Wie weit darf der Tierschutz gehen?

Die Luft für Veranstalter von Freizeitattraktionen, die ihre Besucher mit Tieren locken, wird immer dünner. Gerade erst haben die Proteste von Tierschützern das Ponyreiten auf der Düsseldorfer Kirmes verhindert, da streichen auch die Stadtwerke in Soest die Segel und begraben ihre Pläne, ein Becken für Pinguine zu bauen, die dann mit den Badegästen um die Wette schwimmen. Wer die verspielten Tiere bei Zoobesuchen beobachtet, kann sich vorstellen, dass eingesperrte Pinguine das durchaus als Ablenkung vom tristen Alltag empfunden hätten. Trotzdem muss klar sein: Ein Schwimmbad hat einen anderen Auftrag als ein Zoo. Die Entscheidung von Soest ist richtig.

Trotzdem staunt der Beobachter bisweilen über die Vehemenz, mit der Tierschützer ihre Mission verfolgen. Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, den Rahmen für die Haltung von Tieren vorzugeben. Und es ist die Aufgabe der Behörden, darauf zu achten, dass die strengen deutschen Tierschutzgesetze eingehalten werden.


Wer sich an die Gesetze hält, darf Tiere in der Manege zeigen, Kinder auf Ponys setzen, Delfine im Zoo schwimmen und Lamas mit Menschen wandern lassen – ohne kriminalisiert zu werden. Und jeder kann dann selbst entscheiden, ob er Tieren auf diese Art und Weise begegnen möchte. Peter Toussaint

Und was ist Ihre Meinung zum Thema? Übertreiben Tierschützer mit ihrer Kritik? Ist die Entscheidung von Soest richtig? Schreiben Sie bitte an klartext@nrz.de