Wieder zwei Badetote: Kind und Jugendlicher ertrinken

Schon wieder sind in Nordrhein-Westfalen zwei Menschen ertrunken: Im Naturfreibad von Siegen kam ein 17 Jahre alter Jugendlicher ums Leben, ein Sechsjähriger ertrank zudem am Samstag im Rhein beim Spielen. Allein in den vergangenen Tagen starben somit mindestens sechs Menschen bei einem Badeunfall.

Köln/Siegen.. Der Junge war beim Spielen am Rheinufer in Köln von der Strömung erfasst worden. Die Polizei suchte nach dem Unglück am Nachmittag mit einem Hubschrauber und Booten nach ihm gesucht, der zunächst als vermisst gegolten hatte. Mit Hilfe eines Sonargeräts fanden ihn die Beamten schließlich unweit der Unglücksstelle. Der Junge wurde tot aus dem Wasser geborgen. Er hatte im Beisein seines Vaters nah am Ufer im Stadtteil Merkenich gespielt.

Im Siegener Naturfreibad kam ein Jugendlicher aus dem rheinland-pfälzischen Kirchen ums Leben. Er war am Freitag mit einer 13-jährigen Bekannten zum Schwimmen in den Siegener Stadtteil Seelbach gekommen. Als das Mädchen den Jugendlichen auf dem Gelände aus den Augen verloren hatte, nahm sie zunächst an, ihr Begleiter sei bereits nach Hause gegangen. Sie vertraute sich später ihren Eltern an, die die Angehörigen des Jungen alarmierten. Am frühen Samstagmorgen fanden Rettungstaucher die Leiche des 17-Jährigen im trüben Wasser des Weihers.

Bereits am Donnerstag waren vier Menschen bei Badeunfällen gestorben. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) ruft dazu auf, nur in bewachten Gewässern zu baden. Ihren Angaben nach spielt bei Badeunfällen häufig Leichtsinn eine Rolle. Oft überschätzten Menschen ihr eigenes Können. An Badeseen gebe es besondere Gefahren, da dort meist große Temperaturunterschiede herrschten und das Gewässer abrupt tiefer werden könne. Wenn der Grund bewachsen ist, könne man sich außerdem in den Pflanzen verfangen.

Im vergangenen Jahr starben laut DLRG 392 Menschen beim Baden in Deutschland, die meisten in Flüssen und Seen.