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„Tatort“-Dreh in Dortmund zwischen Tränen und Tauben

19.04.2012 | 18:29 Uhr
„Tatort“-Dreh in Dortmund zwischen Tränen und Tauben
Beim Hinterhof-Dreh: Pressetermin für die Dortmunder „Tatort“-Kommissare. Foto: Franz Luthe

Dortmund.   Mit einem Tross von 40 Mitarbeitern werden zur Zeit die ersten beiden „Tatort“-Folgen mit Kommissar Peter Faber und seinem Team abgedreht. Auf Halden wurde schon gedreht, in der Nordstadt, am Dortmunder U - und am Taubenschlag. Man dreht schließlich im Ruhrgebiet.

Dortmund, Weingartenstraße. Die Häuserfront auf der Rückseite des Phoenix-Sees ist geprägt von acht Anbauten aus acht Stilepochen. Der WDR hat es sich nicht nehmen lassen, für die Dreharbeiten zum Dortmunder „Tatort“ einen weiteren Schuppen als Kulisse an diese Hinterhauszeile zu flanschen. Es ist der Nachbau eines Taubenschlags. Man dreht schließlich im Ruhrgebiet.

Neue Heimat Dortmund. Mit einem Tross von 40 Mitarbeitern werden zur Zeit die ersten beiden „Tatort“-Folgen mit Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) und seinem Team abgedreht. Gestern war Halbzeit bei dem fünfwöchigen Dreh. Ab Herbst 2012 werden die Dortmunder Folgen in der ARD zu sehen sein.

Produzentin Sonja Goslicki ist voll des Lobs für den neuen Schauplatz der erfolgreichsten Krimi-Reihe im deutschen Fernsehen: „Die Dortmunder reagieren sensationell positiv auf die Dreharbeiten, und die Stadt hat noch einiges zu bieten“, sagt sie. Auf Halden wurde schon gedreht, in der Nordstadt , am Dortmunder U und am stylischen Colani-Ei in Lünen . Doch jetzt ist das kleine Karo des alten Ruhrgebiets angesagt – im selbst gebauten Taubenschlag an einer Stelle, wo sich das neue und das alte Dortmund gute Nacht sagen.

Der Tatort in Dortmund

Das Alte trifft das Neue

Denn gleich gegenüber der Weingartenstraße, am anderen Ufer des Phoenix-Sees , entsteht ein schicker Büro-Komplex, der später auch noch ins Fernsehbild kommen wird. Als Rohbau. „Für uns ist es so spannend, das Alte und das Neue nebeneinander zu erleben“, findet Goslicki.

Karl-Heinz Wichert steht wohl eher für das Alte, hat aber kein Problem damit. Der Mann aus Marl, aktiv in der Reisevereinigung Gelsenkirchen-Buer, hat das „Tatort“-Team mit Tauben versorgt. 40 Tiere, Junge und Erfahrene. Uli Krohm, der den Taubenvatter vom Phoenix-See spielt, erhält von Wichert wertvolle Tipps. Wie man eine Taube auflässt, und warum nur Jungtiere nicht vor den riesigen Mikrofonen fliehen, die das Filmteam einsetzt: „Die bleiben sitzen. Die haben selber Schiss.“

Mehr Tränen müssen fließen

Vier Tauben hat Krohm an diesem Drehtag schon aufgelassen. Er spielt einen Dortmunder, der um seinen ermordeten Jungen trauert und Wahrheiten über ihn erfährt, die ihn zum Weinen bringen. „Sehr gut, aber das machen wir noch mal“, ruft Regisseur Thomas Jauch in die Szenerie. Noch mehr Tränen müssen fließen. Eine weitere Taube steigt auf.

Drehstart für Tatort Dortmund

Jörg Hartmann, der neue Fernseh-Kommissar, der in Dortmunds Nachbarstadt Herdecke aufgewachsen ist, muss nicht in den Taubenschlag. Dort ermittelt seine Kollegin Martina Bönisch, gespielt von Anna Schudt. Hartmann hält sich etwas abseits und kontert im Gespräch mit den anwesenden Journalisten die Einschätzung, dass hier ja mächtig Ruhrgebiets-Klischees verbraten würden: „Ich kann es nicht mehr hören. Im Ruhrgebiet gibt es ja auch noch viele Schrebergärten. Und wenn Du dann da drehst, heißt es wieder: ,Klischee!’“

Eine Woche zuvor war die Laune wohl besser. Da waren Hartmann und Schudt in den Signal-Iduna-Park eingeladen und sahen Borussia Dortmund gegen Bayern München siegen . „Wir haben den ganzen Fußball-Wahnsinn hier mitbekommen“, sagt Produktionsleiterin Marion Sand. Als nächstes wird am Borsigplatz gedreht. Bevor der auch noch gelb angestrichen wird.

Das Dortmunder Tatort-Team

Jürgen Potthoff

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Kommentare
20.04.2012
14:28
„Tatort“-Dreh in Dortmund zwischen Tränen und Tauben
von hassias | #3

Ich halte das wie Frank Goosen.

Wenn die Leute glauben wollen, dass es hier so aussieht, dann sollen sie es glauben.

20.04.2012
13:50
Zwischen Tränen und Tauben
von Kravattenmuffel | #2

Hatten wir das nicht schon mal, einen Fahnder namens "Faber"?

20.04.2012
08:26
„Tatort“-Dreh in Dortmund zwischen Tränen und Tauben
von superimpi | #1

Die Bayern glauben doch noch heute, dass man im Ruhrgebiet daußen keine Wäsche aufhängen kann, da diese anschließend rabenschwarz ist.

Ich gebe dem Tatort sämtliche Vorschuss-Lorbeeren, aber ich wäre mehr als stinkig, wenn diese in Ihrem Beitrag verneinten Klischees tatsächlich wieder überwiegen.

Wenn diese beiden Tatort-Serien wieder nur Halden, schmuddelige Hinterhöfe, Prolls, Taubenschläge und dreckige Nordstadt bringen, dann ist das alles für den Reiswolf.

Bin voller Erwartung.

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