Stromausfall an der Ruhr-Uni dauerte fast einen ganzen Tag

Bochum..  20 Stunden dauerte der Stromausfall an der Ruhr-Universität Bochum. Erst gestern ab 10.27 Uhr – nachdem die erste von zwei defekten 30 000-Volt-Leitungen repariert war – bekam die Uni wieder „Saft“. Ein Gebäude nach dem anderen wurde angeschlossen. Nachdem die erste Reparaturschicht die Nacht durchgearbeitet hatte, sorgte eine weitere Mannschaft bis zum späten Abend dafür, dass die zweite, die Reserve-Leitung, wieder hergestellt wurde.

Die Ursache des Schadens, der zwischen Umspannwerk und Uni auftrat, ist noch unklar. „Wir haben erst einmal die ganze Kraft darauf verwendet, die Leitungen zu reparieren“, sagt Holger Rost, Geschäftsführer der Stadtwerke Netz GmbH. Er vermutet Bauarbeiten von Dritten als Ursache. „Aber das ist eine Mutmaßung.“ In den nächsten Tagen sollen die ausgetauschten Kabelstücke untersucht werden. Die beiden Mittelstromleitungen waren 1967 gelegt worden, der damalige Netzbetreiber hatte das Reservekabel entgegen der üblichen Vorgehensweise parallel zum Hauptkabel gelegt. „Würde man es heute planen, würde man es nicht so tun“, so Rost.

Die Studenten indes wie auch die Dozenten hatten gestern den ganzen Tag „stromfrei“.

Der Schaden wird erst nach und nach deutlich. „Wir müssen doch weit mehr Essen wegschmeißen, als angenommen“, sagte Peter van Dyk, Sprecher des Mensabetreibers Akademisches Förderungswerk. „Die Schadenssumme wird sicherlich sechsstellig.“