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Kriegs-Erinnerungen

"Zweimal verschüttet unter Bomben" - Leser erinnern sich an den Krieg

03.04.2013 | 15:00 Uhr
"Zweimal verschüttet unter Bomben" - Leser erinnern sich an den Krieg
Der ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ hat sie wieder hochgebracht, die Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit.

Essen.  Der ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ hat sie wieder hochgebracht, die Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit. Eine erstaunliche Resonanz hatte die Bitte an unsere Leser, uns ihre eigenen Erlebnisse zu erzählen. Ein Auszug der zum großen Teil sehr bewegenden Erinnerungen.

Die Puppe von Irene

Maria Kerkmann (85) aus Oberhausen: „Ich konnte mir den Film nicht antun. Ich habe meine ganze Familie verloren. Meine Mutter Hanna und meine Schwester Irene sind bei einem Bombenangriff 1944 im Keller der Wirtschaft Gerlach in Sterkrade umgekommen. Irene war 13. Ich machte gerade eine Ausbildung, mein Vater drehte Bomben bei der GHH. Ich habe ihm dann den Haushalt geführt. Bis wir 1945 einen Alarm nicht hörten. Ein Schrapnell schlug ein, ich flog durch die Luft, stand wieder auf und lief los, habe ‘Vater, Vater’ gerufen, aber ein Splitter hatte seinen Kopf getroffen. Ich war 17 Jahre alt und allein. Es ist alles noch so nah. Ich weiß noch die Augenfarbe der Puppe meiner Schwester.“

Mein Vater kannte Hitler

Erwin Fortmann (84) aus Voerde: „Der Film stimmt zu 90 Prozent. Ich wurde mit 16 Jahren Soldat, März 45, ich habe mich dann geweigert, den Eid auf Adolf Hitler zu leisten. Der Grund - mein Vater hatte Hitler im Ersten Weltkrieg persönlich kennengelernt und mir immer gesagt: Das ist ein Spinner. Unser Oberst hat mir dann einen mit der Krücke drübergezogen, alle unsere Ausbilder waren ja kriegsversehrt. Dann wurde ich eingesperrt und sollte erschossen werden. Der Oberst wollte sich das Todesurteil in Berlin absegnen lassen, aber die Amis hatten schon die Leitung gekappt. So habe ich überlebt.“

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    Seite 2: „Die Menschen haben nichts aus dem Krieg gelernt"
    Seite 3: "Ich war kein Mensch fürs Töten“
    Seite 4: "Um zu überleben, musste ich stehlen"

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