Windkraft: „Bürgerbüro“ im Internet

An Ruhr und Ruhr..  Schattenwurf, das ständige Sirren der Räder, die „Verspargelung“ der Landschaft: Wenn irgendwo neue Windräder gebaut werden, sorgt das vor Ort oft für Diskussionen bis hin zum Streit. Mit dem neuen Portal „Winddialog“ will die Energieagentur NRW nun im Auftrag der Landesregierung aufklären, aber eben auch Raum für solche Diskussionen bieten. So ist auf der Homepage auch das Bündnis „Vernunftwende NRW“ als kritische Stimme vertreten. Das Bündnis vertritt nach eigenen Angaben Zehntausende Bürger, die Bedenken gegen die heutige Ausgestaltung der Energiewende haben.

Genug für 1,7 Mio Haushalte

Das neue Internetportal besteht aus verschiedenen Bausteinen, wie die Energieagentur gestern mitteilte. Eine zentrale Übersichtskarte gibt einen Überblick über geplante Windenergievorhaben. In spezifischen „Projekträumen“ machen Kommunen oder Projektentwickler den aktuellen Stand der Planungen transparent und unterbreiten Dialogangebote. Bürger können sich so gezielt zu ihrer Region informieren und einbringen. Daneben werden in einem „Bürgerbüro Online“ allgemeine Fragen zu Windenergieanlagen und zum Ausbau der Windenergie in NRW beantwortet und die Diskussion zu einzelnen Themen moderiert. Aktuell drehen sich in Nordrhein-Westfalen etwas mehr als 3000 Windräder. Im Jahr 2013 haben die Anlagen 5,8 Mrd Kilowattstunden Strom erzeugt – genug für 1,7 Mio Haushalte. Eine Studie sieht für NRW ein Gesamtpotenzial von 71 Mrd Kilowattstunden vor.