Wintereinbruch sorgt für 300 Kilometer Stau im Berufsverkehr

Rettungskräfte stehen nach einem Unfall im Schnee in Mützenich.
Rettungskräfte stehen nach einem Unfall im Schnee in Mützenich.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Das Winter-Comeback traf viele Autofahrer unvorbereitet: Auf den Autobahnen in NRW und auch innerorts war häufig Kriechtempo angesagt.

NRW.. Schnee- und Eisglätte haben am Montag in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zahlreiche Unfälle verursacht und für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Mehr als ein Dutzend Menschen wurde verletzt. Besonders glatt war es in Ost- und Südwestfalen, aber auch das Rheinland war betroffen.

In Wuppertal gab es 38 Unfälle mit drei Leichtverletzten. Im Kreis Höxter zählte die Polizei zwölf Unfälle mit fünf Verletzten, zwei von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Im Kreis Olpe gab es 16 Verkehrsunfälle mit vier Verletzten. Großes Glück hatten dort ein 37-Jähriger und seine beiden 1 und 5 Jahre alten Kinder: Der Mann hatte auf einer abschüssigen Straße die Kontrolle über seinen Wagen verloren, war von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Alle blieben unverletzt. Der Wagen war nur noch Schrott.

Wintereinbruch Auch in der Eifel sorgte der Schnee für Verkehrsunfälle: In Mützenich schleuderte am frühen Morgen ein 43-Jähriger auf glatter Straße mit seinem Wagen gegen einen Sattelzug. Mit lebensgefährlichen Verletzungen kam er in ein Krankenhaus.

Schon früh am Morgen staute sich der Verkehr in NRW zeitweilig auf mehr als 300 Kilometern. Selbst für unsere an Stau gewöhnte Region ein hoher Wert. Besonders betroffen waren Ost- und Südwestfalen. Auf der A1 bei Wuppertal staute sich der Verkehr zeitweise auf 20 Kilometern in beiden Richtungen. Auch auf der A45 bei Siegen und der A4 bei Overath gab es lange Staus. Dort waren querstehende Lastwagen der Grund, wie die Landesleitstelle der Polizei in Duisburg berichtete.

Schneeverwehungen in der Eifel

In der Eifel sorgte Tief "Uli" für bis zu 15 Zentimeter Schnee auf der Straße. "Starke Schneeverwehungen machten mancherorts ein Fortkommen unmöglich", teilte die Polizei Aachen mit.

Auch im Kreis Lippe waren am Morgen mehrere Straßen kaum passierbar. "Schwere Fahrzeuge kamen nicht mehr von der Stelle und blockierten so die Straßen bis weit in den Montagvormittag hinein", berichtete die Polizei. Es kam auch hier zu mehreren Unfällen. In Bielefeld rutschte ein Linienbus in einen Straßengraben und beschädigte einen Laternenmast. Verletzt wurde niemand.

Glättegefahr hält an

Sturmböen erreichten am Montagmorgen bis zu 60 Stundenkilometer, vereinzelt auch bis zu 70 Stundenkilometer. Dadurch kam es im Bergland vereinzelt zu Schneeverwehungen.

In der Nacht fallen die Temperaturen auf bis zu null Grad, sodass vor allem in höheren Lagen Glatteis drohe. Der Dienstag soll dann weitgehend frei von Schnee sein, mit ähnlichen Temperaturen wie am Montag, sagt Meteorologe Oliver Klein vom Wetterdienst MeteoGroup. In den kommenden Tagen soll es winterlich bleiben, vor allem im Bergland. (dpa/we)

Der Stau-Morgen in der Chronik

Wo war es besonders schlimm? Und wer nahm den Wintereinbruch gelassen und konnte ihm sogar Positives abgewinnen? Lesen Sie es nach - in unserer Chronik.

Ticker lädt. Bitte haben Sie etwas Geduld.