Uni weist Plagiats-Vorwürfe gegen CDU-Politiker Sensburg zurück
22.12.2011 | 16:45 Uhr 2011-12-22T16:45:00+0100
Hagen/Brilon.Niederlage für die „Plagiatsjäger“ auf „Vroni-Plag“ : Die auf dem Internetportal erhobenen Vorwürfe gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Patrick Sensburg aus Brilon, er habe bei einer Doktorarbeit abgeschrieben, sind nicht haltbar.
Das teilte am Donnerstag die Fernuniversität Hagen mit, wo Sensburg promoviert hatte. Es sei einstimmig beschlossen worden, kein Verfahren gegen den Politiker zu eröffnen.
Beim CDU-Politiker Sensburg lag Vroniplag falsch
„Zu dieser Einschätzung gelangte der Promotionsausschuss, nachdem man drei Gutachten, die sich mit den Vorwürfen beschäftigten, ausgewertet hat, berichtet die Sprecherin der Fernuni, Susanne Bossemeyer. Die Gutachter seien an der früheren Begutachtung der Dissertationsschrift nicht beteiligt gewesen. „Sie sind unabhängig voneinander zu der Auffassung gelangt, dass die Vorwürfe von VroniPlag nicht haltbar sind – ohne jegliche Zwischentöne“, berichtete Bossemeyer.
Die Vorwürfe waren Ende Oktober auf der Plagiats-Jäger-Plattform Vroni-Plag erhoben worden. Schon damals hatte Sensburg die Vorwürfe zurückgewiesen. „Die Zitierweise entspricht den Regeln, wie sie damals in der Promotionsordnung der Fernuni Hagen standen“, hatte er betont. Alle Fußnoten seien vorhanden. „Was soll ich denn sonst noch machen?“ Vroni-Plag habe für die Kritik ihre eigenen Zitierregeln zugrunde gelegt, nicht die der Uni. Weil der weit überwiegende Anteil der beanstandeten Stellen von dem Autor „Cassiopeia30“ stammt, glaube er nicht an eine Recherche der Internetcommunity, sondern an eine Kampagne gegen ihn.
20:40
Schade, ich hätte mir schon eine Reaktion des Autors, Heinz Krischer, auf die Kommentare gewünscht.
14:05
Meiner Ansicht nach ist die Pressemitteilung der Fernuni Hagen zuallererst einmal ein Problem der Fernuni Hagen. Jeder ist selbst für das verantwortlich, was er sagt, schreibt und tut. Die Aussagen im Wiki sind ja belegt. Die Dissertation enthält viele Plagiate. Nach jeden wissenschaftlichen Standard. Die hagenwissenschaftliche Betrachtung kann man unkommentiert lassen, solange sie nur im Hagenversum zur Anwendung kommt. Für Interaktionen des Hagenversums mit dem Rest der Welt müsste dann entweder einer der dort mit größerer Vernunft begabten aus dem Weihnachtsurlaub zurück kommen und die Quantenresonanzstruktur des Hagenversums wieder mit den Signaturen der umgebenden Welt abgleichen (d.h. den jetzt großmäulig von Haltbarkeit und anonymen Vorwürfen Schwadronierenden eiligst das Heft aus der Hand schlagen). Denn wer beim Skat immer gleich "264!!!" brüllt, ohne auch nur sein Blatt angeschaut zu haben, kann sich zwar auch noch von drei internen Gutachtern bescheinigen lassen, dass er wirklich ein Gewinnertyp ist. In Interaktion mit echten Spielern müsste dann aber das Spiel der Form halber auch noch gespielt werden. In Interaktion mit Wissenschaftlern ist es eine erprobte Vorgehensweise, die Argumente anzuschauen und ggf. zu entkräften. Es wurde aber seitens der Fernuni Hagen noch nicht einmal im Ansatz ein Versuch erkennbar. Das kann man ihr fast noch zu gute halten. Ich persönlich werte das als erste Schock/Trotz-Reaktion aus Überforderung oder Inkompetenz. Vielleicht haben sie auch Angst vor den Leuten mit dem C wie O, nur rechts offen, die viel Geld haben. Falls es erstmal keine weiteren Neuigkeiten von dort gibt, ist das meines Erachtens kein schlechtes Zeichen für "VroniPlag" (eine Webseite, auf der jeder sich an Diskussionen und der inhaltlichem Bewertung von Textstellen uvm. beteiligen kann) sondern ein schlechtes Signal der Fernuni Hagen. Martin Klicken 12:02, 23. Dez. 2011 (UTC)
Dieser Kommentar wurde im VroniPlag Wiki Forum veröffentlicht: http://de.vroniplag.wikia.com/index.php?title=Forum:Eigene_Zitierregeln_in_Hagen%3F&diff=56881&oldid=56874
13:49
Aufgabe/Zweck der Webseite VroniPlag Wiki ist die Dokumentation von Plagiaten in Hochschulschriften. Nicht die Aberkennung von Doktorgraden, Anerkennung durch die Betroffenen, ungeteilte Zustimmung usw.
