Wieder Helfer mit Böllern beschossenolizei zählt 2756 Silvester-Einsätze

An Rhein und Ruhr..  Die Silvesternacht ist für die Polizei in Nordrhein-Westfalen „insgesamt ruhig“ verlaufen. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) verzeichnete in der Nacht 2756 „silvesterbedingte Einsatzanlässe“. Das seien 718 weniger als im Jahr zuvor. Die Polizisten schritten demnach 616-mal wegen Körperverletzung ein und nahmen 319 Sachbeschädigungen und 215 Eigentumsdelikte auf. 262-mal rückten sie zur Unterstützung der Feuerwehr und zur Brandermittlung aus.

Trotzdem gab es auch spektakuläre Unfälle. So stürzte eine 32-jährige Frau nach Mitternacht in der Silvesternacht in Köln vom zweiten Oberdeck eines Partyschiffs in den Rhein. Ein 28 Jahre alter Mann sprang hinterher, um sie zu retten. Die Wasserschutzpolizei fischte beide aus dem Wasser. Die Frau aus Kevelaer musste reanimiert werden und schwebte auch am Donnerstag noch in Lebensgefahr. Der Mann wurde ebenfalls schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. „Zurzeit gehen wir von einem Unfallgeschehen ohne Fremdverschulden aus“, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Essener Polizei blickt auf eine ruhige Silvesternacht zurück. Für Ärger sorgten allerdings Feiernde mit erneuten Böller-Angriffen auf Dienstfahrzeuge der Feuerwehr. Insgesamt mussten die Beamten in Essen 274-mal ausrücken, worunter auch zahlreiche Einsätze fallen, die nichts mit dem Jahreswechsel zu tun hatten, wie eine Sprecherin betont. Beim Jahreswechsel 2013 / 2014 waren es noch 333 Einsätze. Viel zu tun hatte dagegen die Feuerwehr. Zwar sank die Zahl der reinen Brandeinsätze gegenüber dem Vorjahr, allerdings war der verursachte Schaden dieses Jahr größer. Insgesamt mussten Feuerwehr und Rettungsdienst 206-mal ausrücken.

Auch in Düsseldorf verlief die Silvesternacht weitgehend friedlich. Polizei und Feuerwehr zählten weniger Einsätze als im vergangenen Jahr. Ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes erlitt ein Knalltrauma, weil er aus der Menschenmenge gezielt mit Böllern beschossen worden war. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Viel zu tun gab es für die Ärzte in den Notaufnahmen. Vor der Notfallpraxis des Evangelischen Krankenhauses standen die Menschen noch bis gestern Nachmittag Schlange.

Ein sehr starker Silvesterböller hat in Kleve den Vorraum einer Bank beschädigt. Lampenschirme seien von der Decke gerissen, die Verglasung sei beschädigt worden, berichtet die Polizei. In Oberhausen gab es eine Schlägerei. Die Polizei berichtet von zwei Teilnehmern, die durch Messerstiche erheblich verletzt worden seien. Ansonsten vermeldet auch Oberhausen: Die Silvesternacht verlief ruhiger als im Vorjahr.