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Tansania

Als Tourist auf den Spuren der Hatari-Filmhelden

17.06.2012 | 07:00 Uhr
Als Tourist auf den Spuren der Hatari-Filmhelden
Kaum in einem anderen Park Afrikas leben so viele Giraffen wie im Arusha-Nationalpark.

Tansania.  Vor fast genau 50 Jahren holperten John Wayne und Hardy Krüger im Hollywood-Streifen „Hatari!“ als Tierfänger durch die Safari. Wer Hatari heute besucht, der reist zurück in die Vergangenheit und kann auf den Spuren der Filmhelden den Arusha-Nationalpark entdecken: ein kleines Paradies.

Es ist schon fast dunkel, als der Geländewagen über eine schlammige Piste hoppelt. Der Mount Meru hängt in Wolken. Es ist ein kühler Abend. Ein paar Fliegen schwirren umher.

Die Büffel, die wir eben noch beim Grasen beobachtet haben, sind gerade im Unterholz verschwunden, als Jörg Gabriel den Wagen zum Stehen bringt. „Hier müssen sie gestanden haben“, sagt der 42-Jährige. „Hier heckten sie aus, welche Tiere sie am nächsten Tag fangen würden.“ Mit „sie“ meint Gabriel John Wayne und seinen Partner Hardy Krüger .

Gemeinsam drehten die beiden vor fast genau 50 Jahren im damaligen Tanganyika den oscargekrönten Hollywood-Streifen „Hatari!“. Als professionelle Tierfänger holperten sie mit klapprigen Jeeps durch die Serengeti und den Ngorongoro-Krater, um Nashörner, Giraffen und anderes Großwild für die Zoos in aller Welt zu fangen. Es war das erste Mal, dass Tiere vor laufender Kamera nicht einfach erlegt, sondern lebend gefangen wurden.

Eine neue Heimat zwischen Kilimandscharo und Meru

Es ist früher Abend. Die Sonne versinkt hinter dem Mount Meru. Jörg Gabriel streckt den Arm aus und deutet auf das hell beleuchtete Farmhaus. „Und das war ihr Basislager.“ Der Großteil der Filmaufnahmen für den Hollywood-Streifen, der im Sommer 1962 in die Kinos kam und Tausende begeisterte, wurde hier im Momella-Gebiet am Rande des Arusha-Nationalparks im Norden Tansanias gedreht. Paramount Pictures hatte das alte Farmhaus damals gekauft und große Wildgehege errichten lassen. Momella diente als Wohnort für die Crew und als Filmkulisse gleichermaßen. Legendär ist bis heute die Einstiegsszene des Films, als beide in vollem Tempo durch den Ngorongoro-Krater rasen, um mit dem Lasso ein Nashorn zu fangen – am Ende ohne Erfolg, Wayne und Krüger müssen unverrichteter Dinge wieder auf ihre Farm zurück.

Gedreht wurde Hatari Anfang der 60er-Jahre. Die Geschichte von Momella begann jedoch schon viel früher. 1906 gelangte die Deutsche Margarete Trappe mit ihrem Ehemann Ulrich auf Ochsenkarren nach Tansania. Zwischen den Gipfeln des Kilimandscharo und des Mount Meru fanden die beiden eine neue Heimat und errichteten ihre Farm, auf der sie Rinder und Ziegen züchteten.

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