Wo "VroniPlag Wiki" (also das dokumentierte Ergebnis kollaborativer wissenschaftlicher Dokumentationsarbeit, an der sich jeder beteiligen kann, diskutieren, einschätzen, korrigieren, kategorisieren usw. selbst ohne Anmeldung) falsch liegt, sollte sich das an den für sich sprechenden und stehenden Textübereinstimmungen zeigen lassen.
Dann bräuchte die Fernuni Hagen auch nicht Gutachter mit "absurden", unhaltbaren, "bösartigen" Vorwürfen zu zitieren. Was kommt als nächstes? Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein? Politische Kampagne? Arbeitslose Neider? Blockwartmentalität, oder andersherum, linker Hetzblock? Gehört so etwas in ein Gutachten? Ich schäme mich ein wenig und ich bin empört für diese drei Anonymen, die da feige dafür aber umso weniger bescheiden aus dem Dunkeln auf die Wissenschaft schießen. Die Fernuni Hagen will diese internen Gutachten ausdrücklich nicht veröffentlichen. Die "bösartigen" bzw. "absurden" Vorwürfe sind öffentlich einsehbar. Sie wurden transparent erstellt. Das heißt, jede auch noch so kleine Änderung in der gesamten Historie jeder einzelnen Fundstelle ist mit Datum und Uhrzeit und Benutzer dokumentiert.
Martin Klicken
19:02
Wie genau meinen sie das?
Wollen sie sagen, dass Textparallelen falsch dokumentiert wurden (z.B. dieses Textfragment: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Pes/Fragment_030_111 )?
Oder wollen sie sagen, dass Vroniplag zwar richtig dokumentiert hat, aber falsch liegt, wenn es solche Kopien als Plagiat bezeichnet?
Oder wollen sie sagen, dass Vroniplag deshalb falsch liegt, weil jetzt die Fernuniversität Hagen keine Untersuchung einleiten will?
Letzte Frage: wie finden wir heraus, ob nicht vielleicht die Fernuniversität Hagen "falsch liegt"? Dringen sie auf die Veröffentlichung der bis jetzt anonymen und geheimen Gutachten?
17:59
Hoffentlich wird die Entschuldigung genauso intensiv verbreitet wie die Vorwürfe.
17:52
"Weil der weit überwiegende Anteil der beanstandeten Stellen von dem Autor „Cassiopeia30“ stammt, glaube er nicht an eine Recherche der Internetcommunity, sondern an eine Kampagne gegen ihn." - Schade, wenn man sich nicht einmal mit der Arbeitsweise von VroniPlag beschäftigt. Ich habe viele der Fragmente gesichtet, daher mein Pseudonym in den Fragmenten in Feld "Sichtung". Derjenige, der Fragmente erstellt, darf sich nicht selbst sichten. Ein Fragment wird immer von mindestens zwei Personen bearbeitet. Von einer Kampagne von Cassiopeia30 kann daher keine Rede sein.
Werter Herr Heinz Krischer, es wäre schön, wenn sie sich einmal mit der Arbeit von VroniPlag beschäftigen würden und diesen Teil ihres Artikels ändern.
Wenn Sie schon dabei sind, empfehle ich auch einen Blick auf die bestehenden Fragmente, z. B. hier:
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Pes/Herausragende_Fundstellen
Wo zum Beispiel ist es erlaubt, längere Definitionen abzuschreiben und dies nicht als Zitat kenntlich zu machen und auch die Quelle an keiner Stelle in der Dissertation anzugeben? Schön, wenn dies an der Fernuni Hagen erlaubt ist.
Ich bin sehr gespannt, ob die Fernuni diese doch jetzt recht schnell erstellten Gutachten öffentlich machen wird. Die von Herrn Sensburg angekündigte Stellungnahme zu allen Fragmenten ist er ja leider schuldig geblieben.