit Wochen von Protesten überschattet. Am Dienstag nun trat der maledivische Präsident Mohamed Nasheed zurück. Er wolle die Probleme im Land nicht noch verschärfen und betrachte den Schritt daher als die beste Option, sagte der Regierungschef in einer im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache. Wenige Stunden nach dem Rücktritt wurde sein Stellvertreter Mohamed Waheed zum neuen Staatschef erklärt.

Tui setzt Ausflüge aus

Das Auswärtige Amt rät deutschen Touristen wegen der Unruhen derzeit von einem Besuch der Hauptinsel ab. In den Ferien-Resorts und auch auf der Flughafen-Insel soll es dagegen ruhig sein. „Urlauber in den Ferienresorts bekommen von den Demonstrationen nichts mit“, teilte auch der größte deutsche Reiseveranstalter Tui mit. Allerdings setzte Tui Ausflüge auf die Hauptinsel Male aus. Derzeit befinden sich laut Angaben des Deutschen Reiseverbandes rund 5000 Deutsche auf den Malediven.

Ausgelöst wurden die seit Wochen anhaltenden Proteste in dem Inselstaat im Indischen Ozean durch die Festnahme eines Richters, der die Freilassung eines prominenten Regierungskritikers angeordnet hatte. Am Dienstag schlossen sich auch zahlreiche Polizisten einer Demonstration in der Hauptstadt Male an. Sie protestierten insbesondere gegen eine Anweisung, nicht länger für die Sicherheit von Demonstranten sorgen zu sollen.

Mehrere Verletzte

Gewalttätiges Zusammentreffen von Polizisten und Soldaten auf den Straßen von Male. Foto: Sinan Hussain/ap

Soldaten gingen schließlich mit Gummigeschossen gegen die Polizisten vor. Bei den Auseinandersetzungen wurden mindestens drei Menschen verletzt. Als der Präsident die demonstrierenden Polizisten besuchte, und sie zu einem Ende des Protests aufforderte, weigerten sich diese und forderten stattdessen seinen Rücktritt.

Nasheed, ein früherer Menschenrechtsaktivist, hatte die Macht im Jahr 2008 nach den ersten freien Wahlen im Land übernommen. International bekannt wurde er vor allem durch sein Engagement im Kampf gegen den Klimawandel - als Inselstaat sind die Malediven mit etwa 300.000 Einwohnern in besonderem Maße von einem möglichen Anstieg des Meeresspiegels bedroht.

„Ich habe das Gefühl, dass mein Verbleiben an der Macht die Probleme nur verschärfen und den Bürgern schaden wird“, sagte Nasheed in seiner Fernsehansprache. „Also ist ein Rücktritt die beste Option, die ich habe.“ Der bisherige Vizepräsident Hassan ist auch schon für die Vereinten Nationen tätig gewesen, unter anderem als Leiter eines Kinderhilfswerks in Afghanistan. (dapd/afp)

Facebook
 
Kommentare
07.02.2012
23:47
Auswärtiges Amt warnt wegen Unruhen auf den Malediven
von g.kont | #4

Leider handeln nur die Klugen nach dem Prinzip "Der Klügere gibt nach"...

07.02.2012
19:26
Auswärtiges Amt warnt wegen Unruhen auf den Malediven
von komiker67 | #3

Die Malediven sind islamisch. Sollte sich die Führung unter diesem Einfluss weiter radikalisieren, wie auch in Ägypten, Lybien etc., wirds bald kein lecker Bier und Bikinis mehr geben.

07.02.2012
17:25
Auswärtiges Amt warnt wegen Unruhen auf den Malediven
von ellerw1 | #2

Vor Jahren war ich auf den Malediven, natürlich auch Male besucht. Wenn man sich beeilt hat man diese in 45 Minuten zu Füß umrundet. Ich habe nicht schlecht gestaunt, das auf dieser Insel Autos fuhren. So groß ist die Insel nicht. Und wenn man sich reinzieht, das die dort wirklich nur Fisch, Kokosnüsse und den Tourismus haben, dann gute Nacht.

07.02.2012
14:27
Auswärtiges Amt warnt wegen Unruhen auf den Malediven
von nothdurft | #1

Das kann nur an Dieter Bolen und seinem Grfolge liegen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6324805/create

Aktuelle Fotos und Videos
AIDAmar-Taufe
Bildgalerie
Leser-Aktion
Die legendäre Titanic
Bildgalerie
Titanic
James Cameron taucht ab
Bildgalerie
Rekord
Orangenschlacht an Karneval
Bildgalerie
Brauchtum
Aus dem Ressort
Die Hälfte der Züge im Bahn-Fernverkehr bleibt leer
Bahn
Die Bahn will ihre Auslastung steigern: Sie liegt im Fernverkehr derzeit bei 48 bis 49 Prozent. Zweites Problem: Derzeit sind die Züge zwar pünktlich wie nie - jedenfalls nach Darstellung des Unternehmens. Das wird aber mittelfristig kaum so bleiben, sagt Bahnchef Grube
Die Golden Gate Bridge ist das Goldene Tor ins Jenseits
Brückenjubiläum
Die berühmte Brücke in San Francisco fasziniert Millionen Menschen. Und lockt Verzweifelte aus aller Welt. Zum 75. Geburtstag der Golden Gate kehrt eine alte Frage zurück: Warum macht man es Selbstmördern hier so leicht?
Foto